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FÖRDERUNG/106: Eliteschulen - "Es geht auch um Leistungs- und Persönlichkeitsentfaltung" (DOSB)


DOSB-Presse Nr. 48 / 24. November 2009
Der Artikel- und Informationsdienst des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB)

"Es geht auch um Leistungs- und Persönlichkeitsentfaltung"

DOSB-Präsident Bach und Vizepräsident Gienger besuchen die Eliteschule des Sports in Oberwiesenthal


(DOSB PRESSE) Bei einem Besuch der Eliteschule des Sports in Oberwiesenthal hat sich der Präsident des Deutschen Olympischen Sportbunds (DOSB) Thomas Bach dafür ausgesprochen, bei der Förderung junger Athleten neben der sportlichen auch die charakterliche Bildung zu betonen. Es gebe "ein Leben nach dem Sport", sagte Bach: "Es geht nicht nur um Leistungs-, sondern auch um Persönlichkeitsentfaltung. Zu einem wahren Olympia-Champion gehört auch die Persönlichkeitsentwicklung außerhalb der Sportstätte."

Der DOSB setzt hierbei auf das Konzept der "Dualen Karriere", das Athleten während ihrer sportlichen Laufbahn Angebote für einen einfacheren Übergang vom Sport in das Berufsleben unterbreitet. Das System der Eliteschulen des Sports vereinbart Schule oder Berufsausbildung und Training, damit weder Bildung noch sportliche Förderung der zukünftigen Spitzenathleten zu kurz kommen. Bach lobte ausdrücklich die Atmosphäre in Oberwiesenthal: "Hier sieht man, wie sich alle Beteiligten - Trainer, Übungsleiter, Lehrer, Erzieher, Förderer und Sponsoren - um Sportler und Sportlerinnen kümmern, sich mit ihnen und ihren sportlichen und schulischen Leistungen identifizieren. Hier habe ich ein gutes Gefühl vom Sport im besten Sinne." Zuvor hatten Bach, der DOSB-Vizepräsident Leistungssport Eberhard Gienger, der Landrat des Erzgebirgskreises Frank Vogel, das geschäftsführende Vorstandsmitglied des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes, Werner Netzel, und der Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Erzgebirge, Roland Manz, die Schule im Rahmen des Tages der offenen Tür besichtigt. Die Sparkassen-Finanzgruppe unterstützt die Eliteschulen des Sports seit der Gründung dieses Systems 1997 als Hauptförderer. Werner Netzel betonte, dass das Förderkonzept nachhaltig angelegt sei: "Die Unterstützung von Nachwuchsathleten spielt für das Engagement der Sparkassen im Sport eine besonders große Rolle, deshalb ist unsere Partnerschaft langfristig. Wir begleiten so Talente auf dem Weg in zukünftige Olympiamannschaften, tragen systematisch zur Entwicklung und zum Aufbau des deutschen Olympiateams bei."

Die Oberwiesenthaler Eliteschule des Sports sticht unter den 40 Standorten in Deutschland durch besondere Leistungen hervor: 18 Olympiasiege, 50 Weltmeisterschaftstitel, 300 Medaillen bei Olympischen Spielen, so die Erfolgsbilanz bis heute. Hier drückten Skisprunglegende Jens Weissflog oder Sylke Otto, die erfolgreichste Rennrodlerin der Welt, ebenso die Schulbank wie die aktiven Athletinnen und Athleten Eric Frenzel, Denis Geppert, Erik und Lars Hänel, Tatjana Hüfner, Claudia Nystad, Tom Reichelt, Anke Wischnewski und Torsten Wustlich.

Zur Eliteschule des Sports Oberwiesenthal gehören das Landkreis-Gymnasium Annaberg (St. Annen), die Mittelschule Jöhstadt und ein Internat. Sie ging hervor aus der 1965 gegründeten Kinder- und Jugendsportschule, die sich allein auf Rennrodler und alpine Rennläufer fokussierte. Heute umfasst die Ausbildung die komplette Bandbreite des olympischen Ski- und Schlittensports. Zurzeit werden hier 170 Schülerinnen und Schüler unterrichtet. Tage der offenen Tür sind Bestandteil einer Roadshow, die interessierten Besuchern das Fördersystem näher bringen.


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Quelle:
DOSB-Presse Nr. 48 / 24. November 2009, S. 6
Der Artikel- und Informationsdienst des
Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB)
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veröffentlicht im Schattenblick zum 8. Dezember 2009