WWF Schweiz - Medienmitteilung, 19. Februar 2026
Breite Allianz fordert sauberes Wasser für eine gesunde Schweiz
Diverse politische Vorstösse zielen aktuell darauf ab, den Gewässerschutz in der Schweiz zu verwässern. Sie gefährden die Selbstverständlichkeit von sauberem Wasser in der Schweiz. Eine breite zivilgesellschaftliche Allianz fordert daher mit einem Appell Bundesrat und Parlament auf, unser Trinkwasser und unsere Gewässer konsequent zu schützen.
Für uns in der Schweiz ist es selbstverständlich, dass wir das Wasser aus dem Wasserhahn sorglos trinken können. Doch Pestizide und Chemikalien wie PFAS gefährden diese Sicherheit und damit unsere Gesundheit und die Natur.
1 Million Schweizerinnen und Schweizer im Mittelland trinken bereits mit Pestiziden (insb. Rückständen aus Chlorothalonil) belastetes Trinkwasser. Fische aus dem Zugersee dürfen aufgrund der hohen PFAS-Werte nicht mehr verkauft werden. Bei vielen Wasserfassungen muss das Wasser aufgrund der hohen Nitratbelastung verdünnt werden, damit es als Trinkwasser verwendet werden darf.
Anstatt diese höchstbedenklichen Entwicklungen ernst zu nehmen und unser wichtigstes Lebensmittel zu schützen, werden immer neue politische Vorstösse eingereicht, um den Gewässerschutz in der Schweiz zu verwässern. Deshalb hat eine breite Allianz aus Organisationen der Zivilgesellschaft den Appell für gesundes Trinkwasser lanciert. Damit kann die Schweizer Bevölkerung Bundesrat und Parlament jetzt ein klares Signal senden: Unser Trinkwasser muss trinkbar bleiben. Bereits haben über 15'000 Personen den Appell unterzeichnet.
Schadstoffe wie Pestizide, Nitrat und PFAS gelangen über viele verschiedene Wege in unser Wasser. Viele dieser Stoffe bauen sich nur langsam ab und können sich über Jahre hinweg in den Gewässern und unseren Körpern anreichern. Studien zeigen, dass Pestizide hormonelle Prozesse stören können. Mögliche schwerwiegende Folgen können Fortpflanzungsstörungen sein oder ein erhöhtes Risiko für hormonabhängige Tumore, wie etwa einige Formen von Brust-, Eierstock-, Prostata- oder Hodenkrebs.
Auch die Natur leidet: Die Schadstoffe schädigen Würmer, Pilze, Fische oder Insekten und ihre Larven und stören wichtige ökologische Prozesse wie Nährstoffkreisläufe oder Wasserreinigung. Weil über Wasser und Nährstoffe die unterschiedlichsten Lebensräume miteinander verbunden sind, entstehen Kettenreaktionen, die wertvolle Naturgebiete wie Auen oder Flachmoore beeinträchtigen.
Die Liste der aktuellen, politischen Angriffe auf den Schweizer Gewässerschutz ist lang. Folgende Geschäfte sind für den künftigen Schutz unseres Trinkwassers entscheidend:
Um den gezielten Abbau des qualitativen Gewässerschutzes in der
Schweiz zu stoppen, braucht es jetzt ein starkes Signal aus der
Bevölkerung.
Weitere Informationen:
Website Trinkwasser-Appell
https://gesundes-wasser.ch/
Links:
[1] https://www.parlament.ch/de/ratsbetrieb/suche-curia-vista/geschaeft?AffairId=20220441
[2] https://www.parlament.ch/de/ratsbetrieb/suche-curia-vista/geschaeft?AffairId=20253186
[3] https://www.parlament.ch/de/ratsbetrieb/suche-curia-vista/geschaeft?AffairId=20244589
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Quelle:
Medienmitteilung, 19. Februar 2026
WWF Schweiz
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8010 Zürich
Tel.: 044 297 21 21
E-Mail: service@wwf.ch
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veröffentlicht in der Online-Ausgabe des Schattenblick am 20. Februar 2026
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