Pressemitteilung des Vorstands des Netzwerk Cuba e.V. - 19. Februar 2026
Stopp des tödlichen US-Terrors gegen Cuba
Eine Delegation von Vorstandsmitgliedern des deutschen Netzwerk Cuba ist kürzlich von einem mehrwöchigen Aufenthalt in Kuba voller Eindrücke und der Erfahrung zurückgekehrt, dass die jüngsten staatsterroristischen Aktivitäten des Trump-Regimes für die Menschen in Kuba massivste negative Folgen haben.
Mit der terroristischen Militärattacke gegen Venezuela hat die Trump-Regierung mit den US-Hightech-Spezialeinheiten gewaltsam vor allem die wichtige Ölausfuhr unter Kontrolle gebracht. Dabei war eine wesentliche Absicht von Trump und dem Hardliner Marco Rubio, die Öllieferungen nach Kuba zu blockieren. Und sie drohen nun sogar anderen Staaten mit hohen Strafzöllen, sollten diese wagen, Öl nach Kuba zu liefern.
Dies ist nun der Versuch, Kuba völlig auszuhungern und einen Umsturz zu provozieren. Die Liste von Völkerrechten, Menschenrechten sowie anderen zivilisatorischen Prinzipien, die sie damit verletzen, ist extrem lang. Dabei sind "die Auswirkungen der US-Blockade sehr ernst. Das kubanische Pro-Kopf-Einkommen liegt wahrscheinlich bei einem Drittel oder einem Viertel dessen, was es ohne die Blockade betragen würde", sagte der US-Ökonom Jeffrey Sachs schon vor zwei Jahren.
Das Blockieren von Energie für eine moderne Gesellschaft ist ein Erstickungsvorgang, mit dem immer mehr lebenswichtige Vorgänge gestoppt werden. Ohne Strom können immer mehr alltägliche Basisfunktionen nicht mehr erfüllt werden: zuhause in den Familien, in Kliniken, Schulen, Transporte von Nahrungsmitteln, Güterproduktion, u.v.a.m. Die Vereinten Nationen und etliche Staaten (darunter Spanien) verurteilen diese Politik zulasten der Zivilbevölkerung und sagen vor allem humanitäre Hilfe zu. Aber noch wagt es kein Land, das Nötigste, nämlich Erdöl zu liefern aus Angst vor US- Sanktionen.
Der Vorstand des Netzwerk Cuba hält es für einen Skandal, dass sich die Bundesregierung noch immer nicht eindeutig und deutlich gegen diese neuen barbarischen und kriminellen Maßnahmen der Trump-Regierung ausgesprochen hat. "Wir fordern von Kanzler Merz und seiner Regierung eine klare Verurteilung des US-Terrors gegen Kuba, und eine spürbare Soforthilfe lebenswichtiger Güter für alle Menschen in Kuba." Auch auf internationaler Ebene muss sie energisch dazu beitragen, dass diese Politik des maximalen Drucks auf das kubanische Volk umgehend beendet wird. Kuba ist trotz des extremen Drucks entschlossen, seinen eigenen Weg weiter zu gehen. Dabei ist die kubanische Regierung weiterhin bereit zu Gesprächen mit den USA, allerdings auf Augenhöhe. Der Vorstand betont, Bundesregierung und EU müssten endlich handeln: denn ein US-Präsident, der nach eigener Aussage "kein Völkerrecht braucht", sei eine tödliche Gefahr! Lasst Kuba leben!
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Quelle:
Pressemitteilung vom 19. Februar 2026
Netzwerk Cuba - informationsbüro - e.V.
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E-Mail: info@netzwerk-cuba.de
Internet: https://www.netzwerk-cuba.org/
veröffentlicht in der Online-Ausgabe des Schattenblick am 20. Februar 2026
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