Schattenblick →INFOPOOL →TIERE → FAKTEN

HAUSTIER/177: Tips für eine stressfreies Weihnachten für Mensch und Tier (TSB)


Pressemitteilung des Deutschen Tierschutzbundes - 18. Dezember 2013

Stressfreie Weihnachten für Mensch und Tier - Tipps des Deutschen Tierschutzbundes



Die Weihnachtszeit ist nicht nur für Kinder aufregend, sondern auch für Haustiere: Weihnachtsbaum, Geschenkpapier, Lametta und Leckereien von der Festtafel sind Verlockung und Gefahr zugleich. Der Deutsche Tierschutzbund hat Tipps zusammengestellt, wie Weihnachten für Mensch und Tier stressfrei bleibt. So sollten Tierbesitzer vorher gut überlegen, ob z.B. ihr Hund mit auf eine Feier kommt. Falls er doch zuhause bleibt, ist Sorge zu tragen, dass er nicht an Reste der Speisetafel kommt oder am Weihnachtschmuck knabbert. Kommt Besuch, sollte man z.B. Kindern zeigen, wie man sich im Umgang mit den Tieren richtig verhält: so reagieren beispielsweise Meerschweinchen auf das Hochheben mit viel Stress und Panik. Viele Menschen wollen ihren geliebten Tieren zu Weihnachten eine Freude bereiten. Oft auch mit speziellen Leckereien. Kleintiere vertragen allerdings keine spontanen Futterumstellungen, daher sollten Tierhalter den gewohnten Speiseplan beibehalten. Meerschweinchen freuen sich aber über zusätzlichen, Vitamin-C haltigen Brokkoli oder jetzt im Winter über ein wenig Chicorée. Sind die Tiere nicht daran gewöhnt, sollten nur geringe Mengen verfüttert werden. Über fettreichere Leckerlies, wie unbehandelte Nüsse, freuen sich Goldhamster. Jedoch sollten diese nur in Maßen verfüttert werden. Brot, Gebäck, Essensreste und Süßigkeiten sind dagegen völlig ungeeignet. Auch Hunde und Katzen sollten keine gewürzten Speisen bekommen. Verletzungsgefahr droht bei splitternden Geflügelknochen oder Fischgräten. Gar giftig ist für die Tiere Schokolade. Schon eine geringe Menge des in der Kakaobohne enthaltenen Wirkstoffs Theobromin kann zu schweren Vergiftungserscheinungen führen.


Weihnachtliche Gefahrenquellen

Eine mögliche Gefahrenquelle sind Pflanzen wie Amaryllis, Weihnachtsstern, Stechpalmen, Christrosen oder Misteln. Diese enthalten für Haustiere giftige Substanzen und sollten daher außer Reichweite stehen. Ein Weihnachtsbaum fasziniert vor allem Katzen und Hunde. Steht er mitten im Raum, kommt es häufig zu Unfällen, weil Tiere den Baum anspringen und eventuell auch umstoßen können. Am besten ist es, den Baum in eine Ecke zu stellen und gut zu befestigen. Baumschmuck aus Naturmaterialien (Stroh, Holz) ist ungefährlicher als bleihaltiges Lametta und leicht zerbrechliche Glaskugeln. Zudem sollte darauf geachtet werden, dass der Baumschmuck nicht verschluckt werden kann. Eine LED-Lichterkette ist besser als Wachskerzen, um Bränden vorzubeugen. Auf Duftöle und Schneespray sollten Tierhalter wegen giftiger Inhaltstoffe verzichten, denn Haustiere lecken durchaus daran.

*

Quelle:
Pressemitteilung des Deutschen Tierschutzbundes e.V.
vom 18. Dezember 2013
Herausgeber: Deutscher Tierschutzbund e.V., Bundesgeschäftsstelle
Baumschulallee 15, 53115 Bonn
Telefon: 0228/60496-24, Telefax: 0228/60496-41
E-Mail: presse@tierschutzbund.de
Internet: www.tierschutzbund.de


veröffentlicht im Schattenblick zum 20. Dezember 2013