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KULTUR/106: SPD ist stolz auf den Erfolg der Bundeskulturstiftung


SPD-Pressemitteilung 215/12 vom 21. Juni 2012

Wowereit: SPD ist stolz auf den Erfolg der Bundeskulturstiftung



Anlässlich der Feierlichkeiten zum zehnjährigen Bestehen der Bundeskulturstiftung am morgigen 22. Juni 2012 erklärt der stellvertretende SPD-Vorsitzende, Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit:

Herzlichen Glückwunsch der Bundeskulturstiftung zum zehnjährigen Bestehen. Die SPD freut sich und ist stolz auf den nachhaltigen Erfolg der Bundeskulturstiftung.

Es hat lange, zu lange gedauert, bis Deutschland endlich eine Bundeskulturstiftung hatte. Die ursprüngliche Idee von Willy Brandt und Günter Grass wurde erst in der Zeit der rot-grünen Bundesregierung von Staatsminister Julian Nida-Rümelin im Jahre 2002 Realität. Wir sind stolz darauf, dass diese Idee seitdem von engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern mit Leben gefüllt wird. Die Bundeskulturstiftung hat sich bewährt und gezeigt, wie bedeutsam Kultur ist, um gesamtgesellschaftliche Debatten und Diskurse zu führen. Ein elementarer Beitrag zum Gelingen unserer Demokratie.

Kultur ist das, was uns verbindet. Kultur schafft Neues, gibt Denkanstöße, vereint, wenn andere spalten wollen. Aufgabe von Kulturpolitik ist es, Orte der gesellschaftlichen Begegnung zu stärken und so den Dialog zu fördern, um Vertrauen zu schaffen, neue Partnerschaften entstehen zu lassen und die kulturelle Vielfalt lebendig zu halten.

Genau dies ist Anliegen der Bundeskulturstiftung. Das hat sie in den vergangenen zehn Jahren kraftvoll gezeigt. Diese Arbeit muss weitergehen und verstetigt werden.

Ziel der deutschen Sozialdemokratie ist es, weiter daran mitzuwirken, dass Kultur zum zentralen Mittelpunkt von Politik und Gesellschaft wird. Wir befürworten daher auch das Staatsziel Kultur in der Verfassung, denn allen Bürgerinnen und Bürgern kulturelle Teilhabe zu ermöglichen, ist Bedingung einer freien und gerechten Gesellschaft.

Kultur verbindet über Grenzen hinweg. So hat der Prozess der europäischen Integration eine kulturelle und soziale, nicht nur eine ökonomische Dimension. Diese wird leider viel zu oft in den Hintergrund gedrängt. Dabei liegt genau in dieser kulturellen Dimension der Kern unserer Gemeinsamkeiten, unserer Identität, die es nach vorne zu stellen gilt. Wenn wir uns dieser Basis bewusst sind, haben wir auch die Kraft, Krisen durch Solidarität zu überwinden, indem wir das Verbindende und nicht das Trennende betonen. Nur so kann Europa gelingen.

Kultur ist nicht nur eine Nebenbeiangelegenheit einiger Weniger - nein, denn es gilt, um den ehemaligen Bundespräsidenten Johannes Rau zu zitieren: "Kultur ist nicht die Sahne auf dem Kuchen, sondern die Hefe im Teig."

In diesem Sinne wünscht die SPD der Bundeskulturstiftung weiterhin alles Gute und viel Erfolg für Ihre wichtige Arbeit.

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Quelle:
SPD-Pressemitteilung 215/12 vom 21. Juni 2012
Herausgeber: SPD Parteivorstand, Pressestelle
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Wilhelmstraße 141, 10963 Berlin
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veröffentlicht im Schattenblick zum 23. Juni 2012