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WIRTSCHAFT/1369: Exportrekord ist nicht nachhaltig


Presseerklärung - die Linke im Bundestag vom 8. Februar 2012

Exportrekord ist nicht nachhaltig


"Die Bundeskanzlerin muss endlich aufhören, den Ast abzusägen, auf dem Deutschlands wirtschaftlicher Erfolg sitzt. Die Strangulierungsprogramme für hilfesuchende Euro-Staaten im Umfang von 600 Milliarden Euro werden den Export Deutschlands beschneiden. Der Exporteinbruch im letzten Dezember war bereits ein bitterer Vorgeschmack", kommentiert Michael Schlecht die heute vom Statistischen Bundesamt vorgelegten Außenhandelszahlen für 2011. Der Chefvolkswirt der Fraktion DIE LINKE weiter:

"Das deutsche Exportwunder ist nicht nachhaltig, es ging im vergangenen Jahr mit einem massiven Außenhandelsüberschuss von knapp 160 Milliarden Euro einher. Um diesen Betrag musste sich das Ausland gegenüber Deutschland zusätzlich verschulden. Damit ist die Schuldenkrise weiter verschärft worden.

Die Wirtschaft in Griechenland und den anderen Euro-Staaten hat nur dann eine Chance, wieder Tritt zu fassen, wenn die Strangulierungsprogramme beendet werden und ein Marshall-Plan für notleidende Eurostaaten auf den Weg gebracht wird. Zur Überwindung des Außenhandelsüberschusses muss gleichzeitig die Binnennachfrage massiv gesteigert werden. Eine Zukunftsprogramm für den sozial-ökologischen Umbau in Höhe von 125 Milliarden Euro jährlich sowie ein flächendeckender, gesetzlicher Mindestlohn von zunächst zehn Euro sind hierfür dringend notwendige Schritte."


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Quelle:
Presseerklärungen - DIE LINKE. im Bundestag
vom 8. Februar 2012
Deutscher Bundestag
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veröffentlicht im Schattenblick zum 10. Februar 2012