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BUCHTIP/298: 75 Jahre Olympische Spiele in Berlin - Broschüre mit seltenen Fotos (DOSB)


DOSB-Presse Nr. 40 / 4. Oktober 2011
Der Artikel- und Informationsdienst des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB)

75 Jahre Olympische Spiele in Berlin: Broschüre mit seltenen Fotos
Vor genau 75 Jahren fanden in Berlin die XI. Olympischen Sommerspiele statt. Aus diesem

von Prof. Detlef Kuhlmann


Anlass haben das Sportmuseum Berlin und das Forum für Sportgeschichte, der Fördererverein für das Sportmuseum Berlin, eine Fotoausstellung konzipiert, die noch bis zum 23. Dezember 2012 im Haus des Deutschen Sports Berlin (Adlerplatz im Olympiapark) zu sehen ist.

Zu dieser Ausstellung ist jetzt eine Broschüre erschienen, die alle dort ausgestellten hundert Fotos von den Olympischen Spielen 1936 zeigt. Dabei handelt es sich ausschließlich um "seltene und unbekannte" Fotos, wie schon im Untertitel der Broschüre vermerkt ist, die von Gerd Steins, dem Präsidenten des Förderervereins für das Sportmuseum Berlin verfasst wurde.

Die Begleittexte sind in deutscher und englischer Sprache geschrieben. Die insgesamt 15.950 Fotos wurden bei den rund 350 olympischen Wettkämpfen und am Rande der Spiele gemacht.

Schon bei der Akkreditierung für die Spiele wurden die "Bildberichterstatter" in eine "sportliche Gruppe" eingeteilt, die mit festen Zeiten und Posten (z.B. im Reportergraben) bei den sportlichen Ereignissen dabei sein durfte, und in eine "aktuelle Gruppe", die lediglich außerhalb der eigentlichen Wettkämpfe fotografieren durfte.

Wer die 60-seitige Broschüre nach der kenntnisreichen historischen Einleitung zu blättern beginnt, der findet reichlich Bildzeugnisse über die Architektur der Olympiabauten genauso wie über die Menschen in den Arbeitsbereichen hinter den Kulissen: die Damen des Olympischen Auskunftsdienstes am Telefonhörer, die Verkäufer am Eintrittskartenschalter im Haus der Deutschen Bank und Diskonto Gesellschaft sowie Schnappschüsse über die Arbeit der Fotografen und Wortjournalisten ("Schriftleiter") selbst, etwa auf der Pressetribüne im Olympiastadion an den Reiseschreibmaschinen.

Wer dagegen nach bekannten und unbekannten Sportlerinnen und Sportlern auf den Bilder sucht, wird ebenso reichlich fündig - egal, ob sie Jesse Owens oder John Edward Lovelock (Neuseeland) heißen, der gerade einen Weltrekord über 1.500 m aufgestellt hatte. Andere Fotos zeigen die deutsche Florettmannschaft während einer Wettkampfpause in bequemen Liegestühlen, den Speerwurf-Olympiasieger Gerhard Stöck bei der Siegerehrung und tschechische Turnerinnen, die sich in der heutigen Waldbühne mit Schirmen vor der sengenden Sonne schützen.

Der Bildbestand des Sportmuseums einschließlich des Forums für Sportgeschichte zu den Olympischen Spielen 1936 umfasst 1.179 Exponate, davon sind rund 600 unveröffentlicht; daraus wurde jetzt eine Auswahl getroffen.

Die Broschüre (DIN 5) ist als Heft 15 der Reihe "Sporthistorische Blätter" erschienen und kann für fünf Euro über das
Sportmuseum Berlin, Olympiapark,
Hanns-Braun-Straße,
14053 Berlin,
Tel. 030-3058300 bezogen werden.


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Quelle:
DOSB-Presse Nr. 40 / 4. Oktober 2011, S. 41
Der Artikel- und Informationsdienst des
Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB)
Herausgeber: Deutscher Olympischer Sportbund
Otto-Fleck-Schneise 12, 60528 Frankfurt/M.
Tel. 069/67 00-255
E-Mail: presse@dosb.de
Internet: www.dosb.de


veröffentlicht im Schattenblick zum 15. Oktober 2011