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WIRTSCHAFT/8052: Märkte und Finanzen - 16.02.2019 (SB)


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US-Regierung zufrieden mit Bau von LNG-Terminals in Deutschland

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier will mindestens zwei Flüssiggasterminals an der Nordseeküste bauen lassen, damit Fracking-Gas aus den USA oder verflüssigtes Erdgas (LNG) z. B. aus Katar in Deutschland eingeführt werden kann.

Der stellvertretende amerikanische Energieminister Dan Brouillette zeigte sich nach einem Gespräch mit Altmaier am Rande der Münchner Sicherheitskonferenz zufrieden mit der Entwicklung. Er betonte am Freitag, man läge auf gleicher Wellenlänge. Deutschland dürfe nicht von russischen Gasimporten abhängig werden, und die Ukraine müsse Transitland für russisches Gas bleiben.

Altmaier wiederum zeigte sich zuversichtlich, daß die im Bau weit fortgeschrittene Ostseepipeline Nord Stream 2 trotz des heftigen Protestes Washington in der Vergangenheit fertiggestellt werden kann.

Brouillette bestätigte, seine Regierung habe nicht nichts gegen Rußland als Gaslieferanten oder gegen Nord Stream 2. Zudem deutete er an, daß der Preis für LNG, der zur Zeit deutlich über dem von konventionell gefördertem Erdgas liegt, sinken könnte, wenn in den USA zehn statt bisher drei LNG-Terminals für den Export bereitstehen.

Brouillette warnte allerdings auch, Nord Stream 2 könnte noch gestoppt werden, da Dänemark dem Projekt noch keine Genehmigung erteilt hat. Sollte Deutschland an der Ostseepipeline festhalten, könnte das US-Außenministerium Sanktionen verhängen.

16. Februar 2019


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