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BUCHTIP/282: Neue Beiträge zur Sportökonomie (DOSB)


DOSB-Presse Nr. 48 / 30. November 2010
Der Artikel- und Informationsdienst des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB)

Neue Beiträge zur Sportökonomie


Im Verlag Hofmann (Schorndorf) sind zwei neue Bände mit Beiträgen zur Sportökonomie erschienen. Beide Bücher enthalten die Vorträge und Referate, die auf zwei Tagungen des Arbeitskreises Sportökonomie zurückgehen. Dieser 1997 gegründete Arbeitskreis versteht sich als eine Kommunikationsplattform von Wissenschaftlern unterschiedlicher Fachrichtungen und praktisch arbeitenden Sportökonomen.

Im Band mit dem Titel "Ökonomische Perspektiven von Sport und Gesundheit" wird erstmals das Thema Sport und Gesundheit in sportökonomischer Perspektive betrachtet. Der Band schließt somit eine Lücke und geht zurück auf die 12. Tagung des Arbeitskreises in Kiel: "Gemein ist allen Aussagen zum Thema Sport, Bewegung, Gesundheit, dass positive Effekte für Wohlbefinden, Verkürzung der Behandlungsdauer, Verbesserung der Lebensqualität bescheinigt werden, aber zugleich werden auch explizit Fragen nach kostenintensiven Nebenwirkungen, nach Verletzungen und Unfällen und den damit verbundenen Risiken gestellt", schreibt der Vorsitzende des Arbeitskreises, Martin-Peter Büch, im Vorwort.

Der Band umfasst 15 Aufsätze. Nach dem Grundsatzbeitrag "Ökonomische Perspektiven von Sport und Gesundheit" von Prof. Robin S. Kähler und Silja Schröder vom Sportzentrum der gastgebenden Christian-Albrechts-Universität zu Kiel gliedern sich die weiteren Beiträge in "Gesundheitsport als Markt" (u. a. mit einem Aufsatz über "Beitragselastizitäten in gesundheitsorientierten Vereinssportarten") und "Gesundheitsstatus und ökonomischer Nutzen des Sports" (u. a. mit "Corporate Fitness: Sport und Gesundheit als Wettbewerbsfaktor"), bevor zum Schluss "Offene Themen" (u. a. mit "Die drei Grundprobleme des Dopingphänomens: Plädoyer für eine Liberalisierung des Dopings") folgen.

Im Band mit dem Titel "Sport. Stadt. Ökonomik." wird das regionale Sportangebot als wichtiger Standortfaktor betrachtet: Immer mehr Kommunen (bis hin zu den Bundesländern) erkennen die Bedeutung des Sports als "Wohlfühlfaktor" für die Bevölkerung. Auf der einen Seite können mit großen Sportveranstaltungen viele Menschen von außerhalb in die Stadt gelockt werden, auf der anderen Seite führen tendenziell wachsende Budgetrestriktionen zu Einschränkungen, wenn nicht gar zum Wegfall finanzieller Unterstützungen im alltäglichen Sportbetrieb vor Ort. "Zu diesem Spannungsfeld, möglichen Lösungsoptionen und deren Grenzen tragen die Autoren des vorliegenden Bandes bei" schreibt Prof. Wolfgang Maennig (Universität Hamburg) als Herausgeber des Bandes. Die Tagung fand im Mai 2009 im Vorfeld zu den Leichtathletik-Weltmeisterschaften in Berlin beim Landessportbund Berlin als örtlichem Ausrichter statt.

Der Band umfasst insgesamt zwölf Aufsätze, die nach Vorwort (von Martin-Peter Büch) und der Einführung in drei Themenkomplexe gegliedert sind: Der erste Komplex mit "Angebot und Nachfrage nach Sport" enthält u. a. einen Aufsatz zu der Frage: "Was kostet das Sporttreiben im Verein? Kostenstrukturen und Umverteilungen in deutschen Sportvereinen". Der zweite Komplex über "Sport und Stadtökonomik" bringt u. a. einen Aufsatz zu "Finanzierung und Ressourcenmanagement in der Urban Governance im Sport - das Kölner Modell zur Steuerung lokaler sportbezogener Netzwerke". Und der dritte Komplex, der überschrieben ist mit "Professioneller Sport: Anreize, Renditen und externe Effekte" schließt mit einem Beitrag über "Emotionen im Kontext sportbezogener Marketing-Events".


Wolfgang Maennig (Hrsg.):
Sport. Stadt. Ökonomik.
Sport and Urban Economics.
Schorndorf 2010: Hofmann. 272 S.; 24,90 Euro

Robin S. Kähler/Silja Schröder (Hrsg.):
Ökonomische Perspektiven von Sport und Gesundheit.
Schorndorf 2010: Hofmann. 258 S.; 24,90 Euro


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Quelle:
DOSB-Presse Nr. 48 / 30. November 2010, BÜCHER
Der Artikel- und Informationsdienst des
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veröffentlicht im Schattenblick zum 16. Dezember 2010