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TIERMORD/003: Menschheitsfluch Tierversuch - aufmarschiert und demonstriert ... (Kampagne LPT-Schließen)


Pressemitteilung der Kampagne LPT-Schließen vom 11. Oktober 2014

700 AktivistInnen demonstrieren kraftvoll gegen LPT-Tierversuchslabor in Hamburg-Neugraben

Laborgelände von einigen Demonstrierenden gestürmt



Am Samstag, den 11.10. demonstrierten 700 Menschen gegen Tierversuche beim Hamburger Unternehmen LPT und forderten ein sofortiges Ende der Experimente an Tieren. Ein Demonstrationszug führte vom Marktplatz Neugraben zum LPT-Hauptsitz am Redderweg. Vor dem Labor verschafften sich etwa ein Dutzend AktivistInnen Zugang zum Laborgelände. LPT ist seit geraumer Zeit Fokus einer entschlossenen Kampagne von TierrechtlerInnen.


Bisher größte Protestveranstaltung gegen Tierversuche durch LPT

Am Samstag Mittag füllte sich die Marktpassage in Neugraben. 700 TierversuchsgegnerInnen und TierrechtlerInnen sind zusammen gekommen, um für die Befreiung der Tiere und gegen Tierversuche zu demonstrieren. Ihr Ziel: der Hauptsitz des Hamburger Unternehmens LPT am Redderweg. Auf Transparenten und Protestschildern forderten sie "Tierversuche bei LPT stoppen" oder "Für die Befreiung der Tiere". Auch vor dem Labor inmitten einer beschaulichen Einfamilienhaus-Siedlung zeigten sich die AktivistInnen entschlossen. Unmittelbar vor dem Zugangstor skandierten sie lautstark "Stoppt Tierversuche, schließt LPT". Zunächst warfen viele TeilnehmerInnen Papierflieger mit Botschaften gegen Tierversuche über den Laborzaun. Später verschafften sich einige Demonstrierende trotz Stacheldraht und Umzäunung Zugang zum Gelände, um auch dort zu protestieren. Hierzu Pressesprecherin Martina Kunze: "Man sieht, die Leute sind wütend. Sie wollen nicht länger tatenlos zusehen, wie bei LPT tausende Tiere ermordet werden." Die TeilnehmerInnen riefen ohne Unterbrechung und lautstark Parolen wie "Tiere raus - raus aus den Laboren!" und "LPT - Tiermörder". Eine Hundertschaft der Polizei sicherte das Gelände daraufhin ab.

Die Versammlungsleitung entschloss sich dazu, die Demonstration kurzzeitig aufzulösen, um die Stimmung zu beruhigen. Die kurz daraufhin angemeldete Spontandemonstration führte auf der ursprünglich geplanten Route weiter. Die mittlerweile eingesetzte Bereitschaftspolizei begleitete den friedlichen, aber entschlossenen Demonstrationszug bis zum S-Bahnhof Neuwiedenthal.

Martina Kunze, Pressesprecherin der Kampagne, bewertet die Demonstration als Erfolg: "Die Demo war ein deutliches Signal an LPT: Wer von Tierversuchen profitiert, sieht sich entschlossenen Protesten ausgesetzt. Wir freuen uns insbesondere, dass heute auch viele Menschen aus dem ganzen Bundesgebiet ihren Unmut über die Gewalt an Tieren auf die Straße getragen haben."

Weitere Informationen:
www.lpt-schliessen.org


Proteste im Rahmen der Kampagne LPT-Schließen

LPT führt an mehreren Standorten Versuche u.a. an Mäusen, Ratten, Hunden und Affen durch. Kein Tier verlässt die Labors von LPT lebend. Auftraggeber sind namhafte Unternehmen, darunter auch die Firma Merz, Hersteller des Schönheitspräparats Botox. "LPT steht beispielhaft für die Gewalt gegen Tiere in unserer Gesellschaft. Tiere werden als bloße Ressourcen und Waren betrachtet. Doch kein Tier lässt sich freiwillig einsperren oder töten. Tierausbeutung ist immer mit Gewalt verbunden", verdeutlicht Martina Kunze das Anliegen der Kampagne.

Seit 2013 haben sich die Proteste gegen das Unternehmen intensiviert. 350 Menschen beteiligten sich an der Auftaktdemo der Kampagne LPT-Schließen, seither gab es vielfältige Aktionen darunter eine mehrtägige Mahnwache, einen Laternenumzug und regelmäßige Kundgebungen in Neugraben und Mienenbüttel. Viele weitere AktivistInnen und Initiativen demonstrieren ebenfalls vor den Toren der Versuchslabore. Für Dienstag, den 14.10. hat die Tierrechtsinitiative Hamburg eine Protestveranstaltung in Mienenbüttel, einem weiteren Standort von LPT, angekündigt. Am 23.10. protestieren die AktivistInnen der Aktionsgruppe Nord wieder in Neugraben.

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Quelle:
Kampagne LPT-Schließen
E-Mail: info@lpt-schliessen.org
Internet: www.lpt-schliessen.org


veröffentlicht im Schattenblick zum 12. Oktober 2014