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WISSENSCHAFT/7798: Aus Forschung und Technik - 18.05.2018 (SB)


VOM TAGE


SMS-Schreiben nicht ohne Gefahren

Ob selbst erlebt oder nur gehört - wer kennt nicht die Geschichte eines Smartphone-Nutzers, der mit seinem Gerät so beschäftigt war, daß er für sich oder seine Umwelt zur Gefahr wurde. Offenbar ist an dieser urbanen Legende etwas dran. Hirnforscher der University of West-Sydney wollen festgestellt haben, daß sich das Hantieren mit dem Smartphone nicht mit den Anforderungen des Alltags verträgt. Bei ihren Untersuchungen hatten sie mehrere Durchläufe mit Testpersonen durchgeführt, die sie mal ungestört, mal auf dem Handy lesend und mal SMS schreibend eine gerade Strecke laufen ließen. Anschließend analysierten sie deren Bewegungsablauf. Resultat: Insbesondere der Gang der SMS-Schreiber wich deutlich von der geraden Linie ab - und das nicht nur wegen sinkender Aufmerksamkeit. Allzuoft schien auch das Gleichgewicht gestört gewesen zu sein. Viele SMS-Schreiber hätten sich wie Roboter bewegt, so die Forscher, damit ihr Handy möglichst wenig wackelte und die Augen die Schrift fokussieren konnten.

18. Mai 2018


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