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PROJEKT/069: Programm "Integration durch Sport" - Folge 12 (DOSB)


DOSB Presse - Der Artikel- und Informationsdienst
des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB)

Programm "Integration durch Sport": Beispiele aus der Vereinspraxis (Folge 12)

Heute: Das Projekt "Sport am Nachmittag"


Das Programm "Integration durch Sport" ist ein bundesweit durchgeführtes Projekt des Deutschen Olympischen Sportbundes und seiner Mitgliedsorganisationen. Unterstützt wird das Programm vom Bundesministerium des Innern und dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge und richtet sich an Menschen mit Migrationshintergrund. In den kommenden Wochen stellen wir jeweils ein Good-Practice Beispiel, heute das Projekt "Sport am Nachmittag" aus Hamburg, aus den Landessportbünden und Landessportjugenden vor.


Über den "Sport am Nachmittag" zum Erfolgserlebnis

Hamburgs Stadtteil Wilhelmsburg hat vieles zu bieten - vor allem auch eine Vielzahl an Menschen aus den unterschiedlichsten Herkunftsländern. Diese Vielfalt spiegelt sich auch in den Schulen wieder. Bei weit über 50 % liegt der Anteil der Kinder die einen Migrationshintergrund aufweisen.

Das Projekt "Sport am Nachmittag" wird in Wilhelmsburg in Zusammenarbeit mit drei Grundschulen durchgeführt. Direkt nach dem Unterricht treffen sich die interessierten Schülerinnen und Schüler einmal in der Woche in der Turnhalle. Kinder der vierten Klasse aus den unterschiedlichsten Ländern kommen dadurch zusammen, um sich an verschiedenen Sportarten auszuprobieren und diese zu erlernen. Neben der Bewegung wird eine spielerische Sprachförderung im bewegungsorientierten Teil angeboten. Dennoch soll die zusätzliche Unterrichtsstunde vor allem Eines bringen - Spaß und Freude an der Bewegung.

Durch die direkte Angliederung der Sportstunde an den Unterricht erhält diese einen verbindlichen Charakter. Gleichzeitig verliert es aber über die Gestaltung der Stunden nicht seine Intention von Spaß und Motivation. Auf diese Weise kann eine erzieherische Funktion auf spielerische Weise aufrecht erhalten werden.

Die Initiative für das Projekt kam aus dem Programm "Integration durch Sport". Programmmitarbeiter Michael Jankowsky hat das Projekt mit aufgebaut: "Kinder sind bei diesem Projekt in einer kleineren Gruppe, als sie es aus dem Unterricht gewöhnt sind. Daher können wir individueller auf die Wünsche und das Können der Kinder eingehen. Viele kommen daher schnell zu einem Erfolgserlebnis, das sie im normalen Schulalltag niemals erfahren. Diese positiven Erlebnisse fördern somit auch den Integrationsprozess."

Gerade die Kinder aus den Grundschulen sind in einem Alter, in dem sie noch beeinflussbar sind. Über das Nachmittagsangebot in den Schulen lernen sie bereits frühzeitig ihre Freizeit sinnvoll zu gestallten und sich auch außerhalb des Schulunterrichts mit Kindern anderer Herkunftsländer auseinanderzusetzen.

Über die Schule als Kooperationspartner kann darüber hinaus am leichtesten und schnellsten der Kontakt zu den Kindern und Jugendlichen im Stadtteil hergestellt werden und alle Gruppen können erreicht werden. Soziales Lernen und gemeinschaftliches Miteinander sollen über den Angebotsinhalt frühzeitig gefördert werden.

Weitere Informationen über das Programm "Integration durch Sport" unter
www.integration-durch-sport.de.


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Quelle:
DOSB-Presse Nr. 37 vom 10. September 2007, DOKUMENTATION VIII
Der Artikel- und Informationsdienst des
Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB)
Herausgeber: Deutscher Olympischer Sportbund
Otto-Fleck-Schneise 12, 60528 Frankfurt/M.
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E-Mail: presse@dosb.de
Internet: www.dosb.de


veröffentlicht im Schattenblick zum 28. September 2007