Schattenblick → INFOPOOL → SPORT → FAKTEN


MELDUNG/292: Landessportbund Berlin kritisiert Zeitplan für Räumung der Sporthallen-Notunterkünfte (DOSB)


DOSB-Presse Nr. 16 / 19. April 2016
Der Artikel- und Informationsdienst des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB)

LSB Berlin kritisiert Zeitplan für Räumung der Sporthallen-Notunterkünfte


(DOSB-PRESSE) Klaus Böger, der Präsident des Landessportbundes (LSB) Berlin, hat das an diesem Dienstag (19. April) vorgestellte Räumungskonzept des Senats zum Freizug der Sport-hallen-Notunterkünfte für Flüchtlinge als ersten Schritt in die richtige Richtung begrüßt. "Es ist überfällig", sagte er, "dass das Horst-Korber-Sportzentrum mit der Rudolf-Harbig-Halle im Mai freigezogen wird. Allerdings ist der geplante Zeitraum für den Freizug und die Sanierung aller Sporthallen bis Sommer 2017 nicht zu akzeptieren. Berlin macht sich damit zum Schlusslicht." Es sei unvertretbar, dass Kindern und Jugendlichen für ein weiteres Jahr die Sportmöglichkeiten entzogen werden, erklärte Böger in einer Mitteilung des LSB. "Die als Voraussetzung für den Freizug genannten 2000 freien Unterkunftsplätze können an anderen Standorten vorgehalten werden. Es müssen nicht zwingend Sporthallen sein." Wichtig sei ebenso, dass nach dem Freizug der Hallen ohne Zeitverzug mit der Schadensfeststellung und der Sanierung der Hallen mit Hilfe von vereinfachten Ausschreibungs- und Vergabeverfahren begonnen werde.

Seit September 2015 wurden in Berlin 62 Sporthallen für die Unterbringung von Flüchtlingen sichergestellt. Von den Folgen sind bis heute rund 100 Sportvereine betroffen. Folgen für die Vereine sind u. a. Ausfall von Sportangeboten und Mitgliederaustritte, Mietkosten für Ersatzräumlichkeiten, Transport- und Lagerkosten für Sportgeräte sowie Mehraufwand für die ehrenamtlichen Mitarbeiter in den Vereinen. Dennoch organisieren immer mehr Vereine mit Unterstützung des LSB Sport- und Bewegungsangebote für Flüchtlinge. Böger: "Die Sportvereine wollen auch weiterhin Integrations- und Sportangebote für Flüchtlinge bereitstellen."

*

Quelle:
DOSB-Presse Nr. 16 / 19. April 2016, S. 15
Der Artikel- und Informationsdienst des
Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB)
Herausgeber: Deutscher Olympischer Sportbund
Otto-Fleck-Schneise 12, 60528 Frankfurt/M.
Telefon: 069/67 00-236
E-Mail: presse@dosb.de
Internet: www.dosb.de


veröffentlicht im Schattenblick zum 30. April 2016

Zur Tagesausgabe / Zum Seitenanfang