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VERBAND/027: 100 Jahre Deutscher Hockey-Bund - "Leuchtturm im deutschen Sport" (DOSB)


DOSB-Presse Nr. 13-14 / 30. März 2010
Der Artikel- und Informationsdienst des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB)

100 Jahre Deutscher Hockey-Bund - "Leuchtturm im deutschen Sport"

Von Uli Meyer


(DOSB PRESSE) Im großen Festsaal des Hamburger Rathauses hat der Deutsche Hockey-Bund am vorigen Freitag, 26. März 2010, sein 100-jähriges Bestehen gefeiert. Auf den Tag genau vor einem Jahrhundert war in Hamburg mit dem ersten ordentlichen Bundestag der DHB offiziell konstituiert worden, drei Monate zuvor, am 31. Dezember 1909, hatten die Vertreter von fünf Hockeyclubs in Bonn den Verband gegründet. Zum Geburtstag gratulierte auch Thomas Bach, der Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB). "Der Deutsche Hockey-Bund ist ein Leuchtturm im deutschen Sport", sagte er in Hamburg. Mehr als 300 geladene Gäste aus Politik, Kultur und Sport wohnten der Feierstunde bei, zu der Hamburgs Senatorin für Kultur und Sport, Prof. Karin von Welck, und der DHB eingeladen hatten. "Hamburg als Hockey-Hochburg hat auch ein klein wenig zum Erfolg des deutschen Hockeysports beitragen dürfen", sagte von Welck. "Schon 1898 wurde an der Elbe der erste offizielle Verein in Deutschland gegründet, der 1. Hamburger Hockey Club, der 1901 in den Uhlenhorster Hockey-Club überging. Heute hat der Hamburger Hockeyverband deutlich über 8.000 Mitglieder. In den Feld- und Hallenligen sind traditionell viele Hamburger Clubs vertreten, die regelmäßig nationale und internationale Titel in die Stadt holen."

Bundesinnenminister Thomas de Maizière nannte Hockey in seiner Festansprache "die erfolg-reichste deutsche Mannschaftssportart". Hier dürfe "nur auf höchstem Niveau geklagt" werden, wenn zum Beispiel die Männer-Nationalmannschaft vor wenigen Wochen in Indien mit der jüngsten Mannschaft unter zwölf Teilnehmern "nur" Weltmeisterschafts-Zweiter wurde, anstatt zum dritten Mal in Folge den WM-Titel zu gewinnen. "Andere wären froh, überhaupt einmal in diesen Bereich vorstoßen zu können", so de Maizière, der die Nachhaltigkeit der DHB-Arbeit, immer wieder Talente bis zum Weltniveau zu entwickeln, als Garant für die steten Erfolge des deutschen Hockeys hervorhob. Dabei stehe Hockey, betonte der Innenminister, wie kaum eine andere Disziplin für die klassischen sportlichen Werte wie Fairness, Disziplin und vor allem großen Teamgeist. "Sie werden beim Hockey in einer ganz besonderen Weise gelebt. Man spricht nicht umsonst von der 'Hockeyfamilie'", sagte Thomas de Maizière.

Thomas Bach betonte, dass man im Hockey "richtige Typen des modernen Sportlers" sehe, die einerseits mit größtem Ehrgeiz den sportlichen Erfolg unter Beachtung der Regeln und der Fairness suchten, andererseits aber auch unverkrampft ihren Sport betrieben, weil er nicht der alleinige Lebensmittelpunkt sei, sondern daneben auch Studium und Berufsausbildung vorbildlich vorangetrieben würden. Den DHB pries der DOSB-Präsident dafür, dass er "wertkonservativ" sei, zugleich aber "mit klugen Strukturen fortschrittlich in die Zukunft" schaue, ohne sich der Selbstzufriedenheit hinzugeben, obwohl dazu angesichts der vielen sportlichen Erfolge (vier Olympiasiege, 13 Weltmeister- und 51 Europameistertitel in verschiedenen Altersklassen)"eigentlich Anlass genug wäre". Als Vizepräsident des Internationalen Olympischen Komitees erfreute Bach die Hockeyvertreter, allen voran den anwesenden spanischen Weltverbandspräsidenten Leandro Negre, mit der Aussage: "Hockey ist ein Juwel im Programm der Olympischen Spiele und wird dies auch noch lange, lange bleiben."

Stephan Abel, seit fünf Jahren Präsident des Hockey-Bundes, bedankte sich für die zahlreichen Glückwünsche und nutzte seine Ansprache zum Blick in die Zukunft. Der Kölner nannte die Vergrößerung des Mitgliederbestandes von derzeit rund 75.000 in 375 Hockeyvereinen auf 100.000 Mitglieder innerhalb der kommenden zehn Jahre als eines der Kernziele des DHB. Dazu gehöre auch der Erhalt der hohen Leistungsfähigkeit der DHB-Nationalteams in der vorderen Weltspitze und die damit verbundene Förderung der Talente. Der Verband haben seine Erfolge stets "ohne Skandale und ohne Dopingprobleme" erreicht, "und das wird auch in Zukunft so sein", versprach Abel. Alle Gästen der Hamburger Veranstaltung erhielten die zum Verbandsjubiläum erstellte Festschrift "100 Jahre Deutscher Hockey-Bund".


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Quelle:
DOSB-Presse Nr. 13-14 / 30. März 2010, S. 22
Der Artikel- und Informationsdienst des
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veröffentlicht im Schattenblick zum 8. April 2010