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UMWELT/7946: Ökologie, Umweltschutz und Katastrophen - 09.11.2018 (SB)


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Städte treiben Evolution voran

Die zunehmende Urbanisierung hat großen Einfluß auf das Leben auf diesem Planeten. Das gilt auch für die Tierwelt. So ergab eine Studie von Marc Johnson und Jason Munshi-South von der University of Toronto Mississauga in Kanada deutliche Einflüsse der Verstädterung der Welt auf die Evolution von Wildtieren. Einer der Gründe, weswegen die Evolution in den Städten so schnell abläuft, besteht darin, daß die dort lebenden Populationen überschaubar sind. Da sich Genvarianten innerhalb kleinerer, isolierter Gruppen leichter durchsetzen können, setzen sich Erbgutmutationen leichter durch, die besondere Vorteile verschaffen. Es sind die Flüsse, breiten Straßen und massigen Gebäude, die die Lebensbereiche vieler Tiere in der Stadt abtrennen und so bestimmte Veränderungen ermöglichen. Ein Beispiel hierfür ist die Weißfußmaus in New York: Einzelne Populationen von Maus-Gruppen unterscheiden sich zum Teil deutlich von denen einen Block entfernt.

9. November 2018


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