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CHEMIE/360: Zu viel Gift in Feld und Garten (Naturschutz heute)


NATURSCHUTZ heute - Sommer 2022
Mitgliedermagazin des Naturschutzbundes (NABU) e.V.

ARGUMENTE
Zu viel Gift in Feld und Garten
Die verwendeten Mengen sinken, doch die Giftigkeit steigt.

von Ann-Kathrin Marr


Alle lieben die Natur - solange sie wächst, wie wir es wollen. Bunt blühende wiesen sind wunderbar, Giersch und Ackerschachtelhalm im Blumenbeet weniger. was vermeintlicher Pflanzenschutz anrichten kann.

Wenn sich Schnecken im Salat tummeln oder Raupen auf mühsam gezogenen Kohlpflanzen, empfinden viele Hobbygärtner*innen das als feindlichen Angriff. Noch deutlicher wird die zwiespältige Beziehung zur Natur in der Landwirtschaft. Denn unerwünschte Gräser und Kräuter, Pilze oder Insekten können die Ernte deutlich schmälern.

Ob auf dem Acker oder im Garten: Wenn die Natur lästig wird, versprechen chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel eine einfache Lösung. Die darin enthaltenen Substanzen - Pestizide - beseitigen Gräser und Kräuter, Pilze, Insekten oder Viren. 80.042 Tonnen Pflanzenschutzmittel wurden im Jahr 2020 laut Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) in Deutschland verkauft. Damit hat sich die Menge seit den 1990er Jahren kaum verändert.

Revolution auf dem Acker - Als solche Mittel in den 1950er Jahren auf den Markt kamen, war das für die Landwirtschaft revolutionär. Dank der neuen Präparate stieg die Erntemenge deutlich an, Hacke und Pflug wurden vielfach durch Chemie ersetzt. Auch eine weite Fruchtfolge - also der häufige Wechsel zwischen den angebauten Kulturen, der Schädlinge in Schach halten kann - schien nicht mehr so wichtig. Zusammen mit leistungsstärkeren Maschinen und mineralischem Dünger krempelten Pestizide die Landwirtschaft um. So hat sich die durchschnittliche Erntemenge pro Hektar seit Mitte des 20. Jahrhunderts mindestens verdoppelt.

Die weitaus größte Menge an Pflanzenschutzmitteln setzen Landwirt*innen ein. Die Präparate landen auf Äckern mit Getreide, Raps oder Rüben, in Obstplantagen oder Weinbergen. Aber auch im Wald, in Parks und privaten Gärten wird gespritzt. Freizeitgärtner*innen kauften im Jahr 2020 rund 4.600 Tonnen Pflanzenschutzmittel. Das sind fast sechs Prozent der Gesamtmenge hierzulande. Gemessen an der verschwindend geringen Fläche privater Gärten ist das eine erschreckend hohe Zahl - zumal auch besonders giftige Substanzen versprüht werden.

Grobe Anwendungsfehler im Garten - "Am häufigsten setzen Freizeitgärtner*innen Insektizide ein, die bereits in sehr geringen Mengen hochwirksam sind", erläutert Verena Riedl. Sie ist Referentin für Biodiversität und Ökotoxikologie beim NABU. Anders als professionelle Anwender*innen brauchen Privatpersonen keine spezielle Schulung und verwenden die Mittel mitunter auch falsch. Manche Hobbygärtner*innen oder Hausbesitzer*innen spritzen beispielsweise auf befestigten Flächen wie Einfahrten oder Wegen. Weil die Substanzen auf diese Weise leicht in Gewässer oder die Kanalisation geschwemmt werden können, ist das verboten, erklärt Riedl. Viele unterschätzten, wie sehr Natur und Umwelt durch die Mittel gefährdet werden.

Pestizide sind alles andere als harmlos, wie Studien zeigen. Sie beseitigen nicht nur unerwünschte Arten, sondern wirken weit darüber hinaus. Wildpflanzen, Kleinstlebewesen und Insekten, Amphibien und Reptilien, Vögel und sogar Säugetiere: Viele Arten, von der Biene bis zum Wasserfloh, werden beeinträchtigt. Oft wirken die Substanzen nicht unmittelbar, sondern machen der Natur indirekt zu schaffen. Tiere oder Pflanzen, die durch Pestizide geschwächt sind, reagieren dann empfindlicher auf andere Einflüsse wie Hitze, ein geringes Futterangebot oder Parasiten.

80.042 Tonnen Pflanzenschutzmittel wurden im Jahr 2020 laut Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) in Deutschland verkauft.

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Info
Unerwünscht, weg damit...

Pestizide sind Substanzen, die beispielsweise gegen unerwünschte Pflanzen, Pilze, Viren oder Insekten eingesetzt werden. Dazu zählen Herbizide gegen Kräuter und Gräser, Insektizide gegen Insekten und Fungizide, die Pilze beseitigen sollen. Pestizide sind als Wirkstoffe unter anderem in Pflanzenschutzmitteln enthalten. Man unterscheidet zwischen chemisch-synthetischen Pestiziden und Pestiziden natürlicher Herkunft. Zur zweiten Gruppe zählen all jene Substanzen, die in der Natur durch Pflanzen, Tiere oder Mikroorganismen erzeugt werden oder natürlich vorkommen.

Pflanzenschutzmittel sind vor allem in der Land- und Forstwirtschaft verbreitet, werden aber auch in Gärten, Parks oder an Straßenrändern angewendet. Zum Schutz von Nutz- oder Zierpflanzen spritzt man sie auf Flächen und Nutzpflanzen. Saatgut wird oft bereits vor der Anwendung mit Pestiziden behandelt. Im konventionellen Anbau dürfen alle Pflanzenschutzmittel, egal welchen Ursprungs, angewendet werden. Dagegen stehen im ökologischen Anbau nur die Naturstoffe beziehungsweise Pflanzenschutzmittel natürlicher Herkunft zur Verfügung.
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Weniger Nachwuchs - Bei Hummeln beispielsweise wirken sich Neonikotinoide - eine Gruppe von Insektiziden - auf die Fortpflanzung aus. Einer im Fachmagazin Nature veröffentlichten Studie zufolge hatten die Tiere weniger Nachwuchs, wenn sie ihr Futter in der Nähe von behandelten Rapsfeldern suchten. Auch viele andere Sechsbeiner leiden unter Insektiziden. Schon geringe Mengen, die Insekten mit Nektar oder Pollen aufnehmen, können beispielsweise das Immunsystem oder das Orientierungsvermögen beeinträchtigen, so Riedl.

Vögel haben an den Giftstoffen ebenfalls zu knabbern oft im buchstäblichen Sinn, wenn sie beschichtetes Saatgut oder vergiftete Insekten fressen. Mitunter fehlt ihnen auf intensiv bewirtschafteten Feldern und Wiesen auch schlicht die Nahrung. Vor allem Vogelarten, die sich von Insekten ernähren, verschwinden mehr und mehr aus der Agrarlandschaft.

Lücken in der Nahrungskette - Pestizide können auch das Zusammenspiel verschiedener Organismen in Ökosystemen stören. Weil sie das sensible Beziehungsgeflecht durcheinanderbringen, gehen die Bestände einiger Arten zurück. Deutlich wird das am Beispiel der Ackerwildkräuter: Ungefähr ein Drittel der typischen Arten ist heute durch Herbizide gefährdet, heißt es in einem Positionspapier des Fachbeirats nachhaltiger Pflanzenbau des BVL. Wo früher zwanzig bis dreißig verschiedene Wildkräuter wuchsen, sind oft nur noch fünf bis sieben übrig. Vor allem Bestäuber, die auf wenige Pflanzenarten spezialisiert sind, finden nicht mehr genügend Nahrung. Studien zeigen, dass die Bestände solcher Insekten schon drastisch gesunken sind, sagt Riedl.

Rückstände der Substanzen finden sich in Tieren und Pflanzen. Sie können über die Luft transportiert werden, auch wenn umstritten ist, in welchem Ausmaß das geschieht. Nachweisbar sind Pestizide außerdem in der Erde, wo sie kleinste Lebewesen wie Milben und Würmer schädigen können. Einige Substanzen bauen sich sehr langsam ab und finden sich noch Jahrzehnte später im Boden. Mitunter sickern die Substanzen dann in tiefere Bodenschichten und gelangen ins Grundwasser. Bei starken Regenfällen werden sie in Flüsse und Bäche gespült.

Schon geringe Mengen an Insektiziden, die Insekten mit Nektar oder Pollen aufnehmen, können beispielsweise das Immunsystem oder das Orientierungsvermögen beeinträchtigen.

Gewöhnung führt zu höheren Giftmengen - Unter den Giftstoffen leidet daher auch die Artenvielfalt in Gewässern. Insbesondere wirbellose Organismen wie Insektenlarven, Wasserflöhe oder Flohkrebse reagieren empfindlich. Studien zeigen, dass die Zahl solcher Arten durch Herbizide regional deutlich zurückgeht. Ihr Verschwinden wirkt sich wiederum auf Fische, Vögel oder Insekten aus, denen sie als Futter dienen.

Die einstigen Wundermittel belasten nicht nur die Natur, sie werden auch für die Landwirtschaft selbst zum Bumerang. Denn viele Substanzen haben ihre Wirksamkeit durch den häufigen Einsatz verloren. Wenn jahrelang immer wieder derselbe Wirkstoff auf den Acker gelangt, können lästige Gräser, Insekten oder Pilze unempfindlich, also resistent, werden. Auch die insgesamt abnehmende Zahl der Insekten schadet der Landwirtschaft: Denn ein Großteil der Nutzpflanzen ist auf tierische Bestäuber angewiesen. Räuberische Insekten, die Ackerschädlinge in Schach halten, sind vielerorts ebenfalls zurückgegangen.

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Integrierter Pflanzenschutz
So wenig Gift wie möglich

Pestizide dürfen nur das letzte Mittel sein, so sieht es der integrierte Pflanzenschutz vor. Und der ist hierzulande rechtlich vorgeschrieben. Laut Pflanzenschutzgesetz müssen Landwirt*innen chemische Anwendungen auf das notwendige Maß beschränken und vorrangig vorbeugende und nichtchemische Maßnahmen nutzen. Dazu gehören Prognosemodelle, die Hinweise darauf geben, wann die Schädlingszahl auf dem Acker die Ernte gefährdet. Hacken, Pflügen oder die Arbeit mit Nützlingen können ebenfalls Bestandteile des integrierten Pflanzenschutzes sein. Diese Maßnahmen müssten konsequenter umgesetzt werden, sagt NABU-Expertin Verena Riedl und kritisiert, dass für viele Kulturen genaue Vorgaben und Handlungsanweisungen fehlen. Zudem sind die Maßnahmen aufwändig. Ein Modellvorhaben des Julius-Kühn-Instituts mit 27 landwirtschaftlichen Betrieben in ganz Deutschland zeigt: Pestizide einzusparen ist möglich, kostet aber Zeit und Geld. Besonders deutliche Effekte hatte ein konsequentes Monitoring, also die Kontrolle der Äcker auf Schädlinge. Prognosemodelle helfen den Landwirt*innen dabei. Damit der integrierte Pflanzenschutz in der konventionellen Landwirtschaft stärker berücksichtigt wird, brauche es laut Studie mehr unabhängige Berater.

Info: www.NABU.de/JKI
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Man muss stärker auf präventive, nichtchemische Verfahren setzen.

Risikobewertung zu optimistisch - Grenzwerte für unterschiedliche Pestizide sollen sicherstellen, dass die Umwelt keinen Schaden nimmt. Anhand von Messungen wird bestimmt, in welcher Konzentration die Organismen dem Wirkstoff voraussichtlich ausgesetzt sind. Versuche in Laboren und künstlichen Ökosystemen geben außerdem Hinweise darauf, ab welchen Werten die Substanzen Schaden anrichten.

Wissenschaftler*innen kritisieren aber, dass die offiziellen Zahlen die tatsächliche Situation nur unzureichend abbilden. Die Konzentrationen in Gewässern beispielsweise seien oftmals höher, als die verwendeten Modelle nahelegen. Zudem treten die Wirkungen bereits bei geringeren Konzentrationen auf als in der Risikobewertung angenommen, sagt Professor Matthias Liess, Leiter des Bereichs System-Ökotoxikologie am Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung in Leipzig (UFZ). Das hat ein Forschungsteam des UFZ in einem bundesweiten Monitoring herausgefunden.

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Mehr erfahren

Ausführliche Informationen zu Pestiziden, ihrer Wirkungsweise, Gefahren und Alternativen gibt die 56-seitige NABU-Broschüre "Pestizide - eine Einführung. Pflanzenschutzmittel und Biozide".
Download unter www.NABU.de/Pestizide
Papierversion kostenlos beim NABU-Shop
(Bestellnummer NB5551).

Wie das Gärtnern auch ohne Gift gelingt, darüber informiert der NABU unter www.NABU.de/GartenohneGift. Tipps zu robusten Sorten oder der Arbeit mit Nützlingen enthält auch die Broschüre "Gartenlust statt Gartenfrust" des Umweltbundesamtes.
Download: www.NABU.de/UBA-Garten
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Wer spritzt wie viel? - Untersucht wurde die Pestizidkonzentration in Bächen und anderen kleinen Gewässern, die bei offiziellen Beprobungen nicht berücksichtigt werden, weil sie unter einer bestimmten Größe liegen. Das Ergebnis: In 81 Prozent der betrachteten Gewässer waren die Grenzwerte überschritten, teilweise um das Hundertfache. Die Risikobewertung muss realistischer gestaltet werden, so Liess.

Das fordert auch der NABU und mahnt bei der Politik an, die Wirkungsweise von Pestiziden in der Umwelt genauer zu untersuchen. Zudem sollten die Landwirtinnen und Landwirte dazu verpflichtet werden, ihre Anwendungsdaten zu veröffentlichen, sagt NABU-Referentin Verena Riedl. Um Risiken realistisch zu bewerten, müsse man wissen, welche Wirkstoffe wo in welchen Mengen eingesetzt werden.

Ein Umdenken braucht es auch bei den landwirtschaftlichen Methoden. Hier muss man stärker auf präventive, nichtchemische Verfahren setzen, fordert Riedl. Im Ökolandbau, wo nur wenige Pflanzenschutzmittel erlaubt sind, ist das übliche Praxis. Landwirt*innen rücken Gräsern und Kräutern mit der Hacke zu Leibe und wechseln häufiger zwischen den angebauten Ackerkulturen. Außerdem setzen sie gezielt auf Pflanzenarten oder Sorten, die besonders gut an den Standort angepasst und damit weniger anfällig sind.

Landwirtschaft besser beraten - Auch die Arbeit mit nützlichen Insekten kann die Zahl von Schädlingen verringern. Die alternativen Pflanzenschutztechniken sind aber meist aufwändiger, verursachen zusätzliche Kosten und erfordern viel Fachwissen. Der NABU fordert daher, Landwirt*innen durch umfangreiche und kostenlose Beratungsangebote zu unterstützen. Zudem sollten Förderprogramme so ausgestaltet werden, dass es für Landwirtinnen und Landwirte attraktiver wird, auf Pflanzenschutzmittel zu verzichten, sagt Riedl.

In Parks und Privatgärten ist die Sache einfacher: Wo Gemüseanbau vor allem Spaß machen soll, lässt sich problemlos auf Gift verzichten. Und im Blumenbeet steht die Natur sowieso an erster Stelle. Dass sie manchmal anders wächst, als wir uns das vorgestellt haben, macht sie ja gerade so reizvoll.


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Interview

"Es werden längst nicht alle Pestizide in Gewässern erfasst"

Matthias Liess vom Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung spricht über unzureichende Grenzwerte und darüber, warum manche Pestizide übersehen werden.

Herr Professor Liess, Sie forschen zu Pestiziden in Gewässern. Wie stellen die Behörden fest, ob Flüsse oder Seen belastet sind?

Es werden im Allgemeinen nur größere Gewässer mit mindestens zehn Quadratkilometern Einzugsgebiet untersucht, und auch davon nur wenige. Hinzu kommt, dass vor allem Stoffe erfasst werden, die gar nicht mehr zugelassen sind. Für Pestizide, die Landwirte und Landwirtinnen aktuell einsetzen, ist oft noch gar keine Untersuchung vorgeschrieben. Die Mühlen der Behörden mahlen bedauerlicherweise langsam.

Wie oft nehmen die zuständigen Stellen denn Wasserproben?

Vorgeschrieben ist das einmal im Monat, was problematisch ist. Denn Pestizide werden vor allem während starker Niederschläge in die Gewässer eingetragen, ungefähr drei- bis viermal im Jahr. Um realistische Werte zu erhalten, müsste man genau dann rausfahren und Proben nehmen. Bei Regenwetter werden das die wenigsten machen. Zu anderen Zeitpunkten sind die Pestizidkonzentrationen aber um ein Vielfaches geringer. Die erhobenen Daten sind die Basis für Modellierungen, die Auskunft über die Wirkstoffkonzentrationen in den Gewässern geben sollen.

Wie wird erfasst, ob Pestizide bestimmten Tieren oder Pflanzen schaden?

Das wird in Laborversuchen und durch künstliche Ökosysteme simuliert. Aufgrund dieser Untersuchungen werden Grenzwerte bestimmt, unterhalb derer die Konzentrationen nicht mehr schädlich sind. Wir sehen aber, dass es im Freiland schon bei deutlich geringeren Konzentrationen Wirkungen gibt. Die Lebensgemeinschaften im Freiland reagieren viel empfindlicher als die in künstlichen Testsystemen. Denn sie sind durch andere Faktoren gestresst, zum Beispiel durch Hitze oder hohe Nährstoffkonzentrationen im Wasser.

Wie müsste man die Bewertung verändern?

Die Modellierungen des Pestizidaustrages müssen anhand von Messungen überprüft werden - und zwar nicht nur in größeren Gewässern. Auch die tolerierbaren Grenzwerte müssen überprüft werden, anhand der tatsächlichen Wirkungen im Freiland. Das ist nicht ganz einfach, weil man da sehr viele Gewässer und Faktoren untersuchen muss. Aber man muss es wenigstens stichprobenartig machen, um sagen zu können, ob die derzeitige Bewertung zutreffend ist.


Bildunterschriften der im Schattenblick nicht veröffentlichten Abbildungen der Originalpublikation:
  • Freizeitgärtner*innen kauften im Jahr 2020 rund 4.600 Tonnen Pflanzenschutzmittel. Eine erschreckend hohe Zahl.
  • Im Garten sollte man vor allem auf natürliche Schädlingsbekämpfer wie diesen Veränderlichen Marienkäfer setzen.
  • Vögel nehmen Giftstoffe ebenfalls auf, wenn sie beschichtetes Saatgut oder vergiftete Insekten fressen.
  • Auch im Ökolandbau müssen auf den Äckern unerwünschte Kräuter in Grenzen gehalten werden. Alternativen zum Gifteinsatz sind mechanische Methoden wie das Striegeln.
  • Die Erdhummel-Idylle trügt: Im kommerziellen Obstanbau wird besonders häufig Gift ausgebracht.

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Quelle:
Naturschutz heute - Sommer 2022, Seite 38-42
Verlag: Naturschutz heute, 10108 Berlin
Hausanschrift: Charitéstraße 3, 10117 Berlin
Tel.: 030/284984-1958, Fax: 030/284984-3958
E-Mail: Naturschutz.heute@NABU.de
Internet: www.naturschutz-heute.de
Herausgeber: NABU, 10108 Berlin
Tel.: 030/284984-0, Fax: 030/284984-2000
E-Mail: NABU@NABU.de
Internet: www.NABU.de
 
"Naturschutz heute" ist das Mitgliedermagazin
des Naturschutzbundes Deutschland (NABU) e.V.
und erscheint vierteljährlich. Für Mitglieder
ist der Bezug im Jahresbeitrag enthalten.

veröffentlicht in der Online-Ausgabe des Schattenblick zum 2. Juli 2022

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