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MELDUNG/374: Deutschland - Wiederaufnahme von Waffenlieferungen nach Israel rechtswidrig


Amnesty International - Pressemitteilung vom 25. November 2025

Deutschland: Wiederaufnahme von Waffenlieferungen nach Israel rechtswidrig


Die deutsche Bundesregierung hat angekündigt, zur Einzelfallprüfung über die Genehmigung von Waffenexporten nach Israel zurückzukehren. Es besteht allerdings weiterhin ein Risiko, dass Waffenexporte nach Israel zu Kriegsverbrechen oder Menschenrechtsverletzungen [1] beitragen.

Julia Duchrow, Generalsekretärin von Amnesty International in Deutschland, kommentiert die Entscheidung der Bundesregierung:

"Die Rückkehr zu Einzelfallprüfungen ist ein völlig falsches Signal. Der Waffenstillstand, der offiziell seit dem 10. Oktober gilt, ist mehr als brüchig, erst am Wochenende hat das israelische Militär zahlreiche Menschen bei Angriffen getötet. Waffenexporte für den Einsatz im Gazastreifen verstoßen weiterhin gegen das Völkerrecht. Die internationale Staatengemeinschaft, auch die Bundesregierung, hat die völkerrechtliche Pflicht, einen Völkermord im Gazastreifen zu verhindern und muss Maßnahmen ergreifen, um diesen zu beenden."


Das Originalstatement ist hier zu finden auf amnesty.org (auf Englisch)
https://www.amnesty.org/en/latest/news/2025/11/germany-arms-transfers-to-israel-reckless-unlawful-and-risks-complicity-in-israels-international-crimes/


Anmerkungen:
[1] https://www.amnesty.de/mitmachen/petition/israel-gaza-genozid-stoppen

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Quelle:
Pressemitteilung vom 25. November 2025
Amnesty International, Sektion der Bundesrepublik Deutschland e.V.
Zinnowitzer Straße 8, 10115 Berlin
Telefon: 030 / 420248-0, Fax: 030 / 420248-488
E-Mail: info@amnesty.de
Internet: www.amnesty.de

veröffentlicht in der Online-Ausgabe des Schattenblick zum 29. November 2025

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