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USA/445: Keine Einwanderungsvisa für mehrere lateinamerikanische Staaten (poonal)


poonal - Pressedienst lateinamerikanischer Nachrichtenagenturen

Keine Einwanderungsvisa für mehrere lateinamerikanische Staaten


Die US-Regierung setzt die Vergabe von Einwanderungsvisa an Bürger*innen aus 75 Ländern aus. Neben Brasilien, Kolumbien und Uruguay sind auch 14 Länder aus Mittelamerika und der Karibik betroffen.

(Montevideo, 14. Januar 2026, la diaria/poonal) - Die US-Regierung hat am 14. Januar angekündigt, die Vergabe von Einwanderungsvisa an Bürger*innen aus 75 Ländern ab dem 21. Januar auszusetzen. Die Regelung ist unbefristet und soll so lange beibehalten werden, "bis die Vereinigten Staaten garantieren können, dass die neuen Immigranten der Wohlstand der US-Bevölkerung nicht abziehen", so die von Donald Trump geführte US-Regierung.

"Wir werden sicherstellen, dass die Großzügigkeit der US-Bevölkerung nicht missbraucht wird", verkündete das US-Außenministerium auf X, das zudem vor Kurzem 100.000 Visa annulliert hat, die an Personen vergeben worden waren, "die wegen krimineller Aktivitäten mit der US-Polizei zu tun hatten".

Mit dem Gesetz für Einwanderung und Nationalität können die Vereinigten Staaten die Visavergabe an Personen verweigern, die eine "Belastung" für das Land darstellen könnten. Mit diesem Argument hatte die Trump-Regierung bereits im November 2025 ihre Botschaften und Konsulate angewiesen, auf bestimmte gesundheitliche Bedingungen zu achten wie Fettleibigkeit, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Krebs oder Diabetes. Diese können mögliche Gründe sein, ein Visum abzulehnen.

Einwander*innen als Belastung angesehen

"Das Außenministerium wird seine Datenbefugnis nutzen, um mögliche Immigranten als nicht geeignet anzusehen, die sich zu einer Belastung für die Vereinigten Staaten entwickeln und die Großzügigkeit der US-Bevölkerung ausnutzen könnten", tönte der Sprecher des US-Außenministeriums, Tommy Piggott, in einer Erklärung für den rechten US-Sender Fox News, der als erster über die Maßnahme berichtete.

Zu den 75 betroffenen Staaten gehören aus Südamerika neben Uruguay nur Brasilien und Kolumbien, dazu kommen weitere 14 aus Zentralamerika und der Karibik: Antigua und Barbuda, Bahamas, Barbados, Belize, Kuba, Dominica, Granada, Guatemala, Haiti, Jamaica, Nicaragua, St. Kitts und Nevis, St. Lucia und St. Vincent und die Grenadinen. Der Präsident Uruguays, Yamandú Orsi, traf sich am 15. Januar mit dem US-Botschafter Lou Rinaldi und drückte seine "Besorgnis" über die Entscheidung aus.

Einwanderungsvisa werden von ausländischen Bürger*innen beantragt, die dauerhaft in den USA leben und arbeiten wollen. Um sie zu erhalten, müssen sie generell von einem US Bürger/einer US-Bürgerin, einem legal dort lebenden Anwohner oder einer zukünftigen Arbeitgeberin unterstützt werden.

URL des Artikels:
https://www.npla.de/thema/flucht-migration/keine-einwanderungsvisa-fuer-mehrere-lateinamerikanische-staaten/

Link zum Originalartikel:
https://ladiaria.com.uy/politica/articulo/2026/1/estados-unidos-suspendera-la-emision-de-visas-de-inmigracion-para-ciudadanos-de-75-paises-incluido-uruguay


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Quelle:
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veröffentlicht in der Online-Ausgabe des Schattenblick am 23. Januar 2026

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