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WIRTSCHAFT/7535: Märkte und Finanzen - 13.09.2017 (SB)


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Hoher Mietanteil an niedrigen Mietereinkommen

Die Hans-Böckler-Stiftung hat für die Berliner Humboldt-Universität untersucht, in welchem Rahmen sich die Mieten in den 77 deutschen Städten mit mehr als 100.000 Einwohnern bezüglich der Einkommen der Mieter bewegen. Demnach nehmen die Vermieter von einer Million Mietern mehr als die Hälfte ihres Nettoeinkommens. Bei rund 40 Prozent der Haushalte beträgt die Miete mehr als 30 Prozent des Nettoeinkommens. 1,3 Millionen Haushalten bleibt nach Abzug der Miete weniger als der Hartz-IV-Regelsatz. Im Mittel ergibt sich ein Mietanteil am Nettoeinkommen von rund 27 Prozent. Der relative Mietanteil ist besonders hoch bei kleineren Wohnungen und Mietern mit geringen Einkommen. Rangieren die Haushalte an der Armutsgrenze, haben sie fast 40 Prozent ihrer Einkommen an die Vermieter abzuführen. Für reichere Haushalte beträgt die Bruttokaltmiete im Schnitt nur 17 Prozent. Der Studie liegen Daten des Mikrozensus zugrunde. Seit der Erhebung 2014 sind die Mieten weiter gestiegen.

13. September 2017


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