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GASTSPIEL/344: Bremen - "Kosa La Vita - Kriegsverbrechen", 20. und 21.10.2018


Theater Bremen

Gastspiel: "Kosa La Vita - Kriegsverbrechen"


Haben zwei Ruander von Deutschland aus per SMS und E-Mail einen grausamen Krieg im Ostkongo befehligt? Sind sie verantwortlich für Massaker und Vergewaltigungen, die dort von einer Miliz begangen wurden? Versteckte sich hinter der Fassade des gläubigen Familienvaters ein "Warlord" in Baden-Württemberg? Vier Jahre lang wurden diese Fragen in einem zermürbenden Prozess vor Gericht in Stuttgart verhandelt. Dolmetscher stritten mit den Angeklagten über Übersetzungsdetails, desertierte Kämpfer wurden eingeflogen, anonyme Opferzeugen wurden per Livevideo befragt - ein Präzedenzfall, der selbst die Richter*innen an ihrer Aufgabe zweifeln ließ. Ist es legitim, dass sie über Kriegsverbrechen im Ostkongo urteilen? Lässt sich die Wahrheit über einen 6000 Kilometer entfernten Konflikt von einem deutschen Gerichtssaal aus ergründen? Ist den Opfern damit geholfen?

"Kosa La Vita - Kriegsverbrechen" untersucht die Grenzen der globalen Rechtsprechung mit den Mitteln des dokumentarischen Musiktheaters. Der von den beiden Kompanien Flinn Works und Quartett Plus erarbeitete Abend wird nach seiner Premiere Ende September in den Sophiensaelen Berlin nun auch zwei Mal am Theater Bremen zu sehen sein. Hervorgegangen aus der Forschungsresidenz "flausen - young artists in residence" forscht die Gruppe um den, dem Theater Bremen verbundenen Regisseur Konradin Kunze und um Ensemblemitglied Simon Zigah seit fünf Jahren an einer neuen Form des dokumentarischen Musiktheaters. Mit Streichinstrumenten und Gerichtsdokumenten erzeugen fünf Performer*innen ein fragmentarisches Echo der Beweisaufnahme: Den Lärm der Zerstörung, stotternde Funksprüche, Paragrafengesänge und die Stille der Opfer.

"Kosa La Vita - Kriegsverbrechen" wird am Samstag, dem 20. Oktober, um 20 Uhr und am Sonntag, dem 21. Oktober, um 18.30 Uhr im Kleinen Haus zu sehen sein.

KONZEPT & KÜNSTLERISCHE LEITUNG Flinn Works & Quartett
PLUS 1 PERFORMANCE Konradin Kunze, Simon Zigah, Katharina Pfänder (Violine), Lisa Stepf (Violoncello), Kathrina Hülsmann (Viola)
REGIE Sophia Stepf
KOMPOSITION Matthias Schubert
KOSTÜM Tatjana Kautsch
REGIEASSISTENZ Annekatrin Utke TECHNIK: Gijs Wisse
KOMPANIEMANAGEMENT Helena Tsiflidis

Sophiensaele Berlin: Premiere 24.9. - 19.30 Uhr / 25.9. - 19.30 Uhr
Theater Bremen: 20.10. - 20.00 Uhr / 21.10. - 18.30 Uhr
Staatstheater Kassel: 23.10. und 24.10. - 20.15 Uhr
Theaterhaus Hildesheim: 29.10.2018 (11 Uhr und 19.30 Uhr)

Eine Produktion von Flinn Works und Quartett PLUS 1 / Das ist erst der Anfang e.V. in Koproduktion mit Sophiensaele Berlin und Theater Bremen.

Gefördert durch die Senatsverwaltung für Kultur und Europa des Landes Berlin, die Stiftung Niedersachsen, das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur, die Niedersächsische Sparkassenstiftung und die Sparkasse Hildesheim Goslar Peine, das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst, das Kulturamt der Stadt Kassel, die Bürgerstiftung Hildesheim, die Friedrich Weinhagen Stiftung und die Gerhard-Fieseler-Stiftung. Das Projekt wurde ermöglicht durch flausen-young artists in residence ein Stipendien-Modellprojekt vom theater wrede +.

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Quelle:
Theater Bremen
Goetheplatz 1-3, 28203 Bremen
Theaterkasse Tel. 0421/3653-333
oder online tickets.theaterbremen.de
Internet: www.theaterbremen.de


veröffentlicht im Schattenblick zum 11. Oktober 2018

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