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WISSENSCHAFT/7996: Aus Forschung und Technik - 06.12.2018 (SB)


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Cern-Teilchenbeschleuniger wegen Wartungsarbeiten abgeschaltet

Auf der Suche nach Erkenntnissen über den Ursprung des Universums war den Wissenschaftlern der Europäischen Organisation für Kernforschung (Cern) in Genf 2015 eine Sensation gelungen. Die Physiker hatten nicht weniger als 16 Billiarden Protonen-Kollisionen erzeugt und konnten dabei unter anderem die Eigenschaften des 2012 am Cern nachgewiesenen Higgs-Bosons, das anderen Teilchen zu ihrer Masse verhilft, studieren. Doch damit ist jetzt erst einmal Schluß. Laut dpa wird der unterirdische Teilchenbeschleuniger schrittweise abgeschaltet, damit er gewartet, repariert und teilweise erneuert werden kann. Zwei Jahre sind dafür anberaumt. Ziel der Cern-Physiker ist es, wenn der Teilchenbeschleuniger Mitte 2020 wieder hochgefahren wird, die Protonenstrahlen mit noch mehr Energie auf Kollisionskurs zu bringen - statt mit bislang 6,5 mit 7 Billionen Elektronenvolt (TeV). Davon erhoffen die Wissenschaftler sich, daß bei den Kollisionen noch mehr Teilchen produziert werden.

6. Dezember 2018


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