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ERSTAUFLAGE/1230: Inhaltliche Zusammenfassung von Nr. 3363 (SB)


Marie Erikson

Was niemand kommen sah

Perry-Rhodan-Heft Nr. 3363


Northside der Milchstraße, Gorganatsystem, Gren Gor, November 2255 NGZ

Die Nargan, zweieinhalb Meter große Wesen, die bei Gefahr ihre zwei Arme und Beine samt dem mit einem Stoßzahn ausgestatteten Kopf einziehen und komplett von ihren Panzerschuppen umhüllen können, leben auf dem Planeten Gren Gor. Die Wasserwelt hat nur einen Kontinent, der vollständig bebaut ist. Diese Bebauung ist älter als die Zivilisation der jetzigen Bewohner. Sie muss von einem anderen Volk errichtet worden sein.

An einem unbekannten Ort erweckt ein Funksignal einen bereits seit Jahrtausenden schlafenden Koloss zum Leben. Endlich hat das Warten für ihn ein Ende - er wird gebraucht. Seine Roboter prüfen die Funktionsfähigkeit der Maschinen und fegen den Staub des Vergessens von den Fertigungsstraßen, die sich in seinem Innern befinden. Er hat auch noch zwei Brüder, die von dem Funksignal an anderen Orten ebenfalls geweckt worden sind.

Die Nargan sind zwar auf dem technischen Stand, ihre Raumfahrt weiter zu entwickeln, aber sie fürchten, damit die Aufmerksamkeit möglicher Invasoren zu wecken. Deshalb ist die Raumstation, die sie im Orbit von Gren Gor betreiben, um das All zu beobachten, veraltet. Man will keine Ressourcen mehr in ein Projekt stecken, das möglicherweise den Untergang des Volkes herbeiführen könnte.

Chrekt-Yon, der vor allem bei Terranern unter dem Namen John Wylon bekannt ist, hat von den Archäologen Koor-Chrik und Phat-Chrik sowie dem Topsider Chrexelchoom die Information erhalten, dass sich das von ihm gesuchte Raumschiff ILTEG mit der zweiten Iltmumie an Bord irgendwo auf Gren Gor befinden müsste. Deshalb will er das Vertrauen der Nargan erschleichen. Deren Raumstation wird von einer Besatzung betrieben, die aus jeweils zwei sogenannten Orbinauten der Nord- und der Südunion besteht. Auf dem Planeten herrschen zwischen den Bewohnern des südlichen und denen des nördlichen Teils der Riesenstadt Spannungen, an Bord der Raumstation kommt man aber gut miteinander aus.

Ein Meteoritenschauer führt dazu, dass es zu Schäden kommt, die repariert werden müssen. Als dies bereits vollbracht worden ist, wird die Station von einem größeren Meteoriten getroffen, der sie eigentlich hätte verfehlen müssen. Chrekt-Yon hatte allerdings nachgeholfen, damit die Raumfahrer in Not geraten und gerettet werden müssen. Der Meteorit trifft ein Modul und zerstört es. Auch eine Rettungskapsel wird dabei beschädigt. Der Orbinaut Velmorin setzt einen Notruf in alle Richtungen ab, bevor seine Kollegen Drelunor und Kurenal, die vergeblich versucht hatten, ein Leck zu schließen, mit einer Rettungskapsel, die sich in ihrer Nähe befindet, zum Planeten zurückkehren.

Velmorin und seine Teampartnerin Tolmenur sind gezwungen, sich auf die andere Seite der Station vorzuarbeiten, um an eine weitere Rettungskapsel heranzukommen. Doch sie schaffen es nicht und drohen ins All abzutreiben. Velmorin ist bereits besinnungslos und Tolmenur kurz davor, als sie aus dem All geborgen und auf einem Schiff ärztlich versorgt werden.

Tolmenur erwacht in einem Heiltank. Ihr geht es bereits wieder gut, während Velmorin noch länger in dem seinen verweilen muss. Sie wird von Miroq Elen empfangen, dem zweiten Kommandanten der HZ-2, der zweiten Kugelzelle des Hantelraumers HELIOS. Dieser wurde einst von John Wylon in einer verlassenen Werft aus der Zeit des Solaren Imperiums entdeckt. Der Terraner Miroq erklärt Tolmenur, man sei ohnehin auf dem Weg zu den Nargan gewesen, um sie zu warnen und ihnen ein Geschenk zu machen. Sie wird von ihm durch das Schiff geführt, in dem Angehörige mehrerer Völker Dienst tun. Dabei stößt sie auf die ihr unbekannten Jülziish und Swoon und landet schließlich bei dem Topsider Chrekt-Yon. Dieser bereitet sie darauf vor, dass Gren Gor eine Invasion droht. Er warnt sie eindringlich vor den Terranern, die bereits mehrere Völker versklavt hätten. Ihr vorgelegtes Bildmaterial dokumentiert die Unterwerfung seines eigenen Volkes durch die Terraner und auch, wie deren Flotten die Druuf angreifen und die Báalol auf Trakarat.

Tolmenur ist erschüttert, bestätigt es doch die alte Angst der Nargan. Sie glaubt Chrekt-Yon vorbehaltlos und ist dankbar, dass er ihrem Volk helfen will, sich gegen einen Angriff der Terraner zu rüsten. Er macht ihr weis, die Terraner suchten nach etwas, das die Zivilisation, die vor den Nargan den Planeten besiedelte, hinterlassen hätten. Ob ihr der Begriff ILTEG etwas sage, will er wissen, was sie verneint.

Um seine Fähigkeiten zu demonstrieren, landet Chrekt-Yon mit einem Beiboot der HZ-2 auf dem Vorplatz des Princidenten-Palastes der Nordunion und lässt zwei Militärbasen der Südunion attackieren. Die wiederum schicken Raketen zur Nordunion, um den Angriff zu vergelten. Chrekt-Yon löst diese Raketen mit Desintegratorstrahlen einfach auf, damit sie kein Unheil anrichten können. Er besteht darauf, mit dem Princidenten zu sprechen, dem jungen, unerfahrenen Rahan, der die Neigung hat, der Verantwortung aus dem Weg zu gehen und sie seinem Sekretär zu überlassen. Der Topsider erläutert ihm, dass er Geschütztürme bauen will, damit sich die Nargan gegen die Terraner wehren können. Dazu will er etliche der uralten Gebäude abreißen. Rahan lässt ihn gewähren, was unter der Bevölkerung jedoch viel Unmut hervorruft, da die Leute einfach enteignet und auf die Straße gesetzt werden.

Das vor dem Princidentenpalast gelandete Beiboot mit Namen HOFFNUNGSSCHIMMER soll von Nargan bemannt werden, die eine Hypnoschulung erhalten, um es fliegen zu können. Tolmenur ist nicht unter ihnen, weil sie die Aufgabe hat, mit Chrekt-Yon zu den Bewohnern der abzureißenden Häuser zu gehen, um sie von der Dringlichkeit dieser Aktion zu überzeugen. Innerhalb von fünf Minuten sollen sie ihre Wohnungen und Geschäfte verlassen. Ihre gesamte Habe wird von Robotern auf die Straße verfrachtet. Den Weitertransport irgendwohin müssen die Nargan selbst organisieren. Innerhalb weniger Stunden werden die alten Gebäude, die noch von dem Volk stammen, das vor den Nargan Gren Gor besiedelt hatte, abgerissen. Tiefe Baugruben entstehen. Es ist augenscheinlich, dass Chrekt-Yon irgendetwas sucht. Die Nargan sind aufgebracht und lassen ihren Zorn an Tolmenur aus.

Bei den Bauarbeiten findet Chrekt-Yon Hyperkristalle, deren Wert die Nargan überhaupt nicht kennen. Er kann sie gut für den Betrieb der Waffentürme gebrauchen, die er errichten lässt. Er erklärt Tolmenur, dass er auf der Suche nach einer Waffe ist, hinter der die Terraner ebenfalls her sind. Tolmenur wäre es am liebsten, er würde sie schnell finden und dann verschwinden, damit die Terraner nicht ebenfalls auf Gren Gor landen und zu suchen beginnen. Längst ist ihr klar, dass der Topsider eine eigene Agenda verfolgt. Als Tolmenur Chrekt-Yon auf den Kopf zusagt, dass sie ihm die uneigennützige Hilfe, die er den Nargan zukommen lassen will, nicht abnimmt, bietet er ihr an, ihr ebenfalls eine Hypnoschulung angedeihen zu lassen und sie zur Kommandantin der HOFFNUNGSSCHIMMER zu machen, die mit ihrer narganischen Besatzung startet, als die Terraner tatsächlich mit zwei Schiffen am Systemrand auftauchen ...

13. Februar 2026


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