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UMWELT/7650: Ökologie, Umweltschutz und Katastrophen - 12.01.2018 (SB)


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Den Wildschweinen geht es an den Kragen

Da sind sich Bauern und Jäger einmal einig. Sie haben laut dpa von der Politik eine erleichterte Jagd auf Wildschweine gefordert, um ein Übergreifen der Afrikanischen Schweinepest auf Deutschland zu verhindern. So sollen Jäger für erlegte Wildschweine eine Aufwandsentschädigung erhalten. Außerdem sollen die Regelungen in den Staats- und Bundesforsten geändert werden, in denen es teilweise monatelange Jagdruhen gebe. Obgleich die Krankheit noch gar nicht bis nach Deutschland gelangt ist, fordert der Deutsche Jagdverband (DJV) von seinen Mitgliedern, vor allem junge Wildschweine zu erlegen, die maßgeblich zur Fortpflanzung beitragen. Damit soll im Ernstfall die Ausbreitungsgefahr gesenkt werden. Nach Ansicht von Werner Schwarz, Vizepräsident des Deutschen Bauernverbandes (DBV), sollten 70 Prozent der Wildschweine in Deutschland abgeschossen werden. Auch die Tötung von Muttertieren und Frischlingen sollte erlaubt werden. Agrarminister Christian Schmidt (CSU) stimmte dem bereits zu.

12. Januar 2018


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