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MILITÄR/8021: Sicherheitspolitik, Rüstung und Konflikte - 15.01.2019 (SB)


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Erdogan und Trump wollen Sicherheitszone in Nordsyrien einrichten

Der türkische Präsident Erdogan hat mit US-Präsident Trump abgesprochen, in Nordsyrien entlang der Grenze zur Türkei eine 30 Kilometer breite, sogenannte Sicherheitszone einzurichten, aus der alle Milizen vertrieben werden. Dazu gehören aus Sicht Ankaras auch die kurdischen Volksverteidigungseinheiten (YPG), die bislang mit Unterstützung der USA den Islamischen Staat bekämpft haben. Die YPG sind für die USA militärisch nicht weiter von Nutzen, nachdem die IS-Miliz in Syrien weitgehend zerschlagen wurde. In einer Kurznachricht bei Twitter hatte Trump vor dem Telefonat mit Erdogan der Türkei mit wirtschaftlicher Vernichtung für den Fall gedroht, daß sie die kurdischen Kämpfer und Kämpferinnen in Nordsyrien wie angekündigt angreift. Die Umsetzung der Pläne für die Sicherheitszone liegt jedoch bei der Türkei, wie Erdogan Abgeordneten seiner Regierungspartei AKP in Ankara berichtete. Später sagte der Präsident Journalisten, die Sicherheitszone könnte von der Türkei mit logistischer und materieller Unterstützung durch die USA und ihre Koalition umgesetzt werden. Die Zone könnte auch tiefer als 30 Kilometer angelegt werden.

15. Januar 2019


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