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WIRTSCHAFT/8136: Märkte und Finanzen - 11.05.2019 (SB)


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Washington droht mit Strafzöllen auf sämtliche Chinaimporte

Am Freitag endeten zweitägige Handelsgespräche von Vertretern der USA und Chinas ohne einen Durchbruch. In der Nacht zuvor waren in den USA Sonderabgaben auf Importe aus der Volksrepublik im Wert von 200 Milliarden Dollar in Kraft getreten. Die Zölle wurden von zehn auf 25 Prozent angehoben. Für Waren im Volumen von 50 Milliarden Dollar galt bereits ein Satz von 25 Prozent. Insgesamt war damit etwa die Hälfte aller chinesischen Exporte in die USA betroffen. China lieferte den Vereinigten Staaten letztes Jahr Güter für 539 Milliarden Dollar. Nach den Verhandlungen in Washington drohte die US-Regierung mit einer Strafabgabe auf sämtliche Waren aus der Volksrepublik. Nach Angaben des Handelsbeauftragten Robert Lighthizer hätten diese einen Wert von rund 300 Milliarden Dollar. Peking hat Gegenzölle angekündigt, kann jedoch nicht im vollen Umfang kontern, weil die Importe aus den USA 2018 nur rund 120 Milliarden Dollar erreichten und auf die Einfuhren bereits Strafzölle erhoben werden.

11. Mai 2019


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