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WISSENSCHAFT/8062: Aus Forschung und Technik - 16.02.2019 (SB)


MELDUNGEN


Ursache für Leck in Sojus-Raumschiff noch nicht gefunden

Die Ermittlungen zu dem Ende August vergangenen Jahres von dem ESA-Astronauten Alexander Gerst in der Orbitalsektion des russischen Raumschiffes Sojus MS-09 entdeckten Leck laufen weiter. Es gebe keine zeitliche Begrenzung. Man werde so lange arbeiten, bis ein Ergebnis vorliege, teilte der russische Vizepremier Juri Borissow am Freitag in Sotchi mit. Einem Bericht der Nachrichtenagentur Tass zufolge werden die vor Weihnachten von der Internationalen Raumstation ISS zur Erde gebrachten Materialproben in einem Labor des Inlandsgeheimdienstes FSB auf Klebstoffrückstände analysiert. Der Befund könnte einen Hinweis darauf geben, wann und wo das Loch entstanden ist - auf der Erde oder später auf der Raumstation. Die Raumfahrtbehörde Roskosmos geht inzwischen davon aus, daß das Loch vorsätzlich gebohrt wurde. Die betroffene Orbitalsektion selbst steht als Beweismittel nicht mehr zur Verfügung, da diese bei der Rückkehr des Sojus-Raumschiffs in der Erdatmosphäre verglühte.

16. Februar 2019


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