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ERSTAUFLAGE/1224: Inhaltliche Zusammenfassung von Nr. 3357 (SB)


Wim Vandemaan

Sterben will ich

Perry-Rhodan-Heft Nr. 3357


An Bord des PHOENIX, Lakk Hashum, 13. - 17.11.2255 NGZ

Sky, dem künstlichen Bewusstsein des PHOENIX, gelingt es, Kontakt zum Techno-Gewölk, das von den Lanathan Zinngestöber genannt wird, herzustellen. Sky erklärt die Mission des PHOENIX und dass Ontares und Bull, zu denen Sky den Kontakt verloren hat, als Forscher auf den Planeten gekommen sind, nicht als Invasoren. Das riesige Techno-Gehirn ist misstrauisch. Es befürchtet eine Gefahr für seine Schützlinge. Deshalb hat es die Technik der beiden "Invasoren" deaktiviert. Es ist allerdings bereit, sie weiterhin zu beobachten und danach zu urteilen, ob es die erbetene Hilfe, den Sternwürfel zu finden, gewähren will oder nicht. Allerdings schweigt es danach und reagiert nicht mehr auf Skys Kontaktversuche.

Reginald Bull ist von dem Ghuspoden dra Noxx Laupp Udun gefangen genommen, verhört und gefoltert worden. Der gibt seinem Leibwächter Staenwint und der Pevitse Khura die Anweisung, den Alien möglichst unauffällig und rückstandslos zu beseitigen, damit niemand von dessen Existenz erfährt. Khura, die als Sängerin schon lange im Dienst der Ghuspodie steht und in Wirklichkeit Ziomdiva Procorr heißt, hat schon zu viel Grausamkeit gesehen. Vor einiger Zeit schloss sie sich der real-elektrischen Kirche an, deren Mitglieder froh sind, jemanden aus ihren Reihen so nah an einem Ghuspoden zu wissen. In der Vergangenheit half sie dadurch ihren Freunden, sich im Verborgenen halten zu können, indem sie sie rechtzeitig warnte. Für sie stellt die Ankunft Reginald Bulls den endgültigen Beweis dafür dar, dass es tatsächlich ein Außerhalb der Welt Lakk Hashum gibt. Sie erschießt Staenwint und befreit Bull. Der erfährt von ihr, dass sie jemanden kennt, der im sogenannten unauffindbaren Tempel gewesen ist, der sich hinter dem Lichtbrunnen im Zinngestöber befinden soll.

Ziomdiva ist bereit, Bull zu dem Lanathan Shezza Venicc zu bringen. Dieser hat ein Dampfpuppentheater entwickelt und Reginald Bull bekommt eine Geschichte erzählt, die vor fünfzigtausend Jahren auf einer Welt der Lanathan begann:

Damals gab es mehrere Welten der Lanathan, die eine weit entwickelte Technik hatten. Allerdings ermöglichte ihnen diese Technik, sich in Kriegen gegenseitig zu dezimieren. Es gab zwei Parteien - die eine, die die Technik verdammten und die andere, die die Meinung vertraten, dass ohne Technik kein Überleben möglich sei. Da kam etwas Fremdes aus dem All. Und die Lanathan riefen es zu Hilfe. Das später als Legende bezeichnete Fremde schuf eine weitere Welt. Auf ihr sollten die Lanathan, die auf Technik verzichten wollten, leben, während die anderen auf der ursprünglichen blieben. Sogar die Natur auf der neuen Welt wurde von der Legende befriedet. Sie erschuf ihnen eine idyllische, friedliche Heimat ohne gefährliche Tiere und entfernte den neuen Planeten aus der Nähe des alten, der in seinem Sonnensystem blieb.

Die Lanathan, die auf ihm lebten, vergaßen, dass ihre Welt ein technisches Konstrukt war. Es bestand allerdings die Gefahr, dass sie dies wieder entdecken würden, denn sie waren ein neugieriges Volk. Deshalb setzte die Legende die Ghuspoden dra Noxx ein, die darüber wachten, dass dergleichen nicht geschah, denn Lakk Hashum sollte eine statische Welt bleiben, auf der sich nichts Wesentliches ändert.

Doch die Lanathan konnten nicht in Frieden leben. Um die Überbevölkerung zu bekämpfen, war es verpönt, mehr als zwei Kinder zu bekommen. Außerdem wurden von den Ghuspoden Kriege um dem Gebrauch des richtigen Tees initiiert. In diesen Kriegen starben Lanathan einen sinnlosen Tod.

Im Zinngestöber gibt es eine Raumstation, zu der Lanathan wie Shezza Venicc, die von der ursprünglichen Welt stammen und sich entschlossen haben, auf Lakk Hashum überzusiedeln, Kontakt haben. Venicc ist klar, dass das Auftauchen Meghan Ontares und Reginald Bulls das Konstrukt der Geheimhaltung ins Wanken bringen könnte. Daher wägt er ab, ob es nicht besser wäre, Bull zu töten. Aber er unterlässt es.

Bull bittet Venicc darum, eine Verbindung zur Legende aufzunehmen, aber das Hyperfunkgerät, das dieser schon längere Zeit nicht mehr in Gebrauch hatte, funktioniert nun nicht mehr. Die Legende hat nicht nur Bulls und Ontares Technik lahmgelegt, sondern auch die der Lanathan, die von der Ursprungswelt stammen. Venicc kann also keinen Kontakt zum Tempel herstellen.

Ghamda, die Tochter des Bürgers Stallnard, hatte eine kleine Maschine gefunden, die aus dem Zinngestöber gefallen sein muss. Der Ghuspode Laupp Udun bekam davon Kenntnis, denn es gibt dunkle Briefkästen, die das Denunziantentum befördern. Laupp Udun schickte seinen Leibwächter Raccrush zu Stallnard. Der erschoss die Mutter Ghamdas, verwundete Stallnard schwer und entführte Ghamda. Nun foltert Laupp Udun das Mädchen, damit es Namen preisgibt, wer außer ihr ebenfalls von der Existenz der Maschine weiß. Doch sie verrät niemanden und stirbt einen qualvollen Tod.

Nach der Entlarvung Reginald Bulls verdächtigt Laupp Udun seinen Leibwächter Raccrush, aufgrund verdächtiger Verhaltensweisen ebenfalls ein Alien zu sein. Es kommt zum Kampf zwischen den beiden, bei dem Udun getötet wird. Raccrush verpflichtet den Kutscher Picc Accroum in einem Schriftstück zu bezeugen, dass Udun von Ghamda getötet worden ist. Danach ermordet er auch ihn und lässt es wie einen Unfall aussehen.

Meg Ontares ist auf der Suche nach Reginald Bull. Sie hatte eine Lanathan gezwungen, ihr zu verraten, wie man zum dunklen Haus der Ghuspoden kommt. Dazu muss man eine bereits stillgelegte Trasse der Einradbahn benutzen. Mit ein paar Goldkörnchen kann sie Picc Dinishur, den Kondukteur dieser Einradbahn, dazu bringen, sie zu transportieren. Die beiden stoßen auf den schwer verletzten Stallnard, den Vater Ghamdas. Ontares rettet ihm das Leben, indem sie ihn mit den Mitteln ihres Medokits versorgt. Zu dritt brechen sie zum dunklen Haus der Ghuspoden auf. Stallnard hofft immer noch, seine Tochter lebend zu finden.

Als sie auf die Leiche Picc Accroums stoßen, kann Ontares ermitteln, dass der Kutscher nicht von den Drokks, den Zugtieren der Kutsche, getötet worden ist, sondern durch einen Schlag auf den Kopf. Kurz darauf finden sie auch die Leiche Ghamdas. Stallnard steht unter Schock. Die Gruppe trifft auf Bull, Ziomdiva Procorr und Shezza Venicc, die ebenfalls zum Haus der Ghuspoden unterwegs sind, da Bull ohnehin früher oder später aufgespürt und dorthin gebracht werden würde.

Dort angekommen werden sie von Kriegsfahrzeugen, zwölf bewaffneten Soldaten und drei Ghuspoden empfangen - einer von ihnen ist Raccrush, der sich nach dem Tod Laupp Uduns als Ghuspode angedient hat. Er bezichtigt Bull der Lüge, als der seine Lage erklärt. Krenntner, der älteste der Ghuspoden, ist dem, was Bull zu sagen hat, aufgeschlossen. Er ist ebenfalls ein Lanathan von der anderen Welt und befürwortet ein Duell zwischen Bull und Raccrush, bei dem Bull letztlich überlegen ist. Als Krenntner Bull dazu auffordert, Raccrush zu töten, lehnt dieser ab. Von diesem Moment an sind sein und Ontares SERUNS wieder einsatzbereit. Die Legende hat den Test der Galaktiker abgeschlossen und erlaubt es auch dem PHOENIX, auf Lakk Hashum zu landen. Meg Ontares und Reginald Bull gehen an Bord.

Auch bei Sky hat sich die Entität wieder gemeldet. Sie ist bereit, zu helfen, den Sternwürfel zu finden, verlangt aber eine Gegenleistung. Sie möchte einen Zustand, der über den Horizont ihres Daseins hinausgeht, erleben. Sie will sterben.

Die Gesellschaft der Lanathan wird eine Veränderung erfahren. Es soll keine Gedankenkontrolle mehr geben. Spätestens seit dem Auftauchen des PHOENIX weiß nun das ganze Volk, dass es ein Außen gibt. Es wird sich auf technischem Niveau weiterentwickeln. Bull übergibt Stallnard zum Abschied einen Strahler und der Phoenix fliegt ins Zinngestöber hinein.

9. Januar 2026


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