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VERBAND/024: "Frauen an die Spitze" - deutscher Fechter-Bund als Vorreiter (DOSB)


DOSB-Presse Nr. 46 / 10. November 2009
Der Artikel- und Informationsdienst des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB)

Der Deutsche Fechter-Bund als Vorreiter
Erfolgreicher Start des Workshops "Frauen an die Spitze"- Führungstalente finden und begleiten" in Paderborn


(DOSB PRESSE) Im Rahmen der Kampagne "Frauen gewinnen" hat die Vizepräsidentin des Deutschen Fechter-Bundes (DFB), Margit Budde, den ersten von drei Workshops für Nachwuchs-Führungstalente initiiert. Das Programm vom 30. Oktober bis 1. November im Ahorn Sport- und Freizeit-Club in Paderborn war vielfältig. Zum Auftakt 3.000 Schritte mit Ex-Zehnkampf-Weltrekordler und Olympia-Medaillengewinner Kurt Bendlin rund um die Ahorn-Sportanlage; dann "Schritt für Schritt zur Spitze" im Gedankenaustausch mit der Vizepräsidentin Frauen und Gleichstellung, des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), Ilse Ridder-Melchers, die positiv überrascht war von den engagierten Mädchen und Frauen. Außerdem konnten die 20 aus ganz Deutschland angereisten Teilnehmerinnen "Netzwerk stricken" mit der bayrischen Fechtverbandspräsidentin Martina Radl und "Kraft zum Führen" tanken im zentralen Seminar mit Coaching-Spezialistin Renate Irena Mahr.

Mit dem "Nachwuchstalente-Workshop" ist der Fechtverband wieder einmal ganz vorn in der Umsetzung einer Kampagne des DOSB. Das Erfahrungsspektrum der Teilnehmerinnen reichte von der 16-jährigen Schülerin, die "gerne mitarbeiten, aber sich erst noch einmal orientieren und ausprobieren" möchte über junge Frauen, die bereits erste Führungserfahrungen gemacht haben und sich durchaus vorstellen können, nächste Schritte zu gehen, bis hin zu gestandenen und erfolgreichen Sportfunktionärinnen wie Gertrud Peters, Präsidentin des Westfälischen Fechter-Bundes, die als Mentorin den Nachwuchskräften zur Seite steht. Angereist war auch Ira Ziegler, Vorsitzende des Fachbereichs Rollstuhlfechten im Deutschen Rollstuhl-Sportverband. Die Themen des Workshops, eigene Motive für ein Engagement in Vereinen und Verbänden zu erforschen und für sich Antworten auf die Fragen nach der persönlichen Wertigkeit von bisherigen und zukünftigen Engagements zu finden, bewerteten die Teilnehmerinnen einhellig positiv. Sie warben für eine Fortsetzung. In den Referaten und Diskussionen wurde bestätigt, dass Führungspositionen selten "in den Schoß fallen" fallen, sondern in der Regel das Ergebnis von Engagement und Kompetenz sind. Über mögliche Gründe, warum Frauen in Führungspositionen im Sport unterrepräsentiert sind, wurde ebenso diskutiert wie über Strategien, wie das verändert werden könnte.

Die Absicht der Veranstaltung, von DFB-Projektleiterin Frauen Hannelies Szlapka und dem DFB- Breitensportreferenten Hans-Herbert Bents organisiert, war es, künftige Verantwortliche durch eine intensive Begleitung durch erfahrene "Mentorinnen" mit den Aufgaben vertraut zu machen und sie auf entstehende Probleme vorzubereiten. Die weiteren Veranstaltungen des Projekts sind auch darauf gerichtet, sich "auszuprobieren". Ein konkret sichtbares Ergebnis wollen die Frauen und Mädchen mit dem Angebot der Organisation eines besonderen Events im Rahmen der Fecht-Europameisterschaften im Juli 2010 in Leipzig präsentieren.


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Quelle:
DOSB-Presse Nr. 46 / 10. November 2009, S. 6
Der Artikel- und Informationsdienst des
Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB)
Herausgeber: Deutscher Olympischer Sportbund
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veröffentlicht im Schattenblick zum 25. November 2009