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WIRTSCHAFT/7715: Märkte und Finanzen - 13.03.2018 (SB)


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Eon will beim Deal mit RWE auf betriebsbedingte Kündigungen verzichten

Die Energiekonzerne Eon und RWE wollen die Märkte in Deutschland so aufteilen, daß sie sich nicht wechselseitig ins Gehege kommen. Vorbehaltlich der Zustimmung der Finanzaufsicht Bafin sowie der nationalen und europäischen Kartellbehörden wird die RWE-Tochter Innogy unter beiden Konzernen aufgeteilt. Eon bekommt Netze und Kunden, RWE das Geschäft mit Erneuerbaren Energien. RWE übernimmt 17 Prozent der Aktien von Eon und darf das Paket weder aufstocken noch veräußern. Der Personalbestand von RWE bleibt erhalten. Eon wird möglichst keine betriebsbedingten Kündigungen aussprechen, aber im Zuge der Umstrukturierung bis zu 5000 Arbeitsplätze abbauen. Die Gewerkschaften Verdi und IG BCE stimmen den Konzernumbauten zu, gehen von Arbeitsplatzverlusten aus, vertrauen aber darauf, daß das Eon-Management auf betriebsbedingte Kündigungen verzichten wird. In dieser Woche hat Eon in seiner Bilanz einen Gewinn von fast vier Milliarden Euro für 2017 ausgewiesen. RWE verdiente unter dem Strich 1,9 Milliarden. Zu den Ergebnissen hatte die Rückzahlung der Brennelementesteuer beigetragen.

13. März 2018


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