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TV - ARTE/1037: Woche vom 21.10. bis 27.10.2017


arte – 43. Programmwoche vom 21.10. bis 27.10.2017


Samstag, 21. Oktober 2017


05:15 Altwerden und andere Kleinigkeiten (55 Min.) (HDTV)
Dokumentation Deutschland, 2014
Online verfügbar von 21/10 bis 19/01

Regie: Marion Kollbach, Angela Scheele

Wir leben immer länger. Wer heute in Rente geht, der hat im Schnitt noch 20 Jahre vor sich. Die Erwartungen an diesen dritten Lebensabschnitt haben sich verändert. Doch wie kann es gelingen, trotz körperlicher Einbußen auch im Alter ein sinnerfülltes Leben zu führen? Die unterhaltsame Dokumentation von Angela Scheele und Marion Kollbach erzählt von vier Menschen jenseits der 60. Menschen, die unsere Zeit in den letzten Jahrzehnten geprägt haben und entgegen der gesellschaftlichen Erwartung mit Eigensinn, Neugierde und Radikalität weiter mitmischen. Die Schauspielerin Barbara Sukowa, der Rabbiner William Wolff, die Schimpansenforscherin Jane Goodall und der Schriftsteller Uwe Timm gewähren Einblicke in ihr bewegtes Leben und ihre Gedanken übers Älterwerden. Jane Goodall kämpft für Tier – und Umweltschutz und findet spirituelle Kraft in der Natur. Der Rabbiner William Wolff pendelt mit 87 Jahren noch zwischen seinen drei Gemeinden in Mecklenburg-Vorpommern und lernt Russisch. Für Barbara Sukowa eröffnet sich in New York ein neues Leben, nachdem die Kinder aus dem Haus sind. Den Münchner Uwe Timm zieht es immer wieder zurück nach Hamburg. Der Ort seiner Kindheit hat sein Leben und seine Romane am stärksten geprägt.

Hintergrundinfo:
Die mit dem Alter konfrontierten Menschen sprechen in der Dokumentation offen, mal melancholisch, mal humorvoll über ein Thema, das oft verdrängt wird. In den vier Kapiteln Arbeit, Vergänglichkeit, Liebe und Tod erfährt der Zuschauer, wie unterschiedlich sich das Altern heute gestalten lässt. ARTE stellt Menschen vor, die sich mit Leidenschaft und Willenskraft noch immer gesellschaftlich engagieren.


06:10 Klimawandel – Woher kommen die Zahlen? (45 Min.)
Folge 1 von 2

Drei Zahlen sind für das Verständnis des Klimawandels wichtig. Erstens: 0,85 Grad Celsius - um so viel Grad hat sich die Erde seit 1880 erwärmt. Zweitens: 95 Prozent – so wahrscheinlich ist es nach Angaben der Klimaforscher, dass der jüngste Temperaturanstieg mindestens zur Hälfte auf menschliche Einflüsse zurückgeht. Drittens: 1.000 Milliarden Tonnen – dies entspricht der Menge an Kohlendioxid, die die gesamte Menschheit bis 2050 maximal ausstoßen darf, wenn der Klimawandel die kritische Schwelle nicht übersteigen soll. In der zweiteiligen Dokumentation gehen die Mathematiker Hannah Fry, Norman Fenton und David Spiegelhalter der Berechnung dieser Zahlen auf den Grund.
Die drei britischen Mathematiker Hannah Fry, Norman Fenton und David Spiegelhalter beleuchten in der zweiteiligen Dokumentation "Klimawandel – Woher kommen die Zahlen?" die Entwicklung der globalen Erwärmung und gehen den Berechnungsmethoden der Klimaprognosen auf den Grund. Ausgangspunkt ihrer Untersuchungen sind die riesigen Datenmengen, die seit mehreren Jahrzehnten in der Klimaforschung analysiert und um Ergebnisse aus anderen wissenschaftlichen Disziplinen ergänzt werden. Doch wie ist es möglich, aus diesem Labyrinth an Daten, deren Genauigkeit über die Jahre hinweg variiert, exakte Prognosen für den Klimawandel abzuleiten?
Im ersten Teil erklärt die Mathematikerin Hannah Fry anschaulich, wie die Zahl von 0,85 Grad Celsius zustande kommt, um die sich der Erdball in den vergangenen 135 Jahren erwärmt haben soll. Dazu stellt die Wissenschaftlerin des Centre for Advanced Spatial Analysis des University College London verschiedene Messmethoden vor, von denen die Klimaexperten Gebrauch machen. Dazu gehören unter anderem das Kriging, was ursprünglich zur Ermittlung von Goldbeständen auf einem bestimmten Areal genutzt wurde, und der T-Test, der einst zur Qualitätsüberprüfung in der Bierbrauerei entwickelt wurde. Mithilfe dieser und anderer Methoden können auch jene Pausen im Temperaturanstieg erklärt werden, die Skeptiker am Phänomen Klimawandel zweifeln lassen.


06:55 Klimawandel – Woher kommen die Zahlen? (50 Min.)
Folge 2 von 2

Im zweiten Teil der Dokumentation erläutert Norman Fenton, Professor für Risk and Information Management an der Londoner Queen Mary University, woran der Weltklimarat IPCC (Intergovernmental Panel on Climate Change) festmacht, dass die Menschheit zu 95-prozentiger Wahrscheinlichkeit für den jüngsten Temperaturanstieg verantwortlich ist. Dazu bringt er verschiedene Modelle zur Wettervorhersage und Formeln zur Berechnung verschiedener Einflussfaktoren, wie der abgestrahlten Sonnenenergie und der Umweltverschmutzung, in einen Gesamtzusammenhang.
Anschließend geht David Spiegelhalter, Professor an der Universität Cambridge, der Frage nach, was mit unserem Klima in Zukunft geschieht. Laut IPCC kann ein Anstieg des Klimas um mehr als zwei Grad Celsius nur verhindert werden, wenn in Zukunft auf der ganzen Welt nicht mehr als eine halbe Billion Tonnen Kohlenstoffdioxid verbrannt wird. Doch wie zuverlässig ist diese Angabe? Die Monte-Carlo-Methode und andere Berechnungen sollen Aufschluss darüber geben.


07:45 Xenius (25 Min.) (HDTV)
Nordsee – Das Meer verändert sich
Moderation: Emilie Langlade, Adrian Pflug
Magazin Deutschland, 2017
Wiederholung vom 13.10.


08:10 Xenius (30 Min.) (HDTV)
Zika – Eine Gefahr auch für uns?
Moderation: Emilie Langlade, Adrian Pflug
Magazin Deutschland, 2016
Online verfügbar von 21/10 bis 20/11

Die Bilder der Babys mit den zu kleinen Köpfen erschütterten die Welt. Das Zika-Virus breitet sich mit rasender Geschwindigkeit in Südamerika aus. Die Folgen der Viruserkrankung sind vor allem für Schwangere verheerend, denn mit großer Wahrscheinlichkeit ist die Infektion die Ursache für die Behinderung zahlreicher Neugeborener. Die "Xenius"-Moderatoren Adrian Pflug und Emilie Langlade gehen der Frage nach, wie gefährlich die exotischen Viren für Europa sind. Auf der Ostseeinsel Riems treffen sie die Entomologin Dorothee Zielke. Sie erforscht, welche Mückenarten auch in unserer Klimazone zum Überträger des Virus werden könnten. Dabei hat sie vor allem die Asiatische Tigermücke im Auge, die zunehmend in Südeuropa heimisch wird und dort schon für Ausbrüche tropischer Krankheiten wie Dengue-Fieber und Chikungunya verantwortlich war. Noch gibt es beim Thema Zika viele offene Fragen. Denn nachdem das Virus 1947 erstmals in Uganda nachgewiesen wurde, galt es zunächst jahrzehntelang als ungefährlich. Wer erkrankte, litt unter harmlosen Symptomen, die rasch abklangen. Doch seit die WHO Anfang Februar 2016 den globalen Gesundheitsnotstand ausgerufen hat, wird weltweit mit Hochdruck an Schnelltests und einer Zika-Impfung geforscht.

Hintergrundinfo:
Die Sendung "Xenius" ist das werktägliche Wissensmagazin auf ARTE. 26 Minuten Sendezeit sind einem besonderen Thema aus dem Alltagsleben und der großen Welt der Naturwissenschaft und Forschung gewidmet. Mit ihrem Wissensmobil touren die Moderatoren durch Europa, immer auf der Suche nach dem Wissen, das die Welt bewegt. Unorthodoxe Fragestellungen sind dabei ebenso zu erwarten wie spannende Begegnungen mit den führenden Köpfen der Wissenschaft. "Xenius" ist Roadmovie, Schatzsuche und Wissenssendung zugleich.


08:40 360° Geo Reportage (55 Min.) (HDTV, UT)
Die Honigsammler von Yunnan
Reportage Deutschland, 2016
Wiederholung vom 16.10.

Regie: Michael Schumacher


09:35 360° Geo Reportage (50 Min.) (HDTV, UT)
Norwegen: Försterinnen auf dem Vormarsch
Reportage Deutschland, 2016
Wiederholung vom 15.10.

Regie: Friederike Schlumbom


10:25 Mit offenen Karten (15 Min.)
Warum gibt es immer noch Hungersnöte?
Moderation: Jean-Christoph Victor
Magazin Frankreich, 2016
Originalvertonung
Online verfügbar von 21/10 bis 20/12
Erstausstrahlung

Wie kommt es, dass im Jahr 2017 noch immer Menschen verhungern? Die Sendung analysiert das verheerende Zusammenspiel von klimatischen, wirtschaftlichen und politischen Faktoren. Dass Hungersnöte häufig auf Kriege zurückzuführen sind, zeigten in den letzten Monaten die Nahrungsmittelkrisen in Nigeria, im Südsudan, im Jemen und in Somalia.


10:40 Vox Pop (55 Min.)
Privates Gefängnis statt Staatsknast?
Moderation: Jean-Paul Lepers
Magazin Frankreich, 2016
Wiederholung vom 19.09.2017
Erstausstrahlung

Regie: Nicolas Thepot


11:35 Singvögel in Not (45 Min.) (HDTV)
Flug ins Ungewisse
Dokumentation Frankreich, 2015
Wiederholung vom 12.10.

Regie: Su Rynard


12:20 Singvögel in Not (45 Min.) (HDTV)
Bedrohte Lebensräume
Dokumentation Großbritannien, 2015
Wiederholung vom 13.10.

Regie: Su Rynard


13:05 Paradiesvögel – Wo ein Wille ist … (50 Min.) (HDTV)
Folge 1 von 2
Dokumentation Großbritannien, 2017
Wiederholung vom 04.10.

Regie: Simon Davies


13:55 Paradiesvögel – Wo ein Wille ist … (55 Min.) (HDTV)
Folge 2 von 2
Dokumentation Großbritannien, 2017
Wiederholung vom 05.10.

Regie: Simon Davies


14:50 Die Eremitage (55 Min.) (HDTV)
Ein Palast für die Kunst
Dokumentation Großbritannien, 2014
Wiederholung vom 10.09.

Regie: Margy Kinmonth


15:45 Rasputin (55 Min.) (HDTV, UT)
Mord am Zarenhof
Dokumentation Deutschland, 2016
Wiederholung vom 03.10.

Regie: Eva Gerberding


16:40 ARTE Reportage (50 Min.)
Reportage Frankreich, 2016
Erstausstrahlung


17:30 Verschollene Filmschätze (30 Min.) (HDTV)
1965. Hochtief versetzt den Tempel Abu Simbel
Dokumentationsreihe Frankreich, 2016
Online verfügbar von 21/10 bis 29/10
Erstausstrahlung

Regie: Serge Viallet

Im Süden Ägyptens steigt das Wasser des durch die Stauung des Nils entstandenen Nassersees gefährlich an. Die 3.000 Jahre alten Felsentempel von Abu Simbel am Ufer des Nils sind bedroht. Um die Monumentalstatuen von Pharao Ramses II. und die antiken Heiligtümer vor den Wassermassen des gigantischen Stausees zu bergen, werden Decken und Wände der Tempel abgetragen und die Statuen zersägt. Für die Archäologen ist die Methode die schlimmste aller Lösungen. Warum diese Notrettung? Wer finanzierte sie, entschied über die Versetzung und führte diese durch? Mit der Rettung des Tempels von Abu Simbel und über 20 weiteren historischen Heiligtümern entstand in den 1960er Jahren die Idee des Weltkulturerbes.

Hintergrundinfo:
"Verschollene Filmschätze" ist eine Sammlung bedeutender historischer Aufnahmen. Seit mehr als einem Jahrhundert dokumentieren Bild und Film die wichtigsten Geschehnisse der Weltgeschichte. Seit ihrer Erfindung war die Kamera bei allen entscheidenden und bedeutenden Ereignissen dabei.


18:00 Verschollene Filmschätze (30 Min.) (HDTV)
1963. Der Marsch auf Washington, D.C.
Dokumentationsreihe Frankreich, 2015
Online verfügbar von 21/10 bis 29/10
Erstausstrahlung

Regie: Serge Viallet, Pierre Catalan

Mittwoch, 28. August 1963. Mehr als 250.000 Menschen aus ganz Amerika versammeln sich zum Marsch auf Washington. Ein Jahrhundert nach Abschaffung der Sklaverei fordern sie ein Gesetz, das endlich allen Bürgern unabhängig von ihrer Hautfarbe gleiche Rechte garantiert. Hunderte amerikanische und ausländische Journalisten dokumentieren die Veranstaltung, an der führende Bürgerrechtler und prominente Künstler teilnehmen, darunter der Schauspieler Burt Lancaster und die Sängerin Joan Baez. Der 33-jährige Martin Luther King geht mit seiner berühmten Rede "I have a dream" in die Geschichte ein. Die Aufnahmen beleuchten die Hintergründe des denkwürdigen Tags. Wer waren seine Initiatoren? Wie war eine solche Massenversammlung mitten in der US-amerikanischen Hauptstadt überhaupt möglich? Welche Rolle spielte Martin Luther King bei der Planung und Organisation des Marschs?

Hintergrundinfo:
"Verschollene Filmschätze" ist eine Sammlung bedeutender historischer Aufnahmen. Seit mehr als einem Jahrhundert dokumentieren Bild und Film die wichtigsten Geschehnisse der Weltgeschichte. Seit ihrer Erfindung war die Kamera bei allen entscheidenden und bedeutenden Ereignissen dabei.


18:30 Zu Tisch in …. (25 Min.) (HDTV)
Kärnten
Dokumentationsreihe Deutschland, 2013
Rezepte können über Teletext und Internet abgerufen werden: www.arte.tv/zutischin

Regie: Wilma Pradetto

"Zu Tisch in Kärnten" führt in das größte Naturschutzgebiet der Alpen, die Hohen Tauern - ein Nationalpark mit alpiner Urlandschaft und mühevoll gepflegten Almlandschaften, kleinen Bergdörfern und vielen Gipfeln, in dem schon Kaiserin Sisi gerne wanderte. Im Mölltal am Großglockner, dem höchsten Berg Österreichs, züchtet Bergbauer Sepp Zlöbl eine Kärntner Spezialität: die Glockner Lämmer. Auf der Suche nach frischen Bergkräutern überwinden die Tiere enorme Höhen. Das macht ihr Fleisch besonders zart und würzig. Der fest in der Almlandschaft verwurzelte Sepp Zlöbl ist nicht nur Züchter, er verarbeitet das Lammfleisch auch direkt an seinem Hof. Ohne Transportstress behält das Fleisch seine kompakte Konsistenz und seine hohe Qualität. Währenddessen kümmern sich seine Frau Theresia und Schwiegertochter Patricia um Haus, Hof und die traditionelle Bergbauernküche. Bei Familie Zlöbl steht Lamm häufig auf dem Speiseplan. Jeden Freitag kommt die Kärntner Kasnudel auf den Tisch – mit Quark und Minze gefüllte Teigtaschen. Weitere typische Gerichte des Mölltals sind die Kirchtagsuppe mit Lammfleischkrapferln, das Carpaccio vom Glockner Lamm, mit frischen Bergkräutern gefüllte Lammkeule und Kärntner Reindling, ein Napfkuchen mit Zimt, Honig und Rosinen. Er ist eine Art Nationalspeise in Kärnten und wird sowohl als Süßspeise als auch zu Fleisch genossen. "Ohne Berge lebe ich keine 14 Tage", sagt Sepp Zlöbl – kaum verwunderlich bei all den landschaftlichen Eindrücken und kulinarischen Genüssen, die seine Kärntner Heimat zu bieten hat.

Hintergrundinfo:
"Zu Tisch in …" reist in die Regionen Europas und schaut bei der Zubereitung traditioneller Gerichte zu. Die Küchenkultur europäischer Landschaften offenbart ihren Reichtum und weckt Verständnis für eine vielleicht fremde Lebensart.


18:55 Karambolage (15 Min.) (UT)
Magazin Frankreich, 2017
Online verfügbar von 21/10 bis 05/10
Erstausstrahlung

Regie: Claire Doutriaux

Das Rätsel
Und zum Schluss der Sendung wie immer ein Rätsel – wie auch die Lösung des Rätsels der vorangegangenen Woche.

Hintergrundinfo:
Samstags um 19.00 Uhr führt ARTE in die Welt der deutsch-französischen Eigenarten, wagt in kurzen Rubriken einen humorvollen, zuweilen auch kritischen Blick auf Besonderheiten deutscher und französischer Alltagskultur und entschlüsselt sie auf ungewohnte Weise: Ein Wort, ein Gegenstand, die Einrichtung eines Büros, ein Kleidungsstück … vieles erscheint plötzlich in einem anderen Licht, wenn man es mit fremden Augen sieht.


19:10 ARTE Journal (20 Min.)
Nachrichten Deutschland / Frankreich, 2017
Online verfügbar von 21/10 bis 22/10


19:30 Basare der Welt (45 Min.) (HDTV, UT)
Kairo
Dokumentationsreihe Deutschland, 2015
Online verfügbar von 21/10 bis 28/10

Regie: Barbara Dickenberger

Mitten in Kairos Altstadt liegt mit dem berühmten Basar Chan al-Chalili ein Paradies für Schatzsucher. Funkelnde Kupferlampen werden hier angeboten, außerdem glitzernde Wasserpfeifen, buntes Glas, fein besticktes Tuch, Perlmutt, Gold und Ebenholz. Und über allem liegt der Duft des nahen Gewürzmarkts Hamsawi. 700 Jahre alt ist der Chan al-Chalili. Die meisten der Läden sind seit Generationen in Familienbesitz, und viele der Waren werden in ihren Werkstätten direkt vor Ort hergestellt. Hier arbeiten der Kupferschmied Atef, der Drechsler Kamal, der Glasbläser Hassan und viele andere Kunsthandwerker. Sie alle leiden unter dem Einbruch, den Ägyptens Tourismus in den politischen Wirren der letzten Jahre erlitten hat, doch sie alle sind stolz auf ihr altes ägyptisches Handwerk. Kairo hat nicht nur den Chan al-Chalili. In den direkt angrenzenden Altstadtvierteln, wo die Einheimischen einkaufen, finden sich die Viktualienmärkte, die Volksmediziner, die Schmiede und Kesselflicker, die Kleiderbasare Al-Ghurija und Muski. Und ein Ausflug vor die Tore der Millionenmetropole führt schließlich zum Kamelmarkt Birkasch. Ganz Kairo ist eben ein großer Basar!

Hintergrundinfo:
Schon immer sind europäische Reisende fasziniert vom Zauber orientalischer Basare, von deren Sinnlichkeit und überbordenden Lebendigkeit. Die vier Porträts der schönsten Basare, ihrer Händler, ihrer Wirtschafts – und Lebensform gewähren faszinierende Einblicke, die man als Tourist niemals erleben würde.


20:15 Die Rettung Palmyras (50 Min.) (HDTV, UT)
Dokumentation Deutschland, 2017
Online verfügbar von 21/10 bis 20/11

Regie: Martin Papirowski

Die Dokumentation erzählt von der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der syrischen UNESCO-Weltkulturstätte Palmyra. In der Antike war Palmyra ein globales Handelszentrum im Grenzgebiet zwischen Römischem Imperium und Persischem Reich. Dort trafen Orient und Okzident aufeinander, die Metropole war ein Schmelztiegel der Kulturen und Religionen. Im syrischen Bürgerkrieg geriet Palmyra als ein Symbol der Vielfalt und Toleranz in das Visier der fanatischen Gotteskrieger des sogenannten Islamischen Staates. Die Terrormiliz zerstörte die wichtigsten Bauwerke. Forscher in Syrien, Deutschland und anderen Ländern arbeiten zurzeit an einer genauen Bestandsaufnahme der Schäden in Palmyra. Auf Grundlage dieser Daten entwickeln sie Pläne für einen möglichen Wiederaufbau der Stadt nach dem Krieg.

Hintergrundinfo:
Erstmals schildert der Film den Angriff des ISIS auf eine bedeutende Kulturstätte der Antike im Detail. Die Dokumentation zeigt, welche Bauwerke bei den Kämpfen beschädigt wurden und welche nach der Eroberung systematisch gesprengt wurden. Zahlreiche Indizien sprechen dafür, dass sich die Terrormiliz darüber hinaus am illegalen Handel mit antiken Kulturgütern beteiligt. Der Film liefert einen wichtigen Beitrag zu der Diskussion, welche Bedeutung die Rettung von Kulturgütern im Angesicht von Not und Leid haben kann. Gerade in einem vom Bürgerkrieg zerrütteten Land wie Syrien stellt die Bewahrung und Wiederherstellung des kulturellen Erbes für die Menschen ein wichtiges Zeichen der Hoffnung dar. Die Rettung Palmyras könnte ein Symbol für den Neuanfang in Syrien werden.


21:05 Aufstand in der Wüste (55 Min.) (HDTV, UT)
Die Herrschaft des Mahdi
Dokumentation Deutschland, 2017
Online verfügbar von 21/10 bis 20/11
Erstausstrahlung

Regie: Robert Schotter

Der Österreicher Rudolf Slatin machte Ende des 19. Jahrhunderts im Dienste der Briten Karriere als Gouverneur einer riesigen Provinz im Sudan. Als sich der charismatische Muhammad Ahmad zum Mahdi ausrief, zum "rechtgeleiteten" Erlöser der Muslime, brach im Südsudan ein Aufstand los, der sich vor allem gegen die europäischen Kolonialherren richtete. Die Sudanesen liefen dem Mahdi in Scharen zu, nicht immer hatte das religiöse Gründe. Denn Muhammad Ahmad wollte auch die wirtschaftlichen Reformen rückgängig machen, die die Briten eingeführt hatten. Der fanatische Prediger führte ein strenges Regiment ein. Ob Arm oder Reich: Jeder sollte das gleiche Baumwollkleid mit aufgesetzten Flicken tragen. Schmuck und Luxus waren verboten, ebenso Musik und Tanz. Auch die Pilgerfahrt nach Mekka verbot der Mahdi. Die Teilnahme an seinem heiligen Krieg wurde jetzt zur religiösen Pflicht. Nachdem die Anhänger des Mahdi weite Teile des Sudan erobert hatten, musste sich ihm auch Slatin ergeben. Er konvertierte zum Islam und wurde ein Sklave an dessen Hof. Erst unter dem Nachfolger des Mahdi gelang ihm mit der Hilfe des britischen Geheimdiensts die Flucht. Zurück in Europa schrieb Rudolf Slatin ein Buch über seine Abenteuer, das in zahllosen Auflagen in ganz Europa erschien. Er wurde ein enger Freund von Königin Victoria, Salonlöwe und Berater des Britischen Empire im Kreuzzug gegen das Reich, das der Mahdi hinterließ.


22:00 Das Rätsel des künstlichen Hirns (55 Min.) (HDTV)
Dokumentation Frankreich, 2017
Online verfügbar von 21/10 bis 20/12
Erstausstrahlung

Regie: Cécile Denjean

Der Wettlauf ins All war gestern, heute ist der Wettlauf ums künstliche Gehirn die nächste zu erobernde Grenze. Vom einfachen Molekül bis hin zur komplexen Verknüpfung der Gehirnzellen hat man bereits mit der Kartographie des Gehirns begonnen. Ziel ist die Schaffung eines dem menschlichen Gehirn ähnlichen Kunsthirns, was von Neurowissenschaftlern und Robotologen auf der ganzen Welt verfolgt wird. Aber so unterschiedlich wie die Forschungskonsortien sind auch deren Beweggründe. Vorrangig geht es den meisten Wissenschaftlern darum, das Gehirn als eines der wenigen letzten Mysterien besser zu verstehen und somit auch fortschrittlichere Behandlungsmethoden entwickeln zu können. Doch auch Transhumanisten sind am Wettlauf um das Kunsthirn beteiligt und suchen nach Möglichkeiten der Unsterblichkeit, während sich der Internetriese Google dafür interessiert, wie künstliche Intelligenz mit der Welt interagieren und eigenständig lernen kann … Traum oder Alptraum? Ist es wirklich möglich, das menschliche Gehirn durch eine Maschine zu ersetzen? Dafür müssten die Funktionen von 100 Milliarden Neuronen reproduziert werden, die durch ein Netz hochkomplexer Verbindungen miteinander verbunden sind. Und was passiert, wenn diese Suche tatsächlich gelingt und es eines Tages das künstliche Hirn geben wird? Wird es einigen exzentrischen Milliardären die digitale Unsterblichkeit bescheren? Die packende Dokumentation folgt verschiedenen Forschungsarbeiten weltweit, die mit schier unerschöpflichen Mitteln an dieser Vision arbeiten – mit viel Science und immer weniger Fiction!


22:55 Tierisch alt! (45 Min.)
Im Namen der Fortpflanzung
Dokumentationsreihe Frankreich / Kanada, 2017
Wiederholung vom 03.10.

Regie: Ari A. Cohen


23:40 Philosophie (25 Min.) (HDTV, UT)
Magazin Frankreich, 2016
Online verfügbar von 21/10 bis 20/12
Erstausstrahlung

Regie: Philippe Truffault
Gäste: Yann Perreau

Dominique Gonzalez

In Zeiten von Massenüberwachung und Big Data wirken Anonymität und Unsichtbarkeit wie neue Versprechen von Freiheit. Dabei ist das Verbergen der eigenen Identität eine uralte Strategie, angewandt etwa von Autoren, die unter Pseudonymen veröffentlichen. Romain Gary, Daft Punk und die Hackergruppe "Anonymous" nutzten und nutzen das Maskenspiel zu ganz unterschiedlichen Zwecken. Ist Anonymität die neue Freiheit unserer Zeit?

Hintergrundinfo:
Der 1977 in Paris geborene Yann Perreau war stellvertretender Kunstattaché im französischen Generalkonsulat in Los Angeles. Er ist Schriftsteller, Journalist und Kunstkritiker. In seinem letzten Buch beschäftigte er sich intensiv mit der Thematik der Anonymität. Isabelle Falque-Pierrotin ist die französische Staatssekretärin und seit dem 21. September 2011 Präsidentin der französischen Datenschutzbehörde CNIL.


00:05 Square für Künstler (30 Min.)
Carte Blanche für Olivier Rollinger
Magazin Frankreich, 2017
Erstausstrahlung


00:35 Kurzschluss – Das Magazin (50 Min.)
Schwerpunkt Science Fiction
Magazin Frankreich, 2017
Online verfügbar von 21/10 bis 28/10
Mehr Infos unter: arte.tv/kurzschluss
Erstausstrahlung

Der Zeitnager
Der Zeitnager ist halb Nagetier, halb humanoider Roboter. Er ist ein Erforscher des Weltalls und stammt aus einer fremden Raum-Zeit-Dimension. Unbeabsichtigt ist er in einen Zeitstrudel geraten, dem er nicht entkommen kann. Nun dient er uns auf dieser massiv beschleunigten Reise unfreiwillig als Fremdenführer. Ondrej Svadlena wurde 1978 in der Tschechoslowakei geboren. Im Alter von sechs Jahren floh er mit seiner Familie nach Österreich und erhielt später politisches Asyl in Kanada. Er studierte zunächst Illustration und Comiczeichnen in Belgien und im Anschluss Film – und TV-Grafik in der Tschechischen Republik. Ab 2005 war er als 3D-Animator und Art Director tätig und arbeitete parallel an persönlichen Projekten. Seit 2011 lebt er in Berlin. Weitere Werke von ihm sind "Sanitkasan" (2007) und "MRDRCHAIN" (2010).

Produktionsland: Frankreich / Produktionsjahr: 2016
Autor: Ondrej Svadlena

Hintergrundinfo:
"Kurzschluss – Das Magazin" zeigt die neuesten Kurzfilme aus aller Welt – und wirft einen Blick hinter die Kulissen: mit Porträts, Drehberichten, aktuellen Festival – und Filmtipps und vielen spannenden Interviews.


01:25 Die künstlichen Stimmungen (30 Min.) (HDTV, UT)
Os Humores Artificiais
Kurzfilm Portugal, 2017
Produktion: Herma Films
Online verfügbar von 21/10 bis 28/10
Erstausstrahlung

Rollen und Darsteller:
Claude Laroque – Gilda Nomacce
Jo Yawalapiti – Amanda Rodarte

Regie: Gabriel Abrantes

Im brasilianischen Mato Grosso erforscht Claude Laroque gemeinsam mit der jungen Jo, wie man Robotern Emotionen vermitteln kann. Prompt verliebt sich der Roboter in Jo. Gabriel Abrantes verbindet auf wunderbare Weise Anthropologie, indigene Kultur und Fragestellungen der künstlichen Intelligenz. Der Regisseur wurde 1984 in North Carolina geboren. Nach seinem Studium in New York, Paris und am Le Fresnoy in Tourcoing lebt und arbeitet er heute in Lissabon. "Die künstlichen Stimmungen" ist bereits der dritte Kurzfilm des Regisseurs, der in der Sektion Berlinale Shorts der Internationalen Filmfestspiele in Berlin gezeigt wurde.


01:55 Eleganz: Akio (10 Min.) (HDTV)
Kurzfilm Deutschland, 2013
Produktion: Deutsche Film – und Fernsehakademie Berlin
Online verfügbar von 21/10 bis 28/10
Erstausstrahlung

Rollen und Darsteller:
Akio – Kai-Michael Müller

Regie: Joanna Ashton-Jones
Produzent: Gregor Sauter
Drehbuch: Silke Eggert
Kamera: Merle Jothe


02:05 Eleganz: Solo (10 Min.) (HDTV)
Kurzfilm Deutschland, 2013
Online verfügbar von 21/10 bis 28/10
Erstausstrahlung

Mitwirkende:
Dalina Schambach
Nike Fuhrmann

Regie: Rebeca Ofek
Produzent: Tim Oliver Schultz, Sabine Schmidt
Drehbuch: Rebeca Ofek
Kamera: Matan Radin


02:15 Eleganz: Nur 2 CM (5 Min.) (HDTV)
Kurzfilm Deutschland, 2013
Produktion: German Film and Television Academy dffb GmbH
Online verfügbar von 21/10 bis 28/10
Erstausstrahlung

Rollen und Darsteller:
Bruno Haase – Franc Bruneau
Japaner – Yukihiro Taguchi

Regie: Sanela Salketic
Produzent: Fred Burle
Drehbuch: Sonja Polligkeit
Musik: Tobias Heß, Maxim Lebedev
Kamera: Mario Krause
Schnitt: Christian Brecht


02:20 Eleganz: Diebe (5 Min.) (HDTV)
Kurzfilm Deutschland, 2013
Produktion: Deutsche Film – und Fernsehakademie Berlin
Online verfügbar von 21/10 bis 28/10
Erstausstrahlung

Rollen und Darsteller:
Franz – Max Woelky
Benny – Dennis Kamitz

Regie: Lauro Cress
Produzent: Clara von Fürstenberg, Cécile Tollu-Polonowski
Drehbuch: Florian Plumeyer, Lauro Cress
Kamera: Albrecht von Grünhagen
Schnitt: Bruno Derksen, Lauro Cress


02:25 Eleganz: Mein Engel (10 Min.) (HDTV, UT)
Kurzfilm Deutschland, 2013
Produktion: Deutsche Film – und Fernsehakademie Berlin
Online verfügbar von 21/10 bis 28/10

Rollen und Darsteller:
Vera – Irina Vinogradova
Jelena – Katerina Medvedeva

Regie: Miriam Bliese
Produzent: Clemens Köstlin
Drehbuch: Miriam Bliese
Kamera: Julian Landweer
Schnitt: Vessela Marchewski

Ein Kammerspiel über einen Machtkampf zwischen Mutter und Tochter. Jelena und ihre Mutter Vera sind vor 20 Jahren aus Russland nach Deutschland gekommen. Seitdem leben sie zusammen in einer viel zu engen Zwei-Zimmer-Wohnung. Vera ist fast 70 und will die deutsche Wirklichkeit einfach nicht akzeptieren. Im Geiste lebt sie noch immer im Russland der 70er Jahre, wo sie als Tänzerin zu Ruhm gekommen ist. Sie hat alles aufgegeben, um ihrer Tochter eine Tanzkarriere im Westen zu ermöglichen. Doch Jelena hat es nur zur Tanzlehrerin an einer Volkshochschule gebracht. Während Vera ihre Tochter in jedem Moment spüren lässt, dass sie nicht gut genug ist, rächt sich Jelena mit allen Mitteln, die ihr zur Verfügung stehen.

Hintergrundinfo:
Miriam Bliese wurde 1978 geboren. Sie studierte Germanistik, Philosophie und Musikwissenschaft an der FU Berlin. Parallel arbeitete sie am Theater als Regieassistentin und Regisseurin. Von 2002 bis 2005 war sie als freie Autorin tätig und übernahm Regieassistenzen für Dokumentarfilme. Ab 2005 studierte sie Regie an der Deutschen Film - und Fernsehakademie Berlin (DFFB). Weitere Filme von ihr sind "Walzer" (2007), "Tango" (2011) und "An der Tür" (2013).


02:35 Eleganz: Die Schuhe aus Triest (10 Min.) (HDTV, UT)
Suolni iz Trsta
Kurzfilm Deutschland, 2013
Produktion: Dffb, ARTE
Online verfügbar von 21/10 bis 28/10
Erstausstrahlung

Mitwirkende:
Dora Ciccone
Luisa Tomasetig
Adrijana Peresin
Goran Kalicanin
Marija Gilda Primosig
Marko Kalicanin Celinsek

Regie: Gregor Bozic
Produzent: Stanislav Banylyshyn, Marina Gumzi
Drehbuch: Gregor Bozic, Marina Gumzi
Kamera: Christoph Greiner
Schnitt: Gregor Bozic, Jonathan Rubin


02:45 Eleganz: Hysteria (20 Min.) (HDTV)
Histeria
Kurzfilm Deutschland, 2013
Online verfügbar von 21/10 bis 28/10
Erstausstrahlung

Mitwirkende:
Melanie Straub
Lucy Wirth

Regie: Katinka Narjes
Produzent: Tim Oliver Schultz, Sabine Schmidt
Drehbuch: Katinka Narjes
Kamera: Paul Rohlfs


03:05 Eleganz: An der Tür (5 Min.) (HDTV)
Kurzfilm Deutschland, 2013
Produktion: Deutsche Film – und Fernsehakademie Berlin
Online verfügbar von 21/10 bis 28/10

Rollen und Darsteller:
Mann – Wolfram Koch
Frau – Jeanette Hain
Sohn – Max Zabinski

Regie: Miriam Bliese
Produzent: Clemens Köstlin
Drehbuch: Miriam Bliese
Kamera: Markus Koob
Schnitt: Vessela Martschewski

Ein Mann kommt seinen Sohn bei seiner Ex-Frau abholen, wie jedes Wochenende. Wie immer wartet er vor der Tür ihres Mietshauses, bis der Sohn die Treppe herunterkommt. Doch an diesem Samstag dauert es länger, der Sohn möchte noch eine Fernsehsendung zu Ende sehen. Und so kommt es, dass sich an der Gegensprechanlage zum ersten Mal seit langer Zeit ein Gespräch zwischen dem getrennten Paar entspinnt. Auf einmal ist die Nähe und Vertrautheit von früher wieder da, es entsteht fast eine Art Flirt. Als der Sohn schließlich die Treppe herunterkommt und das Gespräch damit abrupt beendet, müssen beide mühsam in ihre Rollen zurückfinden. Ein Film über das Schmerzhafteste an einer Trennung – die Tatsache, dass man sich immer noch nah ist.

Hintergrundinfo:
Miriam Bliese wurde 1978 geboren. Sie studierte Germanistik, Philosophie und Musikwissenschaft an der FU Berlin. Parallel arbeitete sie am Theater als Regieassistentin und Regisseurin. Von 2002 bis 2005 war sie als freie Autorin tätig und übernahm Regieassistenzen für Dokumentarfilme. Ab 2005 studierte sie Regie an der Deutschen Film - und Fernsehakademie Berlin (DFFB). Weitere Filme von ihr sind "Walzer" (2007), "Aplinkkelis" (2008) und "Tango" (2011).


03:10 Eleganz: Der Fall (10 Min.) (HDTV)
Kurzfilm Deutschland, 2013
Produktion: German Film and Television Academy Berlin
Online verfügbar von 21/10 bis 28/10
Erstausstrahlung

Mitwirkende:
Benjamin Forti
Anka Baier
Emilio de Marchi
Adriana Altaras
Nana Lou Reschke
Mathias Lintner
Giorgi Koberidze

Regie: Alexandre Koberidze
Produzent: Simon Lubinski, Tim Wustrack
Drehbuch: Alexandre Koberidze
Kamera: Marius Flucht
Schnitt: Aleksandre Koberidze


03:20 Catwalk-Scandals! (55 Min.) (HDTV)
Dokumentation Frankreich, 2016
Wiederholung vom 29.09.
Originalvertonung

Regie: Loïc Prigent


04:15 Mordsidyll (30 Min.) (HDTV, UT)
In den Cevennen mit Anne Chaplet
Dokumentationsreihe Deutschland, 2017
Wiederholung vom 12.10.

Regie: Rieke Brendel, André Schäfer


04:45 Wer nicht fragt, stirbt dumm! (20 Min.) (HDTV)
Weltraumkoller
Fernsehserie Frankreich, 2015
Wiederholung vom 03.10.

Regie: Amandine Fredon
Autor: Marion Montaigne


04:48 Sendeschluss

 

*


Sonntag, 22. Oktober 2017


05:05 Claude François, Schattenseiten eines Playboys (55 Min.) (HDTV)
Dokumentation Frankreich, 2017
Wiederholung vom 06.10.

Regie: Karl Zero, Daisy D'Errata


06:00 Abgedreht! (35 Min.)
Magazin Frankreich, 2017
Wiederholung vom 20.10.


06:35 Baukunst (30 Min.) (HDTV)
Die Bambusschule von Bali
Dokumentationsreihe Frankreich, 2016
Wiederholung vom 15.10.

Regie: Richard Copans


07:05 Karambolage (10 Min.) (UT)
Magazin Frankreich, 2017
Wiederholung vom 21.10.

Regie: Claire Doutriaux


07:15 Basare der Welt (45 Min.) (HDTV, UT)
Istanbul
Dokumentationsreihe Deutschland, 2015
Wiederholung vom 07.10.

Regie: Stefanie Appel


08:00 Didavision (20 Min.) (HDTV)
Das menschliche Ohr
Kindersendung Spanien, 2007
Online verfügbar von 22/10 bis 21/11

Regie: Juan Romay

Unser Gehör ist so komplex, dass selbst Wissenschaftler noch nicht jede Funktion dieses Sinnesorganes näher bestimmen konnten. Es arbeitet 24 Stunden am Tag, einschließlich der Schlafenszeit. Um Geräusche wahrzunehmen, gelangen die vom Ohr empfangenen Schallwellen in den Gehörgang und stoßen auf das Trommelfell. Dieses beginnt zu schwingen und gibt die Schwingungen an die Knöchelchen des Mittelohrs weiter. Je nachdem welche Frequenz die Schwingungen haben, nehmen wir ein hohes oder tiefes Signal war. Das Ohr ist jedoch nicht nur für das Hören zuständig, sondern gleichzeitig auch der Sitz unseres Gleichgewichtsorgans.

Hintergrundinfo:
"Didavision" ist eine Wissensserie für Kinder und Eltern, die testen möchten, ob sie nichts vergessen haben! Als audiovisuelle Enzyklopädie aufgebaut, vermittelt sie anschaulich und leicht verständlich Grundlagen aus den verschiedensten Bereichen. Egal ob menschlicher Körper, Sinnesorgane oder unsere Erde – kindgerecht und nachvollziehbar gibt es hier Erklärungen für Groß und Klein.


08:20 Im Lauf der Zeit (25 Min.) (HDTV)
Die Kuba-Krise
Kindersendung Frankreich, 2017
Online verfügbar von 22/10 bis 21/11
Erstausstrahlung

Regie: Pierre Lergenmuller

Kuba, 1962. Die Amerikaner sehen den Staatspräsidenten Fidel Castro als gefährlichen Kommunisten an. Nur zwei Jahre zuvor wurde ein Wirtschaftsembargo gegen die Insel verhängt, das sie wirtschaftlich isolieren und in eine Mangelsituation versetzen soll. Die Vereinigten Staaten von Amerika sehen darin eine effiziente Taktik, um den Sturz des Regimes in Kuba zu bewirken. Aber auch Fidel Castro ist ein schlauer Stratege: Da ihm Amerika den Ölhahn zugedreht hat, nähert er sich der UdSSR an, die Raketen in Kuba stationiert. Diese Taktik soll die USA davor abschrecken, die Insel im Ernstfall anzugreifen. Ab diesem Zeitpunkt wird Kuba zum Schauplatz der Auseinandersetzungen zwischen den beiden Blocks des Kalten Krieges, die auch vor dem Einsatz von Nuklearwaffen nicht halt machen. Am 27. Oktober 1962 verweigert jedoch ein Mann in einem U-Boot den Befehl, einen Torpedo mit nuklearem Sprengkopf abzufeuern …

Hintergrundinfo:
Wie stünde es um die Gesellschaft, hätte es Kopernikus und Darwin nicht gegeben? Wie sähe Europa aus, wäre Churchill nicht so entschlossen gegen die Nazis vorgegangen? Und was wäre Deutschland ohne den Fall der Mauer? Die Menschheitsgeschichte ist eine Verkettung unglaublicher Ereignisse. Von der Geburt eines Genies bis zum Untergang eines Imperiums, von technologischen Fortschritten zu sozialen Revolutionen – die meisten großen Umwälzungen gehen auf scheinbar bedeutungslose Entscheidungen zurück. Die Reihe "Im Lauf der Zeit" bietet einen originellen Blick auf die Geschichte. Der Schwerpunkt liegt dabei auf kleinen Ereignissen, die bedeutsame Folgen für die ganze Weltgeschichte hatten.


08:45 Wenn ich groß bin, werde ich … (15 Min.) (HDTV)
Falkner
Kindersendung Belgien, 2014
Online verfügbar von 22/10 bis 21/11

Regie: Benoît Van Wambeke

Mark wollte eigentlich König werden, als er klein war. Er träumte von einem Schloss mit einem großen Park, wo er jede Menge Wildtiere beobachten und jagen kann. König ist dann aber ein anderer geworden, doch seinem Traum von einem Leben umgeben mit faszinierenden Wildtieren ist er treu geblieben. Heute ist er Falkner. Ein Falkner, wie der Name schon verrät, beschäftigt sich hauptsächlich mit Greifvögeln. Marks Aufgabe ist es, die Tiere nicht nur zu züchten und zu pflegen, sondern er muss sie auch richtig trainieren. Denn anders als beim Tierpfleger hat sein Umgang mit den Vögeln auch einen wichtigen Nutzen für die Forstwirtschaft: die Jagd. Greifvögel sind nämlich Fleischfresser und dienen daher sehr gut als Jäger von lebenden Vögeln und Säugetieren. Heute gewährt uns Mark einen Einblick in eine Beschäftigung, die vor allem Herzenssache ist – und eine echte Kunst!

Hintergrundinfo:
"Wenn ich groß bin, werde ich …" Wer hat in seiner Kindheit diesen Satz nicht gesagt und von einer glanzvollen Karriere als Feuerwehrmann, Arzt, Astronaut oder Forscher geträumt? In der Serie für Kinder stellen verschiedene Personen ihre Tätigkeiten vor. Dies veranschaulicht die breite Palette beruflicher Möglichkeiten und ermutigt die jungen Zuschauer, sich bei der Wahl von ihren persönlichen Interessen und Vorlieben leiten zu lassen. Der neugierige Pieper, eine freche, aber sympathische kleine Kartoffel, führt durch die Serie und vermittelt spielerische Einblicke in die Arbeitswelt.


09:00 Schau in meine Welt (25 Min.) (HDTV)
Gaurav und die Drachen
Kindersendung Deutschland, 2015
Online verfügbar von 22/10 bis 29/10

Regie: André Hörmann

Der 12-jährige Gaurav ist Drachenbauer. In seinem kleinen Heimatdorf Tapai im indischen Punjab ist das nichts Ungewöhnliches, denn die Gegend ist berühmt für ihre Drachenkunst. Ob Alt oder Jung, jeder lebt hier vom Drachenbau. Beim Drachensteigen geht es darum, mit dem eigenen Drachen möglichst viele andere Drachen vom Himmel zu holen. Dafür muss die Schnur der Konkurrenten durchtrennt und der vom Himmel stürzende Drache als Trophäe gefangen werden. Für Garauv ist das Drachensteigenlassen weit mehr als nur ein Spiel, für ihn bedeutet es Freiheit. Seit Gauravs Vater an seinem Alkoholkonsum gestorben ist, muss er nach der Schule arbeiten, um seine Familie zu unterstützen. Doch als Drachenbaugehilfe verdient er einfach zu wenig. Später möchte er selbst Drachenbaumeister werden und beschäftigt sich schon jetzt mit verschiedensten Techniken und Gestaltungen. Beim diesjährigen großen Drachen-Festival will Gaurav seinen ersten selbst gebauten Drachen mit einem ganz besonderen Design steigen lassen. Das ganze Dorf soll ihn sehen!


09:25 ARTE Junior Das Magazin (15 Min.)
Kindersendung Deutschland / Frankreich, 2017
Online verfügbar von 22/10 bis 29/10
Erstausstrahlung


09:40 Sanfter Mann sucht Frau (90 Min.) (HDTV, UT)
L'annonce
Fernsehfilm Frankreich, 2015
Wiederholung vom 29.09.
Produktion: TS Productions, ARTE F

Rollen und Darsteller:
Annette – Alice Taglioni
Paul – Eric Caravaca
Eric – Emilien Mathey
Didier – Cédric Appietto
Nicole – Claude Perron
Jacqueline – Hélène Vincent
Antoine – Christian Bouillette

Regie: Julie Lopes Curval
Produzent: Miléna Poylo, Gilles Sacuto
Drehbuch: Julie Lopes Curval, Sophie Hiet
Musik: Frédéric Lo
Kamera: Céline Bozon
Kostüm: Charlotte Lebourgeois
Bühnenbild: Valérie Saradjian: Valérie Saradjian
Redaktion: Arnaud Jalbert
Schnitt: Muriel Breton
Ausstattung: Valérie Saradjian
Autor: Marie-Hélène Lafon


11:10 Baukunst (25 Min.) (HDTV)
Médiacité – Ein Designer-Einkaufszentrum in Lüttich
Dokumentationsreihe Frankreich, 2016
Online verfügbar von 22/10 bis 21/12
Erstausstrahlung

Regie: Richard Copans

Eine Schlange, ein fliegender Fisch, eine hervortretende Ader, ein Fluss oder auch eine riesige Larve: An Bildern zur Beschreibung der Passagenkonstruktion des Lütticher Einkaufszentrums Médiacité mangelt es nicht. Auch einem gigantischen bunten Kirchenfenster kommt sie gleich. Das raffinierte, lichtdurchlässige Gebilde schlängelt sich über eine Länge von 350 Metern zwischen zwei Gebäudekomplexen und bildet die Hauptader eines gigantischen Einkaufs – und Freizeitzentrums, das 2009 auf einer Industriebrache entstand. Gestaltet wurde die Passage von dem israelischen Designer und Architekten Ron Arad, dessen surreale, schwingende Möbelobjekte Weltruf genießen. Nachdem Jaspers-Eyers, eines der bekanntesten belgischen Architektenbüros, das auf dem Grundstück befindliche Einkaufszentrum aus den 1970er Jahren renoviert und über Jahre hinweg ein stimmiges Konzept für die brachliegende Fläche entwickelt hat, soll im Jahr 2007 endlich das Fundament für den Neubau gelegt werden. Da entwickelt die Stadt Lüttich die Vision, der Médiacité die Handschrift eines international renommierten Künstlers zu geben. Der Bauträger wendet sich kurzerhand an Ron Arad, der dem urbanen Komplex, der heute täglich 40.000 Besucher willkommen heißt, mit seiner "Schlange" ein dynamisches, zeitgenössisches Antlitz verleiht. Neben den gewölbten Stahlelementen des Daches liegt eine weitere Besonderheit in den dazwischenliegenden Freiräumen: Diese sind nicht mit Glas, sondern mit luftgefüllten Teflon-Membranen überzogen – eine Verkleidung, die flexiblen Verformungen standhält und gleichzeitig hundertmal leichter und halb so teuer ist wie Glas.


11:35 Zu Tisch in … (40 Min.) (HDTV)
Der Gascogne
Dokumentationsreihe Deutschland, 2015
Wiederholung vom 14.10.

Regie: Marie Villetelle


12:15 Senegal – Ladies' Turn (55 Min.) (HDTV)
Frauen an den Ball!
Dokumentation Frankreich, 2012
Wiederholung vom 28.09.

Regie: Hélène Harder


13:10 Tanger – Timbuktu (55 Min.)
Auf den Spuren der Salzkarawanen (1/2)
Dokumentation Großbritannien, 2017
Wiederholung vom 02.10.

Regie: Alicia Arce


14:05 Tanger-Timbuktu (50 Min.)
Auf den Spuren der Salzkarawanen (2/2)
Dokumentation Großbritannien, 2017
Wiederholung vom 03.10.

Regie: Alicia Arce


14:55 Die Rettung Palmyras (55 Min.) (HDTV, UT)
Dokumentation Deutschland, 2017
Wiederholung vom 21.10.

Regie: Martin Papirowski


15:50 Aufstand in der Wüste (55 Min.) (HDTV, UT)
Die Herrschaft des Mahdi
Dokumentation Deutschland, 2017
Wiederholung vom 21.10.

Regie: Robert Schotter


16:45 Metropolis (45 Min.)
Lanzarote
Magazin Deutschland, 2017
Online verfügbar von 22/10 bis 20/01
Erstausstrahlung

Metropole Lanzarote: Kunst und Klima
Wind, Sonne und Lava: Lanzarote bietet ideale Bedingungen für erneuerbare Energien – und Inspirationsquellen für viele Künstler. Die Vulkaninsel wurde 1993 zum UNESCO-Biosphärenreservat erklärt. Ihr allgegenwärtiger Pate: Universalkünstler César Manrique. Die Landschaft entdecken, ohne sie zu zerstören – das war seine Vision. Wie sehen die Kreativen heute ihre Insel?

(1): Metropole Lanzarote: Kunst und Klima


17:30 Pierre Soulages (50 Min.) (HDTV)
Dokumentation Frankreich, 2017
Online verfügbar von 22/10 bis 29/10
Erstausstrahlung

Regie: Stéphane Berthomieux

Ein Hüne mit wachem Geist und festem Pinselstrich: Der 97-jährige Pierre Soulages gehört zu den letzten lebenden Legenden der abstrakten Malerei. Regisseur Stéphane Berthomieux gelingt mit seiner Dokumentation eine besondere Leistung: Er zeigt, wie aus Schwarz Licht entsteht und welche Energie dem speziellen Schwarz von Soulages innewohnt. Denn Soulages will Papier zum Leuchten bringen und bedient sich dafür des, wie er es nennt, "Outrenoir", des "jenseitigen Schwarz". Neben Archivaufnahmen und einem Off-Kommentar nähern sich Soulages-Kenner dem Leben und Werk des Künstlers, darunter sein langjähriger Freund, der Sprachwissenschaftler und "Soulages-Experte" Pierre Encrevé, der Astrophysiker Daniel Kunth, Soulages' Assistent Dan McEnroe, der Philosoph Alain Badiou, der Musiker Jean-Michel Jarre und der Rektor der Kathedrale von Rodez Jean-Luc Barrié. Soulages' Malerei ist Handwerk und Poesie – und sie ist das Ergebnis eines Werdegangs.

Hintergrundinfo:
Der fast zwei Meter große Künstler wurde 1919 im französischen Rodez geboren. Im Zweiten Weltkrieg unterbrach er sein Kunststudium, 1946 kehrte er dann nach Paris zurück, um sich ausschließlich der Malerei zu widmen. Ab 1948 stellt er seine Werke in Paris, Europa und darüber hinaus aus. Seit 1979 arbeitet er ausschließlich mit der Farbe Schwarz und legt den Fokus auf das Zusammenwirken von Furchen, Kerben und Reliefs mit dem Einfall des Lichts. Mit hohem ästhetischen Anspruch und pädagogischem Feingefühl zeigt die Dokumentation Soulages' Rang in der Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts. Sie ist die Hommage an einen zeitlosen Künstler und an die kraftvolle Modernität seines Schaffens.


18:20 Daniil Trifonov spielt Chopins Klavierkonzerte (50 Min.)
Musik Deutschland, 2017
Erstausstrahlung

Regie: Helmut Hadulla
Mitwirkende: Mahler Chamber Orchestra, Daniil Trifonov (Klavier)
Dirigent: Mikhail Pletnev
Komponist: Frédéric Chopin, Robert Schumann

Der 26-jährige Daniil Trifonov ist einer der faszinierendsten und spirituellsten jungen Pianisten unserer Zeit. In einem umjubelten Konzert im Konzerthaus Dortmund am 30. April 2017 spielte er Frédéric Chopins Klavierkonzert Nr. 2 in f-Moll in einer neuen Orchesterfassung des Dirigenten Mikhail Pletnev, der an diesem Abend selbst am Pult des Mahler Chamber Orchestra stand. Chopins Klavierkonzerte gelten als Kleinod Chopin'scher Poesie und als Prüfstein für Technik und Ausdrucksvermögen eines jeden Pianisten. Allein der Orchestersatz gab immer wieder Anlass zur Kritik, denn hinter der ungeheuren Komplexität des Klavierparts bleibt er deutlich zurück. Er gleicht eher einer Instrumentierungsskizze, in der die Klangmöglichkeiten des Orchesters nur angedeutet, aber nicht wirklich ausgearbeitet sind. Einige Wissenschaftler bezweifeln sogar, dass die Instrumentierung tatsächlich von Chopin selbst stammt. Die Diskrepanz zwischen pianistischer Raffinesse und orchestraler Simplizität ließ den Dirigenten Mikhail Pletnev, selbst ein ausgewiesener Meister am Klavier, nicht ruhen. Er überarbeitete die Partitur behutsam und erzielte dabei sehr viel reichere Farben allein dadurch, dass er charakteristische melodische Phrasen nach klanglichen Gesichtspunkten neu unter den Orchesterinstrumenten aufteilte. Eigentlich nur für eigene Aufführungen der Konzerte gedacht, fand Pletnevs Arrangement bald auch bei anderen Pianisten sehr viel Zustimmung. Auch Ausnahmepianist Daniil Trifonov weiß den ebenbürtigen Gegenpart im Orchester zu schätzen. Mit seinem exzessiven Spiel schuf er in Dortmund Momente ungeheurer Intensität und Spannung und zelebrierte einen Chopin, wie man ihn so noch nicht gehört hat.


19:10 ARTE Journal (20 Min.)
Nachrichten Deutschland / Frankreich, 2017
Online verfügbar von 22/10 bis 23/10


19:30 360° Geo Reportage (45 Min.) (UT)
Louisiana – Land unter bei den Shrimpfischern
Reportage Deutschland, 2017
Online verfügbar von 22/10 bis 21/11
Erstausstrahlung

Regie: Carmen Butta

Es sind hart gesottene Männer, die Shrimps-Fischer aus der Marschlandschaft am Südrand des Mississippi-Deltas in Louisiana: Kauzige Charaktere, die mit der Wasserwelt der verwunschenen, moosbewachsenen Bayous in fast symbiotischer Gemeinschaft leben. Doch es ist eine versinkende Welt: Noch erstreckt sich das Marschland weit bis zum Golf von Mexiko – ein Wasserlabyrinth, das Tag für Tag schwindet. Denn jede Stunde schlucken die Fluten eine Fläche so groß wie ein Fußballfeld. Das Abpumpen von Öl und Gas, der Klimawandel und fehlgeleitete Flussumleitungen lassen das Land stetig absinken. Als Nachfahren von Choctaw-Indianern sowie kanadischen Cajuns sprechen die Shrimper der Bayours noch ein altertümliches Französisch und spielen mit Fidel und Akkordeon getragene Melodien, zu denen sie mit Polka-ähnlichen Tänzen feiern. Bis in die 1990er Jahre belieferten sie die ganzen USA mit Shrimps und verdienten damit gutes Geld. Doch heute steht der Aufwand ihres harten Jobs in keinem Verhältnis mehr zum Ertrag. Massive Importe an Billigshrimps aus Fernost und Südamerika haben den Markt überschwemmt und zu einem ruinösen Preisverfall geführt. Seitdem haben die meisten Shrimper aufgegeben und arbeiten jetzt in der Ölindustrie.
Doch eine Minderheit von ihnen will und kann sich kein anderes Leben als auf dem Wasser vorstellen und steht jede Saison aufs Neue vor der Herausforderung des Überlebens. "360° Geo Reportage" hat sie besucht: Den 74-jährigen Jake Billiot, der dort lebt, wo das Land im Meer versinkt und sich nur in den Bayours wirklich frei fühlen kann. Und die alteingesessene Shrimper-Familie Chauvin, die die Zukunft des Geschäfts auf der Hochsee sieht.


20:15 Steven Spielberg (120 Min.)
Filmreihe

Gemessen an seinen Einspielergebnissen ist Steven Spielberg der bis heute erfolgreichste Regisseur und Produzent weltweit. Bereits mit 22 Jahren wurde das Wunderkind von Universal Pictures wegen seines 35-mm-Kurzfilms "Amblin'" (1968) unter Vertrag genommen und konnte so erstmals in der Filmbranche Fuß fassen. Fast 50 Jahre später hat sich die Anzahl seiner Projekte vervielfacht. ARTE zeigt mit "Duell" (1971), "Der weiße Hai" (1975), "Das Reich der Sonne" (1987) und "A.I. – Künstliche Intelligenz" (2001) vier Meilensteine seines Werdegangs.
Mit dem Highway-Thriller "Duell" (1971) wurde der Grundstein für eine der größten Karrieren der Filmgeschichte gelegt. Zunächst als Fernsehfilm auf dem amerikanischen Sender CBS ausgestrahlt, wurde der Film aufgrund des großen Erfolgs zu Spielbergs Kinodebüt. Darin geht es um den Handlungsreisenden David Mann, der auf dem Highway von einem alten, bedrohlichen Truck abgedrängt wird. Aus der entspannten Heimfahrt wird eine atemlose Hetzjagd um Leben und Tod über die kalifornischen Highways. Bereits vier Jahre später gelang Steven Spielberg der kommerzielle Durchbruch mit einem weiteren Thriller. 470 Millionen Dollar spielte die Geschichte über einen menschenfressenden Hai ein, der sein Unwesen in den Gewässern des kleinen Badeortes Amity treibt. "Der weiße Hai" (1975) bekam drei Oscars und läutete die Ära des Blockbuster-Kinos ein. In "Das Reich der Sonne" (1987) gerät der elfjährige Brite Jim mit seiner Familie in den Flüchtlingsstrom des Zweiten Japanisch-Chinesischen Krieges. Aus Shanghai vertrieben und von seinen Eltern getrennt, muss er sich allein durchschlagen und wird letztlich Zeuge des Atombomben-Abwurfs auf Nagasaki. Die Filmmusik schrieb John Williams, der bereits seit 1974 bis auf wenige Ausnahmen die Musik zu jedem Spielberg-Film komponierte. So auch in "A.I. – Künstliche Intelligenz" (2001). Der in der Zukunft spielende Film ist eine hochkarätig starbesetzte Adaption des Pinocchio-Themas. Ein Roboter-Junge ist als Erster seiner Art in der Lage, Liebe zu empfinden. Während er mit dem leiblichen Sohn seiner "Mutter" um deren Anerkennung ringt, wünscht er sich bald nichts sehnlicher, als ein echter Mensch zu werden.


Steven Spielberg
20:15 Der weiße Hai (120 Min.) (AD)
(Jaws)
Spielfilm USA, 1975
Produktion: Universal Pictures, Zanuck-Brown Productions

Rollen und Darsteller:
Polizeichef Martin Brody – Roy Scheider
Quint – Robert Shaw
Matt Hooper – Richard Dreyfuss
Ellen Brody – Lorraine Gary
Bürgermeister Larry Vaughn – Murray Hamilton
Ben Meadows – Carl Gottlieb

Regie: Steven Spielberg
Produzent: Richard D. Zanuck, David Brown
Drehbuch: Peter Benchley, Carl Gottlieb
Musik: John Williams
Kamera: Bill Butler
Schnitt: Verna Fields
Autor: Peter Benchley

Es ist Sommer an der Ostküste Amerikas. Die Stadt Amity steht kurz vor dem Ansturm der jährlichen Badegäste. Doch der Frieden in dem sonst so ruhigen Badeort wird von einem weißen Hai, der es speziell auf Menschen abgesehen hat, jäh gestört. Nachdem eine Schwimmerin durch einen Haiangriff getötet wurde, drängt Polizeichef Martin Brody auf eine Schließung der Strände. Doch die Stadt ist auf die Touristen der mit dem nahenden 4. Juli, dem Unabhängigkeitstag der USA, beginnenden Badesaison angewiesen, und Brody stößt beim Bürgermeister auf taube Ohren. Erst als ein weiterer Junge getötet wird und dessen Mutter großes Aufsehen in den lokalen Medien erzeugt, werden die Strände rund um Amity mit erheblichen Sicherheitsvorkehrungen wie beispielsweise Hai-Spähern ausgerüstet. Derweil setzt die Mutter des Jungen eine Tötungsprämie von 3.000 Dollar aus, wodurch es zu einer regelrechten Hetzjagd auf Haie kommt. Nach kurzer Zeit wird ein getöteter Hai als der gesuchte "Killer-Hai" präsentiert. Aber nur Brody und Meeresbiologe Hooper scheint aufzufallen, dass der Gebissradius bei den Opfern bedeutend größer ist … Zusammen mit Haijäger Quint begeben sie sich auf die Suche nach dem heimtückischen Menschenfresser.

Hintergrundinfo:
Mit "Der weiße Hai" (1975) gelang Regisseur Steven Spielberg der Durchbruch in Hollywood. Neben einem Golden Globe und einem Grammy gewann der Film drei Oscars in den Kategorien Beste Musik, Bester Schnitt und Bester Ton. Zusammen mit dem zwei Jahre später erschienenen "Krieg der Sterne" (1977) von George Lucas läutete der Film die Ära des Blockbuster-Kinos ein und gilt bis heute als einer der besten Thriller. Zudem sorgte "Der weiße Hai", der 470 Millionen Dollar einspielte, für einen Boom des Tierhorror-Genres.


22:15 78/52 – Die letzten Geheimisse von Psycho (85 Min.)
Dokumentarfilm USA, 2015
Online verfügbar von 22/10 bis 21/11
Erstausstrahlung

Regie: Alexandre O. Philippe

Alfred Hitchcocks "Psycho" ist noch immer einer der am häufigsten erörterten und analysierten Filme aller Zeiten. Das Werk war ein echter kultureller Wendepunkt und einer der Weichensteller für die Thriller der sechziger Jahre. Vor allem aber ging die berühmte Duschszene in die Geschichte von Filmkunst und -wissenschaft ein. Jeder Filmstudent oder Regisseur hat sich früher oder später mit ihr befasst. Unzählige Filmfans fühlten sich berufen, darüber zu schreiben, diese drei Minuten Film zu sezieren, zu interpretieren und ihre ebenso methodische wie mysteriöse Perfektion zu ergründen.
Die Duschszene birgt viele Geheimnisse. Mittlerweile hat sie das Genie ihres Schöpfers transzendiert, um ein Eigenleben zu führen und wahrscheinlich ewig neue Entdeckungen hervorzubringen. Der US-amerikanische Filmkritiker Roger Ebert sagte einmal: "Das Genie liegt zwischen oder hinter den Einstellungen oder in einer Chemie, die sich weder timen noch materiell erfassen lässt."
"78/52" erforscht diesen nicht greifbaren "kinematographischen Raum" in einer abendfüllenden Analyse der "Duschszene" aus "Psycho". Er beleuchtet ihre künstlerische und handwerkliche Virtuosität, liefert Hintergrundinformationen und erläutert den Einfluss dieser legendären Drei-Minuten-Sequenz, die neue Maßstäbe für den Spielfilm setzte und nachhaltig einige der größten Filmemacher unserer Zeit beeinflusste.

Hintergrundinfo:
Der Regisseur Alexandre O. Philippe ist von jeher ein Hitchcock-Fan. Schon als Zwölfjähriger organisierte er einen wöchentlichen Hitchcock-Filmabend für seine Eltern und deren Freunde in Genf; mit zunehmendem Alter wuchs auch seine Leidenschaft für den Master of Suspense. Er leitete weltweit zahlreiche Seminare für Filmanalyse und dramatisches Schreiben sowie Workshops an Schulen, Universitäten, bei Filmfestivals und in Museen – häufig mit dem Fokus auf Hitchcock's bahnbrechender Handwerkskunst. Viele seiner Filme sind preisgekrönt, darunter "The People vs. George Lucas", "The Life and Times of Paul the Psychic Octopus" und "Doc of the Dead".


23:40 Kriminalfälle, die Geschichte machten (30 Min.) (HDTV)
Abe Sada – Von Liebe und Tod
Dokumentationsreihe Frankreich, 2017
Online verfügbar von 22/10 bis 21/12
Erstausstrahlung

Regie: Emmanuel Blanchard

Tokio, 1936. Am 18. Mai elektrisiert ein ungewöhnliches Verbrechen die japanische Öffentlichkeit: Die ehemalige Geisha Abe Sada erdrosselt ihren Liebhaber durch erotische Strangulation, trennt ihm anschließend die Genitalien ab und ritzt ihren Namen in seine Haut. Bei ihrer Verhaftung empfängt die junge Frau die Polizei lächelnd und ohne Reue und erklärt, sie habe aus Liebe getötet. Der Fall, der so manchen Moralkodex ins Wanken bringt, wurde schnell zur Ikone der verrufenen Seite Japans stilisiert und von der Presse gierig aufgegriffen. Denn der erotisch motivierte Mord ereignet sich zu einer Zeit extremer gesellschaftlicher Spannungen: Die instabile Regierung unter Kaiser Hirohito muss mit einem wachsenden Nationalismus kämpfen, seit Beginn der Dreißigerjahre erlebt das Land eine schwere Wirtschaftskrise und innerhalb des autoritären Militärs wird eine Expansionspolitik gefordert. Dieser wachsende Militarismus ging zudem mit einer puritanischen Repression einher, wobei Erotik, sexuelle Abweichung und Morbidität aufs Engste miteinander verknüpft wurden. Sadas Tat und deren öffentlicher Prozess wurden so zu einem bis heute vielfach zitierten und medial verarbeiteten Klassiker der japanischen Kultur. Und auch in den Augen des Westens steht der Fall Abe Sada für die Fantasievorstellung einer zügellosen japanischen Erotik – quasi als Kontrastfolie zur restriktiven Sexualmoral der europäischen Zwischenkriegszeit.

Hintergrundinfo:
Von Jack the Ripper über Violette Nozière bis hin zum Tod von Lady Di – die zehnteilige Reihe rollt rätselhafte Kriminalfälle mit aufwendigem Archivmaterial noch einmal auf. Wie wurde in der Presse über die mysteriösen Todesumstände der Opfer berichtet? Was ist letztendlich wahr und was ist falsch? Oft zieht eine Meldung großen Medienrummel nach sich und bringt gewisse Legenden und Mythen hervor. In jedem Beitrag der Reihe wird eine Zeitungsmeldung als Ausgangpunkt genommen, um ein fesselndes Kapitel Kriminalgeschichte näher zu beleuchten.


00:10 Ein neuer Chopin: Daniil Trifonov & Mikhail Pletnev (55 Min.)
Musik Deutschland, 2017
Erstausstrahlung

Regie: Christian Berger

Mitwirkende:
Mahler Chamber Orchestra
Daniil Trifonov (Pianist)
Mikhail Pletnev (Dirigent)

In Dortmund, der ehemals für Bergbau und Schwerindustrie, heute vor allem für Fußball bekannten westdeutschen Großstadt, fand im Frühjahr 2017 eine ganz besondere musikalische Begegnung statt: Der Pianist Daniil Trifonov und das Mahler Chamber Orchestra nahmen unter der Leitung von Mikhail Pletnev die beiden Klavierkonzerte Frédéric Chopins in einer neuern Orchesterfassung auf. Für die Aufnahme wurde das Konzerthaus Dortmund zum Tonstudio. Zwei Tage lang arbeiteten Trifonov, Pletnev und die Musiker des Mahler Chamber Orchestras intensiv an den Konzerten. Ein vollständiger Mitschnitt entstand zum Abschluss, während eines Konzerts im ausverkauften Konzerthaus.
Die Klavierkonzerte in e-moll und f-moll gehören zu Chopins bekanntesten Werken. Der Klaviersatz ist in seiner pianistischen Raffinesse ein Prüfstein für Technik und Ausdrucksvermögen eines jeden Pianisten, die Instrumentierung jedoch bleibt deutlich dahinter zurück. Dieser Umstand ließ den Dirigenten Mikhail Pletnev nicht ruhen. Er überarbeitete und verfeinerte die Partituren behutsam und wertete die Rolle des Orchesters damit deutlich auf. Eigentlich nur für eigene Aufführungen der Konzerte gedacht, fanden Pletnevs Arrangements bald viel Zustimmung auch bei anderen Musikern.

Hintergrundinfo:
Der Regisseur Christian Berger hat die Proben und die abschließende, umjubelte Aufführung im Konzerthaus Dortmund hautnah dokumentiert und zeigt in faszinierenden Momentaufnahmen, wie akribische künstlerische Arbeit an unzähligen Details am Ende große Musik entstehen lässt. Dazu gewährte ihm Daniil Trifonov eine Audienz in seiner New Yorker Wohnung und gab dabei Einblicke in seinen ganz eigenen musikalischen Kosmos.


01:05 Festkonzert Kulturpalast Dresden (85 Min.) (HDTV)
Musik Deutschland, 2017
Online verfügbar von 22/10 bis 21/11
Erstausstrahlung

Regie: Ute Feudel
Mitwirkende: Julia Fischer (Violine)
Dirigent: Michael Sanderling

Mit dem Kulturpalast Dresden öffnete in diesem Jahr innerhalb weniger Wochen nach der Elbphilharmonie ein zweiter großer Konzertsaal in Deutschland seine Pforten. Der Kulturpalast wurde 1969 als damals größter Mehrzweckbau der DDR eröffnet. Nun misst sich der generalüberholte Konzertsaal mit den besten Konzertsälen Europas. Wie gut er sich dabei macht, zeigte bereits das erste Konzert an diesem Ort, das ARTE mit der Dresdner Philharmonie aufgezeichnet hat.
Im Mittelpunkt des Festkonzerts zur Eröffnung des Kulturpalasts Dresden standen zwei repräsentative Werke des 19. Jahrhunderts: das Violinkonzert e-Moll von Felix Mendelssohn Bartholdy – für viele das Violinkonzert par excellence – und der Schluss-Satz von Beethovens Neunter Sinfonie in d-Moll mit dem berühmten Chorfinale auf Schillers "Ode an die Freude". Damit verneigte sich Dresden vor der eigenen Historie, denn mit der "Neunten" war der Kulturpalast 1969 musikalisch eröffnet worden.
Stargäste der Wiedereröffnung Ende April 2017 waren die Violinistin Julia Fischer und der Bariton Matthias Goerne, der seine Klasse als Sänger mit sinfonischen Bearbeitungen von Schubert-Liedern einmal mehr unter Beweis stellte.


02:30 Guatemala: Gegen das Vergessen (65 Min.) (HDTV)
Dokumentarfilm Frankreich, 2015
Wiederholung vom 19.09.

Autor: Claudio Zulian


03:35 Mordsidyll (30 Min.) (HDTV, UT)
Banyuls-sur-mer mit Yann Sola
Dokumentationsreihe Deutschland, 2017
Wiederholung vom 13.10.

Regie: Rieke Brendel, André Schäfer


04:05 Wer nicht fragt, stirbt dumm! (5 Min.) (HDTV)
Gandalfs Fallbesipiel
Fernsehserie Frankreich, 2015
Wiederholung vom 05.10.

Regie: Amandine Fredon
Autor: Marion Montaigne


04:10 Kriminalfälle, die Geschichte machten (26 Min.) (HDTV)
Der Anden-Crash
Dokumentationsreihe Frankreich, 2017
Wiederholung vom 07.10.

Regie: Emmanuel Blanchard


04:36 Sendeschluss

 

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Montag, 23. Oktober 2017


05:00 Eröffnungskonzert zur Frankfurter Buchmesse 2017 (50 Min.)
Musik Deutschland, 2017
Wiederholung vom 15.10.

Mitwirkende:
Orchestre philharmonique de Strasbourg
Venonika Eberle (Violine)
Gautier Capuçon (Violoncello)

Dirigent: Marko Letonja
Komponist: Johannes Brahms


05:50 ARTE Reportage (55 Min.)
Reportage Frankreich, 2016
Wiederholung vom 21.10.


06:45 Kulinarische Reise durch Brasilien (25 Min.) (HDTV)
Arabische Küche in São Paulo
Dokumentationsreihe Frankreich, 2014
Online verfügbar von 23/10 bis 31/10

Regie: Frédéric Ménissier

Nach São Paulo, die größte Stadt Brasiliens, zog es zu Beginn des 20. Jahrhunderts Tausende Syrer, Libanesen und Armenier, die der Armut ihrer Heimatländer entkommen wollten. Noch heute ähnelt die Rua 25 de Março mitten im Zentrum der Stadt mit ihren zahlreichen Kurzwaren – und Tuchläden einem gigantischen orientalischen Basar. Hier gibt es getrocknete Früchte, mediterrane und orientalische Gewürze und Kräuter, es duftet nach Mandeln und Orangenblüten, Minze und Kreuzkümmel, man isst getrocknete Kürbiskerne wie in Damaskus und Kebbeh-Frikadellen wie in Beirut. Bel besucht hier eines ihrer Lieblingsrestaurants, das von den libanesischen Schwestern Olinda und Simone betrieben wird. Sie laden die junge Köchin zu ihrem Dessert aus 1001 Nacht ein, einem Grießpudding, verfeinert mit Sahne, Pistazien und Orangenblütensirup. Die meisten syrischen und libanesischen Einwanderer waren maronitische oder griechisch-orthodoxe Christen, nur wenige Muslime. Diese Minderheit brachte den Islam nach Brasilien, das vorher ausschließlich katholisch geprägt war. Bel trifft den Vorsteher der Moschee von São Paulo, Alli Ahmad, der ihr das Leben der muslimischen Gemeinde zeigt. Im Restaurant Al Soltan, in dem brasilianische und arabische Küche miteinander verschmelzen, bereitet sie mit Küchenchef Ibrahim Widder – und Hähnchenfleisch mit Safran, weißem Chili, Mandeln und Granatapfelmus zu. Die armenische Küche entdeckt sie im Restaurant Casa Garabed, wo sie Koch Roberto bei der Zubereitung von Esfihas, kleinen, mit Fleisch belegten Pizzen, über die Schulter schaut.

Hintergrundinfo:
Brasilien – ein Land, das zahlreiche Landschaften, Völker und Kulturen vereint. Die spannende Vielfalt des aufstrebenden, riesigen Staates spiegelt sich in seiner Küche, einem Schmelztiegel aus iberischen, indigenen und afrikanischen Traditionen, europäischen und nordamerikanischen Einflüssen. Die junge Sterneköchin Bel Coelho begibt sich auf eine kulinarische Reise durch ihr Heimatland von Amazonien bis Florianópolis, von den Gauchos bis zu den Urvölkern.


07:10 ARTE Journal Junior (10 Min.)
Kindersendung Deutschland / Frankreich, 2017
Online verfügbar von 23/10 bis 30/10


07:20 Xenius (25 Min.)
Die Alpen im Wandel – Leben im Steilen
Moderation: Carolin Matzko, Gunnar Mergner
Magazin Deutschland, 2017
Wiederholung vom 20.10.


07:45 Indien – Der letzte Tanz (60 Min.) (HDTV)
Dokumentation Italien, 2009
Wiederholung vom 18.09.

Regie: Diego Dinnocenzo, Marco Leopardi


08:45 Big Pacific (40 Min.) (HDTV)
Der gewaltsame Ozean
Dokumentationsreihe Volksrepublik China / Neuseeland / USA, 2017
Wiederholung vom 25.09.

Regie: John Cullum


09:25 360° Geo Reportage (55 Min.) (HDTV)
Sansibars erstes Frauenorchester
Reportage Deutschland, 2015
Online verfügbar von 23/10 bis 22/11

Regie: Lutz Gregor

Taarab ist ein Stilmix, der die verschiedenen Kulturen Sansibars widerspiegelt, die Musik vereint europäische und afrikanische Instrumente wie Violine, Akkordeon und Trommeln mit der arabischen Kanun. Es ist Ramadan, und in einigen Wochen sollen die Frauen des Tausi Orchestra unter der Leitung von Mariam Hamdani beim wichtigsten Filmfestival Afrikas, dem Zanzibar International Film Festival (ZIFF), auftreten. Doch die Frauen sind müde, die muslimische Fastenzeit zehrt an den Kräften der Frauen und auch ihr musikalisches Können ist noch auf sehr unterschiedlichem Niveau. Viele von ihnen mussten persönlich einen hohen Preis dafür zahlen, Musik machen zu dürfen: wie Amina Omar, die sich sogar scheiden ließ, weil ihr Mann das Musizieren seiner Ehefrau nicht tolerieren wollte. Bis vor ein paar Jahren durften Frauen in der muslimisch geprägten Kultur Sansibars öffentlich keine Instrumente spielen und höchstens als Sängerinnen in Männerorchestern auftreten. Mariam Hamdani, die erste weibliche Journalistin Sansibars, wollte das ändern und gründete vor acht Jahren das Tausi Women's Taarab Orchestra. Sie setzt sich mit ihrem Orchester erfolgreich für die Emanzipation von Frauen ein, von denen einige inzwischen sogar an der Musikakademie Sansibars studieren. Das stößt nicht bei allen Männern auf Begeisterung.
Manche Imame, Väter oder Ehemänner meinen, Frauen, die öffentlich Musik machen, verstoßen gegen die Gesetze des Korans. Der Islam hat tatsächlich in den letzten Jahrzehnten immer mehr Einfluss auf das multikulturelle Leben Sansibars gewonnen. Und so ist der Fortbestand des Tausi Orchestra längst noch keine Selbstverständlichkeit.

Hintergrundinfo:
"360° Geo Reportage" präsentiert außergewöhnliche Menschen rund um den Globus.


10:20 360° Geo Reportage (55 Min.) (HDTV)
Die Dhaus, Arabiens legendäre Schiffe
Reportage Deutschland, 2015
Online verfügbar von 23/10 bis 22/11

Regie: Holger Riedel

In dem kleinen Emirat Ras al-Chaima werden noch Dhaus gebaut, auch traditionelle aus Holz. Die Werft der Familie Al-Mansuri existiert seit drei Generationen. Chef und Arbeitgeber der 25 Schiffszimmermänner ist der 50-jährige Abdallah, dessen ganzer Stolz eine große Dhau ist: Sie ist 30 Meter lang – aber noch längst nicht fertig. Der Auftraggeber kommt aus Katar. Wird Abdallahs Werft das Schiff je fertig stellen?
Neben allen geschäftlichen Zielen will Abdallah mit der Dhau-Werft auch die Tradition seiner Väter und Großväter bewahren. Dhaus aus Holz sind eine jahrtausendalte Kultur in Arabien. Auch das Großschiff, an dem auf der Werft aktuell gearbeitet wird, ist von Anfang bis Ende Handarbeit. Nichts ist industriell vorgefertigt oder am Computer entworfen. Der Auftraggeber hat seine Wünsche erklärt, Abdallah hat daraufhin Zeichnungen und Baupläne erstellt. Vor zwei Jahren wurde mit dem Bau begonnen. Eigentlich sollte die Dhau bereits fertig sein, aber zahlreiche Änderungswünsche des Eigners verzögerten die Fertigstellung. Inzwischen wagt Abdallah keine Prognose mehr, wann der Stapellauf stattfinden soll. Generell steht die Zukunft der arabischen Holzschiffe nach über tausendjähriger Erfolgsgeschichte in den Sternen. Abdallahs Projekt ist dafür nur ein Beispiel. Noch fahren die alten, schönen Dhaus vor den Küsten der Emirate, Omans und Irans – doch wie lange noch?

Hintergrundinfo:
"360° Geo Reportage" präsentiert außergewöhnliche Menschen rund um den Globus.


11:15 360° Geo Reportage (60 Min.) (HDTV)
Camargue, zwischen Himmel und Meer
Reportage Deutschland, 2015
Online verfügbar von 23/10 bis 22/11

Regie: Vincent Froehly

Philippe Rollin arbeitet seit Jahrzehnten als Muschelfischer in Saintes-Maries-de-la-Mer. Die Camargue, die endlos weißen Strände am Mittelmeer und die kleinen bunten Tellmuscheln sind sein Leben. Dieser Meeresschatz steht theoretisch unter strengem Schutz: streng regulierte Fangzeiten, Fangquoten und eindeutige Vorschriften für die Größe der zu fangenden Muscheln – doch nicht alle halten sich daran. Viele Fischer holen so viel wie möglich aus dem Meer und machen damit nicht nur die Arbeit der "telliniers" zunichte, sondern bedrohen den gesamten Bestand der Tellmuscheln "360° Geo Reportage" hat die Schönheit der Camargue und seiner Schätze der Natur eingefangen. Der Beruf des Tellmuschelfischers ist ein Knochenjob: Stundenlang stehen sie bis zum Bauch im eiskalten und oft sturmgepeitschten Mittelmeer, mit bis zu 40 Kilogramm Blei auf dem Rücken beschwert, um dem Meeresboden mit einem speziellen Kescher die Muscheln abzutrotzen. Die Kunst und Profession dieser Fischer liegt nicht nur darin, den Kescher richtig zu bewegen, sondern auch den Beifang fachgerecht zu entsorgen: Neben Steinen und Sand müssen vor allem die noch zu kleinen Muscheln zurück ins Meer geworfen werden, damit sie wachsen und den Bestand sichern können.
Doch skrupellose Fischer machen sich das Leben leicht und fangen genau diesen aussortierten Beifang – ohne Rücksicht auf die ehrlichen Kollegen und ohne jede Spur von Verantwortung gegenüber der Natur und ihren Ressourcen. Philippe Rollin und seine Kollegen kämpfen einen erbitterten Kampf für das Überleben der Tellmuscheln.

Hintergrundinfo:
"360° Geo Reportage" präsentiert außergewöhnliche Menschen rund um den Globus.


12:15 Re: (35 Min.)
Karriere trotz Kind – Wie sich Familie und Beruf vereinbaren lassen
Reportage Deutschland, 2017
Wiederholung vom 20.10.


12:50 ARTE Journal (10 Min.)
Nachrichten Deutschland / Frankreich, 2017
Online verfügbar von 23/10 bis 24/10


13:00 Stadt Land Kunst (45 Min.)
Magazin Frankreich, 2017
Online verfügbar von 23/10 bis 30/10
Erstausstrahlung

Regie: Fabrice Michelin

Das absolute Muss: Die Moskauer Metro
Eine unbekannte Geschichte über die Moskauer Metro, die zu den schönsten U-Bahnen der Welt gehört: Als Moskau im Zweiten Weltkrieg von der Wehrmacht umzingelt war, dienten die Schächte der Metro nicht nur als Luftschutzanlagen …

Hintergrundinfo:
ARTE lädt täglich zu einer Reise an besondere Orte ein, die sich durch ihr künstlerisches, kulturelles oder landschaftliches Erbe auszeichnen. Im Mittelpunkt der Sendung stehen nicht Museen oder vom Reiseführer propagierte Orte, sondern Reichtümer dieser Erde. "Stadt Land Kunst" lässt den Zuschauer die Zusammenhänge zwischen Kunst, Landschaften und Menschen anders entdecken und ermöglicht eine Pause vom Alltag. Eine Sendung mit kulturellem Anspruch, fernab der Großstadthektik. Linda Lorin lädt täglich zu einer Reise an die Orte ein, die schon große Künstler inspirierten. Eine ganz neue Art, Städte und Regionen zu erkunden oder wiederzuentdecken. Anschließend zeigt die Sendung, wie die menschliche Schöpferkraft Landschaften und Städte formte und so vielfältige Kulturen hervorbrachte. Zum Abschluss wird eine wenig bekannte Geschichte über ein berühmtes Wahrzeichen erzählt.


13:45 Mata Hari – Agent H. 21 (100 Min.) (HDTV)
Spielfilm Frankreich / Italien, 1964
Wiederholung vom 09.10.
Produktion: Les Films du Carrosse, Filmel, Simar Films, Fida Cinematografica

Rollen und Darsteller:
Mata Hari – Jeanne Moreau
Hauptmann Lasalle – Jean-Louis Trintignant
Julien – Claude Rich
Oberst Legrand – Frank Villard
Adam Zelle – Albert Rémy
Ludovic – Georges Riquier
Gaston – Henri Garcin
Baroness du Maine – Hella Petri
junges Mädchen – Marie Dubois
Charlotte – Nicole Desailly
Direktor des "Alcazar" Claude Mansard
Zimmermädchen – Carla Marlier
deutscher Spionagechef – Jean-Marie Drot
Zivilpolizist – Marcel Berbert

Regie: Jean-Louis Richard
Produzent: Eugène Lépicier
Drehbuch: Jean-Louis Richard, François Truffaut
Musik: Georges Delerue
Kamera: Michel Kelber
Kostüm: Pierre Cardin
Schnitt: Kenout Peltier


15:25 6000 Kilometer westwärts – Auf dem Rad mitten durch Amerika (25 Min.) (HDTV, UT)
Von New York in die Appalachen
Dokumentationsreihe Deutschland, 2017
Wiederholung vom 16.10.

Regie: Viktor Stauder


15:50 Ein Traum von Baum (55 Min.) (HDTV)
Eiben, Eichen und Mythen
Dokumentationsreihe Frankreich, 2015
Online verfügbar von 23/10 bis 30/10
Erstausstrahlung

Regie: Henri de Gerlache, Christophe d'Yvoire

Die beiden tausendjährigen Eiben im französischen La Haye-de-Routot und der "Nagelbaum" im belgischen Herchies haben seit langer Zeit eine spirituelle Bedeutung. Sie zeugen von jahrhundertealten Traditionen und wurden im Laufe der Zeit mit den unterschiedlichsten Symboliken belegt. Von uralten Ritualen bis zu zeitgenössischer Folklore - in diesen Bäumen vereinen sich die Kräfte der Natur mit dem menschlichen Bedürfnis nach Glauben und Spiritualität. Zu Ehren der beiden normannischen Eiben wird seit Jahrhunderten ein fröhliches Fest ausgerichtet, deren Höhepunkt ein riesiges Feuer ist. Die Geschichte von La Haye-de-Routot ist eng mit den beiden Bäumen verbunden, die schon seit ewigen Zeiten dort zu stehen scheinen. Als einer von ihnen kränkelt, setzt sich das ganze Dorf für seine Rettung ein. Der "Nagelbaum" vor den Toren des belgischen Herchies dient als heimliche Pilgerstätte für Menschen, die an seine heilenden Kräfte glauben. Sein Stamm ist mit Stofffetzen übersät, die von den Kranken dort angebracht wurden. Dieser Glaube geht auf uralte Zeiten zurück – die Eiche von Herchies ist zwar erst 60 Jahre alt, führt jedoch das Erbe ihrer Vorgängerin fort, die einst am selben Ort stand und für ihre mythischen Kräfte bekannt war.

Hintergrundinfo:
Überall in Europa stehen Bäume, die für die Menschen eine ganz besondere Rolle spielen. Sie zeugen von vergangenen Zeiten, tragen Früchte, dienen als Spiritualitätsquelle oder werden einfach für ihre Schönheit bewundert. Von den Wurzeln bis zur Krone – zehn Bäume erzählen ihre Geschichte und enthüllen die verblüffende Beziehung zwischen Natur und Kultur. Es gibt Bäume, in denen sich die Kräfte der Natur mit dem menschlichen Bedürfnis nach Glauben und Spiritualität vereinen.


16:45 Xenius (25 Min.) (HDTV)
Der Vollkorntest – Vollkorn – Vielmehr als nur gesund
Moderation: Carolin Matzko, Gunnar Mergner
Magazin Deutschland, 2017
Erstausstrahlung

Von vielen wird es verpönt, dabei gibt es kaum ein Nahrungsmittel, dessen gesundheitlicher Nutzen so unbestritten ist, wie Vollkorn. Insbesondere wegen des hohen Ballaststoffgehalts ist Vollkorn für den Körper essentiell. Roggenvollkornbrot enthält besonders viel: Eine Scheibe hat rund vier Gramm Ballaststoffe – etwa drei Mal mehr als eine Scheibe Weißbrot.
Allerdings kommen die Deutschen und Franzosen statt der empfohlenen 30 Gramm Ballaststoffe pro Tag, gerade mal auf rund 18 Gramm. Das liegt auch daran, dass wir einfach zu wenig Vollkornprodukte essen. "Xenius" klärt auf, was das für gesundheitliche Folgen hat. Doch wie bringen wir mehr Vollkorn auf den Speiseplan? Und ist es überhaupt möglich Weißmehlprodukte durch Vollkorngebäck, -nudeln oder -reis zu ersetzen und zwar so, dass es selbst Kindern gut schmeckt? Eine Familie testet für "Xenius" zwei Wochen lang den Komplettumstieg auf Vollkorn. Aber hält die Familie das auch durch? Außerdem wollen die Moderatoren Caro Matzko und Gunnar Mergner herausfinden, wie vielseitig sich mit Roggenvollkornbrot kochen lässt. Dafür versuchten sie sich an einem ganz speziellen Rezept. Und sie entdecken, wie ein Brotback-Betrieb in Weißenstadt im Fichtelgebirge die Herausforderung meistert, aus dem schwierigen Roggenmehl ein gut verdauliches, schmackhaftes und lang haltbares Brot herzustellen.

Hintergrundinfo:
Die Sendung "Xenius" ist das werktägliche Wissensmagazin auf ARTE. 26 Minuten Sendezeit sind einem besonderen Thema aus dem Alltagsleben und der großen Welt der Naturwissenschaft und Forschung gewidmet. Mit ihrem Wissensmobil touren die Moderatoren durch Europa, immer auf der Suche nach dem Wissen, das die Welt bewegt. Unorthodoxe Fragestellungen sind dabei ebenso zu erwarten wie spannende Begegnungen mit den führenden Köpfen der Wissenschaft. "Xenius" ist Roadmovie, Schatzsuche und Wissenssendung zugleich.


17:10 Die Enden der Welt (30 Min.) (HDTV, UT)
… in Frankreich
Folge 1 von 5
Dokumentationsreihe Deutschland, 2017
Online verfügbar von 23/10 bis 22/11
Erstausstrahlung

Regie: Heike Nikolaus

In Frankreich heißt ein ganzes Département Finistère, also "das Ende der Welt". Der Fotograf Florian Wagner macht sich an der bretonischen Küste auf die Suche nach dem westlichsten Punkt Frankreichs. Er beginnt seine Reise am Leuchtturm von Penmarch. Dort trifft er auf die Bretonin Dominique, die im Watt auf Fischfang geht und Florian mit ihrer Begeisterung für Meerestiere ansteckt. Vom Pointe du Raz weiter westlich wandert er zur Baie des Trépassés. Der Legende nach warten hier die Seelen der auf See Gestorbenen auf das Totenschiff ins Jenseits. Bei schönem Wetter trifft man hier allerdings äußerst lebendige Surfer. Mit einem von ihnen steigt der Fotograf samt Kamera in die Fluten. Beim Menhir von Kerloas, einem geheimnisvollen Hinkelstein und dem höchsten Punkt der Gegend, trifft Florian Wagner zwei Männer, die ihm die kultische Bedeutung dieses Steins erklären. Ein Stück weiter, am geografisch westlichsten Punkt des französischen Festlandes, am Pointe de Corsen, versperrt der Nebel die Sicht. Der Fotograf entschließt sich, noch weiter nach Westen zu reisen, auf die kleine Insel Ouessant. Hier lernt er die Fischerin Ondine kennen. Sie nimmt ihn mit auf See und lädt ihn ins Haus ihrer Tante ein, den Treffpunkt der Familie. Dort lernt Florian Ondines tief auf der Insel verwurzelte Angehörige kennen. Ondine erklärt ihm, dass Finistère für die Bretonen nicht das Ende, sondern der Anfang der Welt ist. Das bretonische "Penn-ar-Bed" heißt "Stück der Welt". Ob Anfangs – oder Endstück der Welt, ist in der Bretagne also eine Frage der Perspektive.

Hintergrundinfo:
Gemeinsam mit dem Münchner Natur – und Tierfotografen Florian Wagner begibt sich ARTE ans Ende der Welt. Besser gesagt: an die Enden der Welt. In der fünfteiligen Dokumentationsreihe wird der Zuschauer an Orte gebracht, die diesen magischen Titel für sich beanspruchen.


17:40 Mit dem Auto um die Welt (55 Min.) (HDTV)
Clärenores Abenteuer
Dokumentation Deutschland, 2015
Wiederholung vom 19.10.

Regie: Kirsten Hoehne, Anja Kindler


18:35 Magic Cities (45 Min.) (HDTV)
Casablanca
Folge 1 von 5
Dokumentationsreihe Deutschland, 2017
Online verfügbar von 23/10 bis 22/11
Erstausstrahlung

Regie: Susanne Brand

Casablanca wurde vor allem durch den Hollywoodklassiker aus den 1940er Jahren berühmt. Doch Humphrey Bogart und Ingrid Bergman waren nie dort. Keine einzige Szene des Films wurde in der größten Stadt Marokkos gedreht. Heute ist Casablanca das wichtigste Handels - und Industriezentrum des Landes, hat den größten Hafen Nordafrikas und eine der größten Moscheen der Welt mit dem höchsten Minarett. Die Dokumentation porträtiert Casablanca durch seine verschiedenen Einwohner: von der einzigen marokkanischen Surferin, die am großen internationalen Wettbewerb teilnimmt, bis zum Anheizer in der alten Medina, der seit 30 Jahren das Hamam nebenan am Laufen hält; vom Börsenmakler, der jede Woche zum Freitagsgebet in die große Hassan-II.-Moschee fährt und sich am Wochenende mit seinen Jungs vom Vespa-Club trifft, bis zum Maschinenerfinder, der stolz den Olivenhändler beliefert. Casablanca ist eine arabische Metropole auf dem afrikanischen Kontinent, die sich ihren traditionellen Kern bewahrt hat und trotzdem zu einem der wichtigsten globalen Umschlagplätze Afrikas entwickelt hat. Die Bewohner Casablancas sind offen und tolerant. Neben westlich gekleideten Businessleuten im Centre Ville leben die traditionsbewussten, streng muslimischen Menschen in der alten Medina und in den Außenbezirken. Zwei Welten in einer Stadt – das macht Casablanca aus. Globalisierung und 1001 Nacht sind kein Widerspruch. Casablanca ist modern und kosmopolitisch, aber bewahrt sich auch seinen arabischen Charakter. Es ist eine Stadt, in der Träume wahr werden können.

Hintergrundinfo:
Die Dokumentationsreihe zeigt fünf der weltweit größten Megacitys, in denen Orient und Okzident, Tradition und Moderne eine faszinierende Symbiose eingehen.


19:20 ARTE Journal (20 Min.)
Nachrichten Deutschland / Frankreich, 2017
Online verfügbar von 23/10 bis 24/10


19:40 Re: (35 Min.)
Lachen gegen Orbán – Wenn Satire Partei ergreift
Reportage Deutschland, 2017
Online verfügbar von 23/10 bis 22/11

Vetternwirtschaft, Fremdenhass, Repressionen gegen die freie Presse: Ungarn ist das Sorgenkind der EU, doch richtig maßregeln mag Brüssel Ministerpräsidenten Viktor Orbán nicht. Ausgerechnet eine Satire-Partei mischt dagegen das Land nun gehörig auf. "Ein Hund mit zwei Schwänzen" startete als Street Art-Truppe, doch angesichts der Lage in Orbáns Ungarn, machen die Komiker nun ernst. Schlagzeilen außerhalb Ungarns machten die sogenannten Zweischwänzigen erstmals, als sie 2016 mit einer Plakat-Aktion Orbáns Anti-Migrations-Referendum implodieren ließen. Die Zweischwänzigen kämpfen mit Satire gegen die realsatirisch anmutende Politik Orbáns – das ist deutlich ernster als es klingt. "Re:" begleitet Gergely und Ferri, die führenden Köpfe der Zweischwänzigen, bei ihren mutigen und bissigen Aktionen. Eine davon im symbolträchtigsten Ort der heutigen ungarischen Politik: Felscut, das Heimatdorf von Viktor Orbán. Hier ließ der Ministerpräsident einen nutzlosen Zug mit drei Haltestellen und ein völlig überdimensioniertes Fußballstadion bauen. Die Zweischwänzigen finden, dass Felscut ein weiteres Großprojekt verdient hat: Sie wollen vom Dorfplatz aus ein Raumschiff ins All schießen.

Hintergrundinfo:
Die Reportage-Reihe auf ARTE erzählt Geschichten von Menschen – authentisch und ganz nah dran. Es sind Geschichten, die hinter den Schlagzeilen stecken, die berühren, erstaunen und zum Nachdenken anregen. In 30 Minuten zu einem aktuellen Thema zeigt jede Reportage eine Facette Europas, begegnet spannenden Menschen und taucht in andere Lebenswelten ein. "Re:" macht damit Europa in seiner Vielfalt erlebbar und begreifbar. Immer montags bis freitags um 19.40 Uhr und jederzeit im Netz.


Steven Spielberg
20:15 A.I. – Künstliche Intelligenz (140 Min.)
(Artificial Intelligence: AI)
Spielfilm USA, 2001
Produktion: Warner Bros., DreamWorks Animation, Amblin Entertainment, Stanley Kubrick
Productions

Rollen und Darsteller:
Gigolo Joe – Jude Law
David – Haley Joel Osment
Monica Swinton – Frances O'Connor
Prof. Allen Hobby – William Hurt
Henry Swinton – Sam Robards
Martin Swinton – Jake Thomas

Regie: Steven Spielberg
Produzent: Bonnie Curtis, Kathleen Kennedy, Steven Spielberg
Drehbuch: Ian Watson, Steven Spielberg
Musik: John Williams
Kamera: Janusz Kaminski
Schnitt: Michael Kahn
Autor: Brian Aldiss

In einer nicht allzu fernen Zukunft sind die Polarkappen geschmolzen, Küstenstädte überschwemmt und unzählige Menschen dem Tode geweiht. Aufgrund der Ressourcenknappheit wurde die menschliche Reproduktion beschränkt, und der Entwicklung von Robotern wurde aus ökologischer Sicht ein höherer Stellenwert zugesprochen. David ist ein wissenschaftlicher Durchbruch, denn er ist der erste "Mecha", der Liebe empfinden kann. In der Gestalt und mit der Psyche eines elfjährigen Jungen ausgestattet, kann er einmalig und unwiderruflich auf eine Person geprägt werden. Für die Swintons soll er die Chance sein, das Trauma um ihren ins Koma gefallenen Sohn Martin zu überwinden. Als dieser jedoch überraschend ins Leben zurückkehrt, ist ihm der junge Android ein Dorn im Auge. Mit Seitenhieben, Mutproben und Sticheleien äußert sich Martins Eifersucht und rückt David in ein schlechtes Licht. Seine Provokationen führen schließlich zu einem Panikausbruch bei David, der dadurch unbeabsichtigt das Leben seines "Bruders" gefährdet. Da der junge "Mecha" ein zu großes Risiko darstellt, soll er zum Hersteller zurückgebracht werden. Kurzum entschließt sich Mutter Monica, ihn stattdessen schweren Herzens im Wald auszusetzen, um ihn vor der unausweichlichen Zerstörung bei Cybertronics zu bewahren. Unfähig, die Zusammenhänge zu erkennen, sucht David den Fehler bei sich und seinem Androiden-Dasein. Fortan hat er nur noch ein Ziel: ein echter Junge werden, um die Liebe seiner Mutter zurückzugewinnen. Zusammen mit dem unter Mordverdacht stehenden Sex-Roboter Joe und Supertoy Teddy steht ihm eine Odyssee bis zum Ende der Menschheit bevor …

Hintergrundinfo:
Zunächst war "A.I. – Künstliche Intelligenz" (2001) ein über Jahre von Regisseur Stanley Kubrick verfolgtes Filmprojekt, das er letztlich noch vor seinem Tod dem Kollegen Steven Spielberg in die Hände legte. Der schaffte mit dem hochkarätig starbesetzten Film eine moderne Adaption des Pinocchio-Themas. Die Filmmusik stammt vom fünffach prämierten Oscargewinner John Williams.


22:35 Eisenstein in Guanajuato (105 Min.) (HDTV, UT)
Spielfilm Belgien / Mexiko / Niederlande, 2014
Produktion: Submarine, Fu Works, Paloma Negra Films, Edith Film, Potemkino, Mollywood, ZDF, ARTE
Online verfügbar von 23/10 bis 30/10
Erstausstrahlung

Rollen und Darsteller:
Sergej Eisenstein – Elmer Bäck
Palomino Cañedo – Luis Alberti
Diego Rivera – José Montini
Frida Kahlo – Cristina Velasco Lozano
Concepción Cañedo – Maya Zapata
Eduard Tisse – Jakob Öhrman
Grischa Alexandrow – Rasmus Slätis
Mary Craig Sinclair – Lisa Owen

Regie: Peter Greenaway Produzent: Bruno Felix, Femke Wolting, San Fu Maltha, Cristina Velasco L. Drehbuch: Peter Greenaway Kamera: Reinier van Brummelen Schnitt: Elmer Leupen

Ende der 1920er Jahre hat der russische Filmemacher Sergej Eisenstein mit "Panzerkreuzer Potemkin" und "Oktober" die frühe Filmgeschichte um dauerhafte Meisterwerke bereichert. Gefeiert in aller Welt, wird er auch in die USA eingeladen. Doch Hollywood ist nichts für Eisenstein. Ein Jobangebot führt ihn Anfang der 30er Jahre nach Mexiko, wo er für amerikanische Privatleute mit Sympathien für den Kommunismus einen Film drehen soll. Dieser erhält bald den Arbeitstitel "Que Viva Mexico!". Vorbereitungen trifft Eisenstein in Guanajuato, einer Bergbau-Stadt, die auch für ihr Mumienmuseum bekannt ist. In Begleitung seines Kameramanns Eduard Tisse und seines Assistenten und Drehbuchautors Grischa Alexandrow durchstreift Eisenstein die Umgebung und trifft sich mit seinen Auftraggebern, US-Schriftsteller Upton Sinclair und dessen Frau Mary Craig Sinclair. Ebenso mit den Künstlern Frida Kahlo und Diego Rivera. Seine Erlebnisse innerhalb von zehn Tagen verändern Eisenstein und beeinflussen sein Leben nachhaltig. In diesen Tagen werden ideologische und künstlerische Überzeugungen erschüttert. Und in der Begegnung mit dem Mexikaner Palomino Cañedo, der dem Filmteam als Reiseführer dient, muss sich Eisenstein auch seiner sexuellen Unsicherheit stellen.

Hintergrundinfo:
Für "Eisenstein in Guanajuato" beschäftigte sich der renommierte britische Regisseur Peter Greenaway, der zu den prägnantesten in der europäischen Filmlandschaft zählt, mit der russischen Filmlegende Sergej Michailowitsch Eisenstein, dem wegweisenden Pionier der Film-Montage. Das Ergebnis ist ein eindrücklicher, inspirierender und unterhaltsamer Film, ein originelles Gesamtkunstwerk.


00:20 Off Frame aka Revolution bis zum Sieg (60 Min.) (HDTV, UT)
Dokumentarfilm Israel, 2016
Online verfügbar von 23/10 bis 30/10
Erstausstrahlung

Regie: Mohanad Yaqubi

"Off Frame aka Revolution bis zum Sieg" spürt den Fragmenten einer Revolution nach und setzt Bilder eines Traums von Freiheit zusammen. Er nutzt dazu Filme aus der Zeit des palästinensischen Widerstandskinos, die zwischen 1968 und 1982 im Zusammenhang mit der palästinensischen Revolution produziert wurden. Für den Rest der Welt zeigten diese Filme ein Beispiel eines Volks im Widerstand. Sie erklärten, wofür und gegen wen diese Menschen kämpften. Doch für die Palästinenser markierten sie einen Identitätswandel: von Geflüchteten zu Freiheitskämpfern. Sie vermischen Fiktion und Dokumentation, persönliches und kollektives Erleben. Die Sequenzen an der Grenze zwischen Fiktion und Propaganda, Traum und Wirklichkeit werden von Yaqubi chronologisch zusammengeschnitten, um zu illustrieren, wie ein Volk im Widerstand sich selbst darstellt. Während vor der Kamera Geschichte geschrieben – oder gefilmt – wird, erfasst der Film auch das, was außerhalb des Bildes ist, also "off frame". Die palästinensische Revolution arbeitete mit Filmemachern, Schauspielern und Aktivisten unter anderem aus Syrien, Italien, Großbritannien, Libanon, Frankreich, Deutschland und Argentinien zusammen und ging Partnerschaften mit Institutionen in Berlin, Moskau, Bagdad und Kuba ein. Trotz des hohen Produktionsaufkommens sind nur wenige Filme bis heute erhalten. Dabei lässt sich durch einen neuen Blick auf dieses filmische Werk eine Menge lernen. "Off Frame aka Revolution bis zum Sieg" will eine Lücke des kollektiven Gedächtnisses füllen und ergründen, was sich hinter der Kamera und hinter den Kulissen dieser Filme abspielte. "Off Frame aka Revolution bis zum Sieg" spielt mit der Zeitlichkeit des Kinos und der Dehnbarkeit der Zeit. Der Dokumentarfilm versetzt den Zuschauer in die Vergangenheit und öffnet ein Fenster auf das Leben, die Hoffnungen und Träume von Menschen, die wieder selbst bestimmen wollen, wie sie sich darstellen.

Hintergrundinfo:
Der Dokumentarfilm lief auf der Berlinale 2017 in der Sektion "Forum Expanded". Mohanad Yaqubi, geboren 1981 in Kuwait, unterrichtet neben seiner Arbeit als Filmemacher und Produzent Filmwissenschaften an der International Art Academy in Palästina. Er ist Mitbegründer der Produktionsfirma Idioms Film in Ramallah und des Kollektivs Subversive Film, das sich mit militanter Filmpraxis beschäftigt. Er ist Regisseur und Produzent sowohl dokumentarischer als auch fiktionaler Kurzfilme. Seine Filme wurden auf internationalen Festivals gezeigt.


01:20 Ein Abendessen mit dem Teufel (95 Min.) (UT)
(Le souper)
Spielfilm Frankreich, 1992
Wiederholung vom 27.09.

Mitwirkende:
Claude Brasseur
Claude Rich

Regie: Edouard Molinaro


02:55 Kriminalfälle, die Geschichte machten (25 Min.) (HDTV)
Das Jonestown-Massaker
Frankreich, 2017
Wiederholung vom 30.09.

Regie: France Swimberge


03:20 Mordsidyll (30 Min.) (HDTV, UT)
Périgord mit Martin Walker
Dokumentationsreihe Deutschland, 2017
Wiederholung vom 09.10.

Regie: Rieke Brendel, André Schäfer


03:50 28 Minuten (45 Min.)
Moderation: Elisabeth Quin
Magazin Frankreich, 2017
Online verfügbar von 23/10 bis 22/12
Erstausstrahlung


04:35 Wer nicht fragt, stirbt dumm! (3 Min.) (HDTV)
Teleportation
Fernsehserie Frankreich, 2015
Online verfügbar von 23/10 bis 27/09
Erstausstrahlung

Regie: Amandine Fredon
Autor: Marion Montaigne

Sich direkt vom Job aufs Wohnzimmersofa beamen lassen? Noch bleibt Teleportation ein Zukunftstraum. Bis es so weit ist, sind Schusters Rappen wohl noch einige Zeit gefragt. In der Zwischenzeit kann man aber die heroischen Experimente von Professor Schnauzbart mitverfolgen, dem es vielleicht gelingen wird, einige Photonen zu beamen. Es liegt auf der Hand, dass dabei auch eine Menge Gefahren lauern …

Hintergrundinfo:
Die Serie "Wer nicht fragt, stirbt dumm!" mit Professor Schnauzbart ist todkomisches Schulfernsehen für Erwachsene oder auch schräge Wissenschaft für Oberschlaue. Die Serie beruht auf dem beliebten französischen Blog "Tu mourras moins bête" von Marion Montaigne. Aus dem Blog entstanden preisgekrönte Comicbände, die nun als Kurzfilme produziert wurden. Die Animationen sind zum Kaputtlachen und legen den Finger in die Wunde, wo immer sie können. Es geht dabei um so lebenswichtige Fragen, wann endlich das echte Laserschwert zu haben ist, ob man im Schlaf Spinnen verschlucken kann, warum man lieber nicht von der Golden Gate Bridge springen sollte und ob bald mit dem Weltraumlift zu rechnen ist.


04:38 Sendeschluss

 

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Dienstag, 24. Oktober 2017


05:00 Peace X Peace Festival 2017 (75 Min.)
Musik Deutschland, 2017
Wiederholung vom 06.10.


06:15 Vox Pop (30 Min.)
Privates Gefängnis statt Staatsknast?
Moderation: Jean-Paul Lepers
Magazin Frankreich, 2016
Wiederholung vom 21.10.

Regie: Nicolas Thepot


06:45 Kulinarische Reise durch Brasilien (25 Min.) (HDTV)
Die Küche der Savanne
Dokumentationsreihe Frankreich, 2014
Online verfügbar von 24/10 bis 01/11

Regie: Frédéric Menissier

Der Cerrado ist ein riesiges, artenreiches Ökosystem, das vorwiegend aus Savanne besteht. Doch Brände, natürlich oder von Menschenhand gelegt, und intensive Landwirtschaft zehren an diesem einzigartigen Lebensraum. Bel erkundet die abgelegene Region, die die brasilianische Hauptstadt Brasília beherbergt und ihre eigenen kulinarischen Traditionen besitzt. Zusammen mit der Bäuerin Telma und ihren Enkelinnen begibt sich Bel auf die Suche nach Pequi-Früchten, die an ihrem weichen Fruchtfleisch und den kleinen Stacheln um ihren Kern erkennbar sind. Man findet sie nur in dieser Region. Später bereitet Bel mit Telma das Reisgericht Arroz com Pequi zu. Der Reis wird im Saft der Pequi-Frucht gekocht und nimmt so deren feines Aroma auf. Ein Schatz des Cerrado ist die Pionierstadt Pirenópolis, gegründet 1727. Brasília liegt nur 150 Kilometer entfernt, und so profitiert Pirenópolis von einer steten Besucherzahl, die zum Erhalt des historischen Erbes beiträgt.
Zwischen den Kolonialhäusern, die das Stadtbild prägen, entdeckt Bel ein Café, das Empadão anbietet, eine Pastete, die mit Palmherzen zubereitet wird. Außerhalb der Stadt trifft die junge Köchin einen modernen Pionier, denn nur wenige Landwirte wagen diesen Schritt: Evandro widmet sich ausschließlich der ökologischen Landwirtschaft. Anschließend reist Bel nach Brasília, eine Modellstadt, die 1956 aus dem Nichts entstand und seit 1987 zum Weltkulturerbe gehört. Dort besucht Bel Tante Zélia, deren gut besuchter Restaurantbetrieb einst in ihrer Garage seinen Anfang nahm.

Hintergrundinfo:
Brasilien – ein Land, das zahlreiche Landschaften, Völker und Kulturen vereint. Die spannende Vielfalt des aufstrebenden, riesigen Staates spiegelt sich in seiner Küche, einem Schmelztiegel aus iberischen, indigenen und afrikanischen Traditionen, europäischen und nordamerikanischen Einflüssen. Die junge Sterneköchin Bel Coelho begibt sich auf eine kulinarische Reise durch ihr Heimatland von Amazonien bis Florianópolis, von den Gauchos bis zu den Urvölkern.


07:10 ARTE Journal Junior (5 Min.)
Kindersendung Deutschland / Frankreich, 2017
Online verfügbar von 24/10 bis 31/10


07:15 Xenius (30 Min.) (HDTV)
Der Vollkorntest – Vollkorn – Vielmehr als nur gesund
Moderation: Carolin Matzko, Gunnar Mergner
Magazin Deutschland, 2017
Wiederholung vom 23.10.


07:45 Grönland – Ein Dorf am Ende der Welt (55 Min.) (HDTV)
Dokumentation Großbritannien, 2012
Wiederholung vom 19.09.

Regie: Sarah Gavron


08:40 Big Pacific (45 Min.) (HDTV)
Der geheimnisvolle Ozean
Dokumentationsreihe Volksrepublik China / Neuseeland / USA, 2017
Wiederholung vom 26.09.

Regie: Craig Meade


09:25 Aufstand in der Wüste (50 Min.) (HDTV, UT)
Die Herrschaft des Mahdi
Dokumentation Deutschland, 2017
Wiederholung vom 21.10.

Regie: Robert Schotter


10:15 Dolomiten – Sagenhaftes Juwel der Alpen (45 Min.) (HDTV, UT)
Dokumentation Österreich, 2015
Wiederholung vom 14.09.

Regie: Kurt Mayer, Judith Doppler


11:00 Engadin – Wildnis der Schweiz (45 Min.) (HDTV, UT)
Dokumentation Frankreich / Österreich, 2014
Wiederholung vom 15.09.

Regie: Kurt Mayer, Judith Doppler


11:45 Neben-, gegen-, miteinander: Deutsch-französische Geschichten (30 Min.) (HDTV)
Zwischen Naturgewalt und Klimawandel
Dokumentationsreihe Frankreich, 2015
Wiederholung vom 28.09.

Regie: Roland Théron


12:15 Re: (35 Min.)
Lachen gegen Orbán – Wenn Satire Partei ergreift
Reportage Deutschland, 2017
Wiederholung vom 23.10.

Was Europa bewegt


12:50 ARTE Journal (10 Min.)
Nachrichten Deutschland / Frankreich, 2017
Online verfügbar von 24/10 bis 25/10


13:00 Stadt Land Kunst (55 Min.)
Magazin Frankreich, 2017
Online verfügbar von 24/10 bis 31/10
Erstausstrahlung

Regie: Fabrice Michelin

Das absolute Muss: Die Hafenstadt Essaouira in Marokko
Eine unbekannte Geschichte über Essaouira, vor der marokkanischen Unabhängigkeit auch Mogador genannt: Dieser Name geht vermutlich auf die Portugiesen zurück, die im 16. Jahrhundert die Stadt am Atlantik besetzt hatten; die von ihnen errichteten Stadtmauern stehen zum Teil heute noch. Auch für die Engländer war die Hafenstadt ein wichtiger Handelsstützpunkt, und von ihrer Präsenz hier zeugt heute noch ein – wenngleich völlig unbritisches – Getränk …

(1): Das fantastische Katalonien des Antonio Gaudí
(2): Rochefort, entstanden auf königlichen Befehl
(3): Das absolute Muss: Die Hafenstadt Essaouira in Marokko


13:55 A.I. – Künstliche Intelligenz (140 Min.)
(Artificial Intelligence: AI)
Spielfilm USA, 2001
Wiederholung vom 23.10.
Produktion: Warner Bros., DreamWorks Animation, Amblin Entertainment, Stanley Kubrick Productions

Rollen und Darsteller:
Gigolo Joe – Jude Law
David – Haley Joel Osment
Monica Swinton – Frances O'Connor
Prof. Allen Hobby – William Hurt
Henry Swinton – Sam Robards
Martin Swinton – Jake Thomas

Regie: Steven Spielberg
Produzent: Bonnie Curtis, Kathleen Kennedy, Steven Spielberg
Drehbuch: Ian Watson, Steven Spielberg
Musik: John Williams
Kamera: Janusz Kaminski
Schnitt: Michael Kahn
Autor: Brian Aldiss


16:15 6000 Kilometer westwärts – Auf dem Rad mitten durch Amerika (30 Min.) (HDTV, UT)
Durch Tennessee und über den Mighty Mississippi
Dokumentationsreihe Deutschland, 2017
Wiederholung vom 17.10.

Regie: Viktor Stauder


16:45 Xenius (25 Min.)
Therapie unter Tage – Allergien – warum läuft unser Immunsystem Amok?
Moderation: Carolin Matzko, Gunnar Mergner
Magazin Deutschland, 2017
Erstausstrahlung

Es juckt auf der Haut, kratzt im Hals, schmerzt in der Lunge – jeder dritte Mensch in Deutschland und Frankreich ist von einer Allergie betroffen: Hausstaubmilben, Nüsse, Insektengift, Metalle oder Parfum – warum reagieren manche Menschen allergisch auf diese Stoffe?
Der Ursprung liegt in unserem Immunsystem. Eine starke Verteidigungsarmee, die gefährliche Erreger bekämpft. Doch bei einigen Stoffen, den Allergenen, täuscht sich das Immunsystem und schlägt Alarm, obwohl gar keine Gefahr besteht. Die Folgen sind Juckreiz, Neurodermitis, Atemnot, sogar Asthma.
Um zu erfahren, wie geplagte Allergiker-Lungen therapiert werden, reisen Caro und Gunnar unter die Erde. Im Heilstollen bei Aalen auf der schwäbischen Alb behandeln Mediziner Allergiepatienten in 400 Metern Tiefe. Hier ist die Luft fast frei von Staub und es herrscht ein Mikroklima mit hoher Luftfeuchtigkeit und konstanter Temperatur von 11 Grad. Wie gut funktioniert diese Klimatherapie?


17:10 Die Enden der Welt (30 Min.) (HDTV, UT)
… in Sri Lanka
Folge 2 von 5
Dokumentationsreihe Deutschland, 2017
Online verfügbar von 24/10 bis 23/11
Erstausstrahlung

Regie: Heike Nikolaus

Das zweite Ende der Welt, das Florian Wagner besucht, liegt auf Sri Lanka. Dort angekommen, reist der Fotograf ins Innere der Insel. Nicht Palmenstrände, sondern sanfte Hügel mit Teeplantagen sind sein Ziel. Im zentralen Hochland von Sri Lanka herrscht ein gemäßigtes Klima, fast so wie in England. Deshalb hatten sich die englischen Kolonialherren auch die Stadt Nuwara Eliya als Sommerfrische ausgesucht. Der Fotograf staunt: Das Postgebäude, die Bank – hier sieht alles aus wie in der englischen Provinz! Auch die Teeplantagen wurden von den Engländern angelegt. Beim Besuch einer der Plantagen erlebt der Fotograf, wie die Teepflückerinnen die Blätter mit unglaublicher Geschwindigkeit pflücken. Zur Haupterntezeit ernten sie an einem guten Tag etwa 35 Kilogramm. In der Teefabrik werden diese dann weiter zu Tee verarbeitet. Im Anschluss daran besichtigt Florian den Hill Club, einen Gentleman's Jagdclub, der 1876 von den Briten errichtet wurde. Von Nuwara Eliya aus reist er mit dem Auto weiter in Richtung World's End und macht unterwegs Halt an einem buddhistischen Tempel, wo Mönche ihm von ihren Gebetspraktiken erzählen. Von der Bahnstation Nanu Oya nimmt Florian Wagner dann den Zug nach Pattipola, zu Sri Lankas höchstgelegener Bahnstation. Eine der schönsten Bahnstrecken der Welt. Im Horton Plains National Park angekommen, wartet ein anstrengender Fußmarsch durch den Nebelwald auf ihn. Er muss sich beeilen. Das World's End, ein spektakulärer Felsabhang, der hier über 800 Meter steil abfällt, ist nur für kurze Zeit sichtbar. Am späten Vormittag zieht regelmäßig Nebel auf und verhüllt das Panorama.

Hintergrundinfo:
Gemeinsam mit dem Münchner Natur – und Tierfotografen Florian Wagner begibt sich ARTE ans Ende der Welt. Besser gesagt: an die Enden der Welt. In der fünfteiligen Dokumentationsreihe wird der Zuschauer an Orte gebracht, die diesen magischen Titel für sich beanspruchen.


17:40 Ein Traum von Baum (55 Min.) (HDTV)
Dem Zahn der Zeit zum Trotz
Dokumentationsreihe Frankreich, 2015
Wiederholung vom 13.10.

Regie: Henri de Gerlache, Christophe d'Yvoire


18:35 Magic Cities (45 Min.) (HDTV)
Dubai
Folge 2 von 5
Dokumentationsreihe Deutschland, 2017
Online verfügbar von 24/10 bis 23/11
Erstausstrahlung

Regie: Nicola Graef

Dubai hat sich zu einer Stadt der architektonischen Superlative entwickelt. Dort scheint das Motto höher, größer, gigantischer zu lauten. Das weltweit teuerste Hotel, das Burj Al Arab, und das höchste Gebäude der Welt, der Burj Khalifa, befinden sich in den durch das Öl reich gewordenen Vereinigten Arabischen Emiraten. Der Reichtum ist überall sichtbar. Kein noch so waghalsiges Projekt, das nicht möglich scheint. In Dubai zahlt man wenig Steuern, die Freihandelszone ist Gold wert und zieht aus der ganzen Welt Investoren an. 2,2 Millionen Einwohner leben derzeit in Dubai, Tendenz steigend. 80 Prozent davon sind Ausländer. Der heute regierende Scheich investiert nach wie vor Milliarden in die Stadtentwicklung. Doch Traditionen sind den Bewohnern ebenso wichtig. Nach wie vor gibt es zahlreiche Souks und die traditionellen Dau-Boote, die noch komplett aus Holz gebaut werden. Sie werden weiterhin als Handelsschiffe genutzt, und man sieht sie überall auf dem berühmten Fluss der Stadt, dem Dubai Creek. Die Dokumentation zeigt die Menschen, die in Dubai leben und arbeiten: vom traditionellen Goldschmied, der seinen Schmuck auf dem weltberühmten Gold-Souk verkauft, bis zum Dau-Bootsbauer, der nach alter Tradition alles ohne Plan per Hand fertigt; von der sudanesischen Kamelzüchterin, die Schokolade aus Milch des Wüstentieres produziert, bis hin zum britischen Koch, der im höchsten Restaurant der Welt seine Gäste bewirtet. Außerdem begleitet der Film einen Galeristen im derzeit hippsten Viertel der Stadt, der zeitgenössische Kunst verkauft.

Hintergrundinfo:
Die Dokumentationsreihe zeigt fünf der weltweit größten Megacitys, in denen Orient und Okzident, Tradition und Moderne eine faszinierende Symbiose eingehen.


19:20 ARTE Journal (20 Min.)
Nachrichten Deutschland / Frankreich, 2017
Online verfügbar von 24/10 bis 25/10


19:40 Re: (35 Min.)
Schulen für Afghanistan – Ein deutsches Erfolgsmodell vor dem Aus
Reportage Deutschland, 2017
Online verfügbar von 24/10 bis 23/11

Es war eines der größten Versprechen der internationalen Gemeinschaft an Afghanistan: Bildung und Schulen für Mädchen. Nicht viel davon ist geblieben. Afghanistan ist heute unsicherer denn je. Aber es gibt Menschen, die unter Lebensgefahr weiter versuchen, zu helfen: Peter Schwittek und seine Frau Annemarie gehören dazu. Mit ihrem 1998 gegründeten Verein OFARIN (auf Deutsch: "gut gemacht!") und trotz aller Drohungen gründen sie Schulen und ermöglichen es somit auch Mädchen, zu lernen.
Das Besondere am Ansatz der Schwitteks ist, dass sie örtliche Mullahs in ihre Projekte mit einbeziehen und sich so den Rückhalt in der Bevölkerung sichern. Zwei Mal am Tag wird in der Abu Bakre Sediqu-Moschee in Kabul der Koran gegen Schulbücher getauscht. Jeweils für neunzig Minuten wird hier gepaukt, streng nach Geschlechtern getrennt, wie es in Afghanistan üblich ist.
Etwa 9.000 Schüler, mehr als die Hälfte davon Mädchen, lernen zurzeit bei OFARIN und rund 500 Lehrkräfte, oft ehemalige Schüler, haben nun ein finanzielles Auskommen. Doch das Projekt ist in Gefahr. Misereor, der Hauptgeldgeber von OFARIN, hat die Finanzierung der Mädchenschulen eingestellt. Aufgeben kommt für die Schwitteks jedoch nicht in Frage. "ARTE Re:" trifft dieses mutige deutsche Ehepaar und ihre afghanischen Mitstreiter.

Hintergrundinfo:
Die Reportage-Reihe auf ARTE erzählt Geschichten von Menschen – authentisch und ganz nah dran. Es sind Geschichten, die hinter den Schlagzeilen stecken, die berühren, erstaunen und zum Nachdenken anregen. In 30 Minuten zu einem aktuellen Thema zeigt jede Reportage eine Facette Europas, begegnet spannenden Menschen und taucht in andere Lebenswelten ein. "Re:" macht damit Europa in seiner Vielfalt erlebbar und begreifbar. Immer montags bis freitags um 19.40 Uhr und jederzeit im Netz.


20:15 Das Gift der Mafia (85 Min.) (HDTV)
Und das europäische Gesetz des Schweigens
Dokumentarfilm Deutschland, 2016
Erstausstrahlung

Regie: Christian Gramstadt, Patrizia Venditti

1989 gilt als eine Art "Geburtsjahr" kalabrischer Giftmüllskandale der dort ansässigen Mafia 'Ndrangheta: Rein zufällig wurden im Ort Santa Domenica Talao in der Provinz Cosenza 60 Tonnen Krankenhausmüll entdeckt, die illegal in einem Firmenofen verbrannt werden sollten. Ein Jahr später strandete das Schiff "Rosso", das vermutlich Giftmüll transportierte, nahe dem Küstenort Amantea. Das Schiff wurde abgewrackt – was mit dem Müll geschah, bleibt Spekulation. Große Teile der tödlichen Fracht werden im nahe gelegenen Tal Oliva vermutet, wo durch Analysen toxische Substanzen und Cäsium-137 im Boden festgestellt wurden. Mehr als 100 solcher Schiffe sollen im Mittelmeer mit Giften jeder Art an Bord versenkt worden sein. In Kalabrien selbst stehen zudem mehr als 600 Müllkippen auf der staatlichen Sanierungsliste. Obwohl Umweltaktivisten seit mehr als 20 Jahren Alarm schlagen und davor warnen, dass Kalabrien zur Müllkippe Europas verkommt, ist von Seiten der zuständigen Umweltbehörden bisher wenig geschehen. Stattdessen wurden Ermittler kaltgestellt, Prozesse verschleppt und brisante Akten verschwanden in den Archiven. Doch es gibt Bewegung in der Giftmüllszenerie Kalabriens. Seit 2013 leitet Federico Cafiero De Raho, der zuvor die Müll-Mafiosi rund um Neapel aufmischte, die Staatsanwaltschaft der Provinz Reggio Calabria. Nun intensivieren kalabrische Staatsanwälte und die Parlamentarische Anti-Ökomafia-Kommission in Rom ihre Ermittlungen im illegalen Müllgeschäft. Der Journalist Sandro Mattioli macht sich in Deutschland, Frankreich und Italien auf Spurensuche. Ermittler, Experten, Aktivisten, Informanten und Mafia-Aussteiger kommen dabei zu Wort.


21:40 Gesprächsrunde (15 Min.)
Diskussion Frankreich, 2017
Online verfügbar von 24/10 bis 31/10


21:55 Brexit heißt Brexit (55 Min.)
Dokumentation Deutschland / Großbritannien, 2017
Online verfügbar von 24/10 bis 23/11
Erstausstrahlung

Regie: Patrick Forbes

"Brexit heißt Brexit" erklärte die britische Premierministerin Theresa May mit Blick auf den Ausgang des Referendums über den Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union, nachdem sie im Spätsommer des vorigen Jahres die Macht in Großbritannien übernommen hatte. Doch was heißt "Brexit" konkret für Wirtschaft, Arbeitsplätze, Sozialsystem, Forschung und die ganze Gesellschaft Großbritanniens? Heute, mehr als ein Jahr später, ist das Land tief gespalten und es mehren sich die Stimmen, die bezweifeln, dass es möglich ist, Großbritannien ohne wirtschaftlichen und politischen Schaden aus der EU herauszuführen. Wie hat sich das innenpolitische Klima in Großbritannien entwickelt, seit Theresa May die Regierung übernommen hat und die Tories in diesem Frühjahr knapp an einer Wahlniederlage vorbeigeschrammt sind? Wie sieht es in naher Zukunft für das Königreich aus, und wie stehen die handelnden Politiker zur Spaltung des Landes? Der britische Journalist und Filmemacher Patrick Forbes ist diesen Fragen in den vergangenen Monaten nachgegangen und hat einen Blick ins Innerste der britischen Politik geworfen. Seine Dokumentation stellt die Meinungen beider politischer Lager gegenüber. Gegner und Verfechter des Brexit wie Nigel Farrage und der prominente Tory-Abgeordnete Jacob Rees-Mogg kommen zu Wort. Auch die pro-europäische Investmentmanagerin Gina Miller und zwei Newcomer der Labour Party in Stoke beziehen neben anderen Politikern und Unternehmern des Landes Stellung. Wird es am Ende einen Exit vom Brexit geben?


22:50 Die Ökobestatter von Semur-en-Auxois (60 Min.) (HDTV)
Dokumentation Frankreich, 2015
Online verfügbar von 24/10 bis 01/11
Erstausstrahlung

Regie: Valérie Denesle, Anne Peyrègne

1995 drehten Valérie Denesle und Anne Peyrègne eine Dokumentation über die Gebrüder Girard, die ein Bestattungsunternehmen in Semur-en-Auxois besitzen. "Wir haben das Unternehmen von unserem Vater geerbt, und wir durften keine Dummheiten machen", erklärte damals Bernard, einer der beiden Brüder. 20 Jahre später werden die Filmemacherinnen von den Girard-Brüdern zur Einweihung des ersten Ökokrematoriums der Region eingeladen. Verblüfft stellen sie fest, dass mittlerweile Bernards Kinder das Unternehmen übernommen haben: Olivier, Solène und Loïc, alle um die 30, setzen die Familientradition fort und pflegen die Leidenschaft für den "schönsten Beruf der Welt", wie ihr Vater zu sagen pflegte. Vor 20 Jahren hatten die beiden Filmemacherinnen noch einen kleinen Familienbetrieb gefilmt, in dem die Särge nach Maß angefertigt wurden und der Trauerzug dem Leichenwagen bis zum Friedhof folgte. Eingeäschert wurden damals nur drei Prozent der Verstorbenen. Heute treffen sie auf ein Unternehmen, das zwar immer noch in Familienhand ist, sich aber radikal zukunftsorientierten Projekten verschrieben hat. Inzwischen werden mehr als 30 Prozent der Verstorbenen eingeäschert. Zwischen der "kleinen" Familien – und der "großen" Unternehmensgeschichte thematisiert die Dokumentation die Weitergabe einer Berufung von einer Generation zur nächsten, die Veränderlichkeit von Bestattungsritualen und letztendlich auch die Beziehung des Menschen zum Tod. Weit entfernt von den Klischees, die der Beruf des Bestatters für gewöhnlich weckt, gewährt "Die Ökobestatter von Semur-en-Auxois" faszinierende Einblicke in das Privatleben einer glücklichen Familie.


23:50 Country Roads – Der Herzschlag Amerikas (90 Min.) (HDTV)
Dokumentarfilm Deutschland, 2013
Online verfügbar von 24/10 bis 31/10

Regie: Marieke Schroeder

Die junge amerikanische Singer-Songwriter-Generation versteht sich als Erbe von Country-Rebellen wie Johnny Cash, Willie Nelson und Steve Earle. Ihre Musik steht heute wie damals für ein wertekonservatives Amerika, das mit Mitgefühl auf seine Mitmenschen blickt. Die Musiker verzweifeln an sich und dem Land und sind gleichzeitig voller Hoffnung und Glauben. Vor 30 Jahren erfand Steve Earle das schlechte Gewissen in der Countrymusik. Er prangerte Gefängnisse an, sprach über Armut und sang den Drogensüchtigen aus der Seele. Irgendwann entfremdete sich Countrymusik von den Menschen. Statt echter Menschlichkeit wurde in Nashville die heile Welt besungen. Die reale Welt sieht anders aus. 15 Prozent der Amerikaner leben unter der Armutsgrenze, überall entstehen Zeltstädte wie einst während der Großen Depression. Es trifft Angehörige aller Schichten. Die Zeit ist reif, die Dinge wieder zu vermenschlichen. Die Amerikaner müssen sich wieder auf ihre Stärken besinnen: Organisationstalent und Solidarität. Der Dokumentarfilm rankt sich um die Singer-Songwriter Justin Townes Earle, John Carter Cash und Caitlin Rose als Vertreter der neuen Generation, die sich von der Feelgood-Musik aus Nashville abwenden. Er zeigt Amerika zwischen den Küsten, die wilden Berge der Appalachen, die verarmten Landstriche Alabamas und natürlich Tennessee, die Heimat der Country-Industrie. Die neue, ehrliche Countrymusik dient als Aufhänger, um von einem ungeschminkten, authentischen Amerika zu erzählen und von den Menschen, die im Land von Hollywood und Wall Street ums tägliche Überleben kämpfen und doch nicht den Glauben an ihre Nation verlieren.


01:20 Über die menschliche Stimme (50 Min.) (HDTV)
Dokumentation Frankreich, 2015
Wiederholung vom 01.10.

Regie: Pierre Boulay


02:10 Europas Städte – Europas Zukunft (30 Min.) (HDTV)
Sarah in Toulouse
Dokumentationsreihe Deutschland, 2014
Online verfügbar von 24/10 bis 31/10

Regie: Bernhard Pfletschinger

Mit Paris und Lyon gehört Toulouse zu den französischen Städten mit der höchsten Zahl an Studierenden – zurzeit sind es fast 100.000. Die Luft – und Raumfahrtindustrie hat die Stadt zu einem führenden Technologiezentrum in Europa gemacht. Die Einwohnerzahl wächst jährlich um rund 15.000 Menschen – gut ausgebildete Spezialisten aus ganz Europa mit ihren Familien, aber auch zahlreiche Einwanderer aus Nordafrika, die hoffen, hier Arbeit zu finden. Mit Sarah erlebt der Zuschauer Toulouse aus einem ungewöhnlichen Blickwinkel. Nicht die touristischen Highlights stehen im Mittelpunkt, sondern Projekte und Menschen, die die Zukunft dieser Stadt mitgestalten. Ein städtisch gefördertes Programm erlaubt es Sarah, günstig in einem Studentenwohnheim zu leben. Einzige Bedingung: Sie muss sich an einem der zahlreichen sozialen Projekte der Stadt beteiligen. Sarah lernt so ein integratives Theaterprojekt und ein innovatives, kostenfreies Schulprojekt kennen. Durch die junge deutsche Astrophysikerin Susanne Schröder erhält Sarah einen Einblick in die Cité de l'Espace, von wo aus die Kamera des Marsroboters "Curiosity" gesteuert wird.

Hintergrundinfo:
Wie sieht unsere Zukunft hier in Europa aus? Sarah Schill bereist für ARTE fünf europäische Städte auf der Suche nach neuen Ideen und Konzepten. Sie will die Menschen und Initiativen kennenlernen, die uns Lust auf Zukunft machen und zeigen, wo in Europa es sich lohnt, zu leben. Sarah folgt ihren Freunden durch Europa – von Krakau nach Toulouse, von Dortmund über Maastricht bis nach Tallinn. Im Mittelpunkt der Dokumentationsreihe stehen einmal nicht die großen Metropolen, sondern jene Städte am Rande, die durch besondere Innovationen oder Herausforderungen von sich reden machen.


02:40 Europas Städte – Europas Zukunft (25 Min.) (HDTV)
Sarah in Maastricht
Dokumentationsreihe Deutschland, 2014
Online verfügbar von 24/10 bis 31/10

Regie: Karsten Scheuren

Wie kaum eine andere Stadt steht Maastricht für den europäischen Einigungsprozess. Die kleine Stadt im Dreiländereck von Holland, Belgien und Deutschland zählt knapp 120.000 Einwohner und ist dabei, sich jenseits der Metropolen einen besonderen Ruf als innovatives junges Zentrum zu erwerben. Nach dem Zusammenbruch ihrer großen Industrien setzt die Stadt nicht mehr allein auf Wachstum, sondern auch auf Nachhaltigkeit und Lebensqualität. Aus einer liberalen Stadtpolitik konnte so eine friedliche Hausbesetzerszene erwachsen, die die Stadt kulturell bereichert. Was als utopisches Projekt von Außenseitern begann, wird inzwischen von allen Bürgern angenommen und unterstützt. Sarah erfährt, wie immer mehr Projekte in Maastricht darauf ausgelegt sind, die jungen Kreativen über ihr Studium hinaus an die Stadt zu binden und ihnen eine berufliche Perspektive zu bieten. Aus dem Zusammenschluss junger, unabhängiger Modedesigner ist Fashionclash entstanden – eine Initiative, die inzwischen zum Beispiel auch erfahrenen Näherinnen, die durch den Niedergang der klassischen Textilindustrie in der Stadt ihre Arbeit verloren hatten, eine neue Existenz bietet. Der Wille zu Erneuerung findet auch im Stadtbild Ausdruck, zum Beispiel in alten, lange leerstehenden Kirchen, die in Buchläden und Hotels umfunktioniert wurden. Der Wissenschaftler Mark Post, weltweit bekannt durch seinen im Labor gezüchteten Burger, zeigt, warum wir in Zukunft auch bei unserer Ernährung radikal umdenken müssen.

Hintergrundinfo:
Wie sieht unsere Zukunft hier in Europa aus? Sarah Schill bereist für ARTE fünf europäische Städte auf der Suche nach neuen Ideen und Konzepten. Sie will die Menschen und Initiativen kennenlernen, die uns Lust auf Zukunft machen und zeigen, wo in Europa es sich lohnt, zu leben. Sarah folgt ihren Freunden durch Europa – von Krakau nach Toulouse, von Dortmund über Maastricht bis nach Tallinn. Im Mittelpunkt der Dokumentationsreihe stehen einmal nicht die großen Metropolen, sondern jene Städte am Rande, die durch besondere Innovationen oder Herausforderungen von sich reden machen.


03:05 Europas Städte – Europas Zukunft (25 Min.) (HDTV)
Sarah in Dortmund
Dokumentationsreihe Deutschland, 2014

Regie: Bernhard Pfletschinger


03:30 Mordsidyll (30 Min.) (HDTV, UT)
In der Bretagne mit Jean-Luc Bannalec
Dokumentationsreihe Deutschland, 2017
Wiederholung vom 10.10.

Regie: Rieke Brendel, André Schäfer


04:00 28 Minuten (40 Min.)
Moderation: Elisabeth Quin
Magazin Frankreich, 2017
Online verfügbar von 24/10 bis 23/12
Erstausstrahlung


04:40 Sendeschluss

 

*


Mittwoch, 25. Oktober 2017


05:00 ARTE Lounge (65 Min.) (HDTV)
Musik Deutschland, 2014
Online verfügbar von 25/10 bis 24/11
Die Konzerte sind auch auf ARTE Concert abrufbar: concert.arte.tv

Regie: Axel Ludewig

Mitwirkende:
Adam Cohen
Avi Avital
Ksenija Sidorova
Thomas Hampson
Anne Sofie von Otter

Daniel Hope und Alice Tumler öffnen die Tore der ARTE Lounge, und diesmal folgen einige langjährige Weggefährten des Stargeigers der Einladung: der US-amerikanische Bariton Thomas Hampson und die schwedische Mezzosopranistin Anne Sofie von Otter. Außerdem dabei in dieser wahrhaft internationalen Ausgabe: der kanadische Singer-Songwriter Adam Cohen, der israelische Mandolinist Avi Avital und die lettische Akkordeonistin Ksenija Sidorova.
Thomas Hampson:
Der US-amerikanische Bariton Thomas Hampson wurde von der Metropolitan Opera Guild als Met Mastersinger ausgezeichnet und ist einer der bedeutendsten, innovativsten und gefragtesten Gesangssolisten der Gegenwart. Er wurde mehrfach mit dem Echo Klassik geehrt und erhielt 2011 den berühmten Concertgebouw-Preis.
Anne Sofie von Otter
Seit ihrem Solo-Debüt 1985 im Royal Opera House Covent Garden begeistert die schwedische Mezzosopranistin Anne Sofie von Otter die großen Konzertsäle Europas und Nordamerikas, wo sie bereits mit allen großen Dirigenten und Orchestern die Bühne teilte. In der ARTE Lounge tritt sie gemeinsam mit dem Pianisten Bengt Forsberg auf, der seit 1980 ihr ständiger Begleiter bei Liedinterpretationen ist.
Avi Avital:
Der junge israelische Musiker Avi Avital, einer der herausragenden Solisten weltweit an der Mandoline, verhilft diesem lange vergessenen Instrument auf eindrucksvolle Art und Weise zur Rückkehr in den klassischen Konzertsaal. Avital trat unter anderem auch mit Giora Feidman und Mstislaw Rostropowitsch auf.
Ksenija Sidorova:
Die 1988 geborene und aus Lettland stammende Akkordeonistin Ksenija Sidorova verzaubert mit klassischen Werken auf meisterhafte Art ihr Publikum und erobert so die Herzen der Kritiker. Sidorova ist Absolventin der Londoner Royal Academy of Music und Gewinnerin zahlreicher Preise. 2013 veröffentlichte sie bereits ihr zweites Soloalbum. In der ARTE Lounge zeigt sie ihre ganze Vielseitigkeit nicht nur als Solistin, sondern sie begleitet auch Anne Sofie von Otter und spielt gemeinsam mit Avi Avital.
Adam Cohen:
Der in Montréal geborene Singer-Songwriter Adam Cohen veröffentlichte er sein erstes Album "Adam Cohen" bereits 1998, gefolgt von "Mélancolista" in französischer Sprache im Jahre 2004. Adam Cohen ist auch Bandleader der kanadischen Band Low Millions, die im gleichen Jahr ihr Debüt-Album "Ex-Girlfriends" herausbrachte. Immer wieder spielte der Sohn von Leonard Cohen mit dem Gedanken, einen Schlussstrich unter seine Musikkarriere zu setzen. Doch zum Glück erschien 2014 sein Solo-Album "We Go Home", das er nicht wie gewöhnlich in einem Studio aufnahm, sondern dafür die beiden Häuser wählte, in denen er aufwuchs.


06:05 Abgedreht! (35 Min.)
Magazin Frankreich, 2017
Wiederholung vom 20.10.


06:40 Kulinarische Reise durch Brasilien (30 Min.) (HDTV)
Rio de Janeiro: Das portugiesische Erbe
Dokumentationsreihe Frankreich, 2014
Online verfügbar von 25/10 bis 02/11

Regie: André Leite da Silva, Gorka Sistiaga

Bel Coelho macht eine Zeitreise durch die Kolonialgeschichte Brasiliens und setzt sich mit dem Beitrag der Portugiesen zur Entstehung des Landes auseinander. In Rio de Janeiro, einer ehemaligen portugiesischen Kolonie, entdeckt sie die portugiesische Küche. 1502 erreichten die Portugiesen die Bucht von Guanabara, wo das indigene Volk der Tupinambá lebte. Schnell wurde Rio ein wichtiger strategischer Punkt für den Schiffsverkehr zwischen Brasilien, den afrikanischen Kolonien und Europa. Als im 18. Jahrhundert Goldvorkommen im benachbarten Minas Gerais entdeckt wurden, entwickelte sich Rio immer schneller zu einer großen Stadt. 1763 wurde Rio die Hauptstadt der portugiesischen Kolonie. Es gibt immer noch viele portugiesische Immigranten in der brasilianischen Hauptstadt. Bei der Feier von Cadeg, die jeden Samstag stattfindet, sind die Neuankömmlinge herzlich eingeladen, die portugiesischen Wurzeln zu feiern, die sie mit so vielen Einwohnern Rios gemeinsam haben. Die brasilianische Sterneköchin Bel Coelho entdeckt auf ihrer kulinarischen Reise viele traditionell portugiesische Köstlichkeiten. Sie kostet Brot aus der familiengeführten Bäckerei von Alberto, der traditionsgemäß Mehl aus Portugal importiert, und nascht von dem beliebten portugiesischen Dessert Pastel de Belém. Alexandre lehrt sie nach einem Rezept aus der portugiesischen Region Beira die Zubereitung von Kabeljau à Lagareiro, angerichtet mit feinen Zwiebelstreifen, Knoblauch, Lorbeerblättern und Kartoffelpüree.

Hintergrundinfo:
Brasilien – ein Land, das zahlreiche Landschaften, Völker und Kulturen vereint. Die spannende Vielfalt des aufstrebenden, riesigen Staates spiegelt sich in seiner Küche, einem Schmelztiegel aus iberischen, indigenen und afrikanischen Traditionen, europäischen und nordamerikanischen Einflüssen. Die junge Sterneköchin Bel Coelho begibt sich auf eine kulinarische Reise durch ihr Heimatland von Amazonien bis Florianópolis, von den Gauchos bis zu den Urvölkern.


07:10 ARTE Journal Junior (5 Min.)
Kindersendung Deutschland / Frankreich, 2017
Online verfügbar von 25/10 bis 01/11


07:15 Xenius (30 Min.)
Therapie unter Tage – Allergien – warum läuft unser Immunsystem Amok?
Moderation: Carolin Matzko, Gunnar Mergner
Magazin Deutschland, 2017
Wiederholung vom 24.10.


07:45 Der letzte Zug (50 Min.) (HDTV)
Dokumentation Kanada, 2009
Wiederholung vom 20.09.

Regie: Lixin Fan


08:35 Big Pacific (45 Min.) (HDTV)
Der leidenschaftliche Ozean
Dokumentationsreihe Volksrepublik China / Neuseeland / USA, 2017
Wiederholung vom 27.09.

Regie: Craig Meade


09:20 Stalins James Bond (55 Min.)
Richard Sorge – Der verratene Meisterspion
Dokumentation Deutschland, 2017
Wiederholung vom 07.10.

Regie: Kama Bonvin, Michael Trabitzsch


10:15 Neben-, gegen-, miteinander: Deutsch-französische Geschichten (30 Min.) (HDTV)
Auf der Spur der Ferienkultur
Dokumentationsreihe Frankreich, 2015
Wiederholung vom 27.09.

Regie: Roland Théron


10:45 Basare der Welt (45 Min.) (HDTV, UT)
Istanbul
Dokumentationsreihe Deutschland, 2015
Wiederholung vom 07.10.

Regie: Stefanie Appel


11:30 Basare der Welt (45 Min.) (HDTV, UT)
Jerusalem
Dokumentationsreihe Deutschland, 2015
Wiederholung vom 14.10.

Regie: Elke Werry


12:15 Re: (35 Min.)
Schulen für Afghanistan – Ein deutsches Erfolgsmodell vor dem Aus
Reportage Deutschland, 2017
Wiederholung vom 24.10.

Was Europa bewegt


12:50 ARTE Journal (10 Min.)
Nachrichten Deutschland / Frankreich, 2017
Online verfügbar von 25/10 bis 26/10


13:00 Stadt Land Kunst (65 Min.)
Frankreich, 2017
Online verfügbar von 25/10 bis 01/11
Erstausstrahlung

Regie: Fabrice Michelin

Das absolute Muss: Der Torre de Belém in Lissabon
Eine unbekannte Geschichte über den Torre de Belém: Das Eingangstor zur Stadt schützte seinerzeit das Hieronymuskloster, ein anderes Baudenkmal der portugiesischen Hauptstadt. Hier wurde ein Rezept erfunden, das noch heute weltweit berühmt ist.

(1): London und Patricia Cornwells Cold-Case-Ermittlung
(2): Aigues Mortes, eine Stadt mit neuer Berufung
(3): Das absolute Muss: Der Torre de Belém in Lissabon


14:05 Die Tage unter Null (105 Min.) (HDTV, UT)
Les heures souterraines
Fernsehfilm Frankreich, 2014
Wiederholung vom 13.10.
Produktion: Scarlett Production, ARTE F

Rollen und Darsteller:
Thibault – Mehdi Nebbou
Mathilde – Marie-Sophie Ferdane
Patricia Lethu – Aurélia Petit
Jacques Pelletier – Eric Savin
Laetitia – Sandrine Le Berre
Lila – Carolina Jurczak

Regie: Philippe Harel
Produzent: Florence Dormoy
Drehbuch: Philippe Harel
Musik: François-Eudes Chanfrault
Kamera: Matthieu Poirot-Delpech
Kostüm: Julie Miel
Szenenbild: Christophe Lenoir: Christophe Lenoir
Redaktion: Isabelle Huige
Schnitt: Julie Clemencin
Autor: Delphine de Vigan


15:50 Ein Traum von Baum (55 Min.) (HDTV)
Die Wurzeln im Wasser
Dokumentationsreihe Frankreich, 2015
Wiederholung vom 09.10.

Regie: Henri de Gerlache, Christophe d'Yvoire


16:45 Xenius (25 Min.)
Yak – Weshalb das Wildrind so wichtig für Chinas Aufschwung ist
Moderation: Carolin Matzko, Gunnar Mergner
Magazin Deutschland, 2017
Erstausstrahlung

China ist ein Land, das sich rasant verändert: Einerseits wachsende Millionenstädte, andererseits trockene, kalte Hochgebirgssteppen. In diesen Steppen leben auf bis zu 6000 Metern Höhe die letzten wilden, vom Aussterben bedrohten Yaks, die letzten Exemplare der berühmten Hochlandrinder. Diese Wildyaks sollen künftig helfen, die Menschen in Chinas Westen zu ernähren. Kann das gelingen?
In China sind die Yaks das einzige große Tier, das in den Hochlagen des riesigen Tibet-Qinghai-Tableaus die Menschen mit Fleisch, Milch und Wolle versorgt. Und der Bedarf an Fleisch steigt in China aufgrund des wachsenden Wohlstands. Aber schon jetzt zerstören Millionen von Hausyaks den ohnehin kargen Boden des Hochlandes. Chinesische Wissenschaftler haben jetzt in dem vom Aussterben bedrohten Wildyak eine große Chance erkannt. Es ist größer und robuster als die Hausyaks. Neue Kreuzungen aus Haus- und Wildyak sollen daher künftig die Menschen ernähren und zugleich den tibetischen Hirten neue Einkünfte ermöglichen.
"Xenius" über ein ganz besonderes Rind, über den Aufschwung und den Umbruch in China und über den ambitionierten Versuch chinesischer Wissenschaftler, das Hausyak mithilfe des Wildyaks zu optimieren.

Hintergrundinfo:
Die Sendung "Xenius" ist das werktägliche Wissensmagazin auf ARTE. 26 Minuten Sendezeit sind einem besonderen Thema aus dem Alltagsleben und der großen Welt der Naturwissenschaft und Forschung gewidmet. Mit ihrem Wissensmobil touren die Moderatoren durch Europa, immer auf der Suche nach dem Wissen, das die Welt bewegt. Unorthodoxe Fragestellungen sind dabei ebenso zu erwarten wie spannende Begegnungen mit den führenden Köpfen der Wissenschaft. "Xenius" ist Roadmovie, Schatzsuche und Wissenssendung zugleich.


17:10 Die Enden der Welt (30 Min.) (HDTV, UT)
… in Norwegen
Folge 3 von 5
Dokumentationsreihe Deutschland, 2017
Online verfügbar von 25/10 bis 24/11
Erstausstrahlung

Regie: Heike Nikolaus

In Norwegen ist Verdens Ende, das "Weltende", eine felsige Landspitze, die in den Oslofjord ragt. Von den Gletschern der letzten Eiszeit abgeschliffene Steine, die wie ein Walrücken im Wasser zu liegen scheinen, prägen das Landschaftsbild. Am Strand der Insel Hvasser trifft Florian Wagner den pensionierten Lotsen Thor Pedersen, der ihn in das kleine Inselmuseum mitnimmt, das er betreut. Thor Pedersen zeigt ihm Modelle der früheren Lotsenboote und erzählt, wie der Untergang eines Bootes im Jahr 1913 den Beginn der norwegischen Berufsgenossenschaften bedeutete. Im Anschluss darf der Fotograf den Lotsen Tore Green aufs offene Meer begleiten. Er soll einen russischen Frachter durch den Oslofjord leiten. In Tønsberg, der ältesten Stadt Norwegens, lernt Florian Wagner Bootsbauer kennen, die ein Wikingerschiff originalgetreu nachbauen – mit Werkzeugen, wie sie in der Wikingerzeit üblich waren. Im Hafen liegt eines, das schon fertig ist: Die "Saga Oseberg" ist der exakte Nachbau eines echten Wikingerschiffes, das ganz in der Nähe gefunden wurde. Mit ihm sticht Florian Wagner in See. Das Wikingerthema ist allgegenwärtig. Auch die beiden Schäfer Terje und Erik, deren Schafe am Ende der Welt grasen, könnten echte Wikinger sein. Sie zeigen dem Fotografen, wie früher Trinkhörner hergestellt wurden. Der Fotograf lässt sich mit dem Boot zur Inselgruppe Tristein übersetzen und verbringt die Nacht allein im alten Leuchtturm Færder Fyr, der den Schiffen den Eingang zum Oslofjord markiert. Unter dem Sternenhimmel bekommt er eine Ahnung davon, was Einsamkeit am Ende der Welt bedeutet.

Hintergrundinfo:
Gemeinsam mit dem Münchner Natur – und Tierfotografen Florian Wagner begibt sich ARTE ans Ende der Welt. Besser gesagt: an die Enden der Welt. In der fünfteiligen Dokumentationsreihe wird der Zuschauer an Orte gebracht, die diesen magischen Titel für sich beanspruchen.


17:40 Magische Heimat (55 Min.) (HDTV)
Dokumentation Deutschland, 2015
Wiederholung vom 20.10.

Regie: Peter Prestel, Gisela Graichen


18:35 Magic Cities (45 Min.) (HDTV)
Jakarta
Folge 3 von 5
Dokumentationsreihe Deutschland, 2017
Online verfügbar von 25/10 bis 24/11
Erstausstrahlung

Regie: Heike Nikolaus

Jakarta, die Hauptstadt Indonesiens, ist nach Tokio der zweitgrößte Ballungsraum der Welt. Es ist das pulsierende Herz des Landes und eine Stadt der Superlative. Im Großraum leben etwa 30 Millionen Menschen. Jeden Morgen und jeden Abend verstopft ein gigantischer Stau die Hauptverkehrsstraßen, wenn die Pendler zur Arbeit in die Innenstadt strömen beziehungsweise heimkehren. Doch in Jakarta wird mit Problemen kreativ umgegangen. Start-up-Unternehmen bieten Motorradtaxen an, die sich geschickt durchs Verkehrschaos schlängeln, und schaffen neue Arbeitsplätze. So modern die Stadt auf der einen Seite ist, so traditionell asiatisch ist sie abseits der großen Verkehrsachsen. Verwinkelte Gassen, Märkte, Essensstände. Es gibt die unglaublichsten Dinge zu kaufen: Rinderbeine, aus denen Suppe gekocht wird, und Bohnen, die unglaublich stinken. Jakarta ist eine aufregende Stadt zwischen Tradition und Moderne. Die bescheidenen Hütten der Armen stehen im Schatten von Wolkenkratzern. Das alte Herz Jakartas kann man rund um den Fatahillah Square besichtigen. Einige der holländischen Kolonialgebäude trotzen dort noch dem feuchtheißen Klima. Indonesische Touristen haben einen Riesenspaß daran, auf alten Hollandfahrrädern über den Platz zu kurven. Unweit davon liegt der alte Hafen mit der größten noch existierenden Flotte von sogenannten Pinisis, hölzernen Frachtschiffen, die die unzähligen Inseln Indonesiens mit Waren des täglichen Bedarfs versorgen. Jakarta ist zweifellos eine Megacity: laut, hektisch, chaotisch – trotzdem vergessen ihre Bewohner niemals zu lächeln.

Hintergrundinfo:
Die Dokumentationsreihe zeigt fünf der weltweit größten Megacitys, in denen Orient und Okzident, Tradition und Moderne eine faszinierende Symbiose eingehen.


19:20 ARTE Journal (20 Min.)
Deutschland / Frankreich, 2017
Online verfügbar von 25/10 bis 26/10


19:40 Re: (35 Min.)
Die Dicken kicken – Wie Briten gegen ihr Fett kämpfen
Reportage Deutschland, 2017
Wiederholung vom 04.07.2017
Online verfügbar von 25/10 bis 24/11

Die Reportage-Reihe auf ARTE erzählt Geschichten von Menschen – authentisch und ganz nah dran. Es sind Geschichten, die hinter den Schlagzeilen stecken, die berühren, erstaunen und zum Nachdenken anregen. In 30 Minuten zu einem aktuellen Thema zeigt jede Reportage eine Facette Europas, begegnet spannenden Menschen und taucht in andere Lebenswelten ein. "Re:" macht damit Europa in seiner Vielfalt erlebbar und begreifbar. Immer montags bis freitags um 19.40 Uhr und jederzeit im Netz.


20:15 Wir sind alle Astronauten (95 Min.) (HDTV)
Spielfilm Frankreich, 2015
Produktion: La Caméra Deluxe, Maje Productions, Single Man Productions, Emotions Films UK, Jack Stern Productions, Movie Pictures, Film Factory
Erstausstrahlung

Rollen und Darsteller:
Sternkowitz – Gustave Kervern
Krankenschwester – Valeria Bruni Tedeschi
Charly – Jules Benchetrit
Frau Hamida – Tassadit Mandi
John McKenzie – Michael Pitt

Regie: Samuel Benchetrit
Produzent: Ivan Taïeb, Marie Savare, Julien Madon
Drehbuch: Samuel Benchetrit, Gabor Rassov
Musik: Raphaël
Kamera: Pierre Aïm
Schnitt: Thomas Fernandez

In einem Hochhaus in einer Stadt in Frankreich leben drei Menschen, unabhängig voneinander und mit ihren eigenen Problemen beschäftigt. Sternkowitz, zeitweilig an einen Rollstuhl gebunden, ist zunächst Gefangener der eigenen vier Wände. Nachts nutzt er den Aufzug, um die Nachtschwester des nahegelegenen Krankenhauses zu beeindrucken. Charly, vernachlässigter Teenager, ist fasziniert von seiner neuen Nachbarin, die in den 80ern eine bekannte Schauspielerin war. Frau Hamida, Mutter eines Inhaftierten, bietet dem vom Himmel gefallenen Astronauten McKenzie Unterschlupf, bis die NASA ihn abholen kann.
Bei der Mietervollversammlung wird beschlossen, dass der alte Aufzug gegen einen neuen ausgetauscht werden soll. Sternkowitz, der im ersten Stock wohnt, möchte als Einziger kein Geld dafür ausgeben. Darum darf er den Aufzug auch nicht benutzen. Wenig später findet er sich zeitweilig wegen eines Unfalls im Rollstuhl wieder und ist auf den Fahrstuhl angewiesen. Die gähnende Leere des Kühlschranks zwingt ihn schließlich, die eigenen vier Wände zu verlassen. Nachts, als er sich vergewissert hat, in welchem Zeitfenster der Aufzug nicht genutzt wird, schleicht er sich hinaus. Da kein Geschäft geöffnet hat, verschlägt es ihn schließlich zu einem Snack-Automaten im Krankenhaus. Dort trifft er auf eine Nachtschwester, der er aus Scham eine absurde Geschichte auftischt und mit der er sich fortan für die Dauer ihrer Pausenzigarette trifft.
Charly, dessen Mutter nie zu Hause ist, steht jeden Morgen selbstständig auf und fährt mit dem BMX-Rad zur Schule. Als eines Tages eine neue Nachbarin einzieht, eine Schauspielerin, ist sein Interesse für die Mittvierzigerin bald geweckt. Während sie sich gemeinsam Filme ihrer Sternstunden in den 80er Jahren anschauen, finden sie ineinander das, was ihnen fehlt.
Frau Hamida, die alle zehn Tage ihren Sohn im Gefängnis besucht, ist eine herzliche, algerische, allein lebende Frau. Ihr Alltag wird von dem amerikanischen Astronauten John McKenzie auf den Kopf gestellt, der fälschlicherweise auf dem Dach des Hochhauses gelandet ist. Trotz der Sprachbarriere gelingt es ihm, seinen Standort an die NASA durchzugeben. Doch die Kollegen kommen erst in zwei Tagen …

Hintergrundinfo:
Mit "Wir sind alle Astronauten" (Orignaltitel: "Asphalte", 2015) hat sich Samuel Benchetrit an die Verfilmung seiner autobiografischen Romanreihe "Les Chroniques de l'Asphalte" gewagt und wurde mit dem Drehbuch sogar für einen César nominiert. Geschickt überspielt er - durch die natürliche Art seiner Bilder und die urkomischen Szenen – das beklemmende Gefühl der Einsamkeit, den Mangel an Liebe und das Bedürfnis nach Nähe der vereinsamten Bewohner.


21:50 Russland – Revolutionen und Revolten (60 Min.)
Schwerpunkt

Russland, November 1917: Um die Oktoberrevolution in den Köpfen der Menschen zu verankern, setzt die russische Propaganda auf die Kraft neuer künstlerischer Mittel wie die des Films. Im Verlauf des Jahres geht die Forderung nach politischer Erneuerung mit einer Umwälzung in Kunst und Technik einher. Wie lassen sich hundert Jahre später die Ereignisse einer Zeit nacherzählen, in der die Politik so tief in die Kunst eindrang? Mit "Russland – Revolutionen und Revolten" widmet ARTE dem 100. Jahrestag der Oktoberrevolution einen umfangreichen Schwerpunkt und beleuchtet das Ereignis und seine weitreichenden Folgen aus historischer, kultureller und gesellschaftlicher Perspektive. Am 7. November 2017 jährt sich die sogenannte Oktoberrevolution zum 100. Mal. ARTE nimmt den Jahrestag zum Anlass für einen umfassenden Programmschwerpunkt, der das Ereignis und seine weitreichenden Folgen aus historischen, kulturellen und gesellschaftlichen Perspektiven beleuchtet. Die Dokumentation "Der Untergang der Romanows" zeichnet ein intimes Porträt der Zarenfamilie und eine Chronik ihres Sturzes auf Basis der Tagebuchaufzeichnungen des Schweizer Hauslehrers Pierre Gillard, der 13 Jahre am Zarenhof verbrachte und die Ereignisse aus nächster Nähe dokumentierte. "Keine Ruhe für Genosse Lenin" widmet sich dem Vater der Revolution und fragt nach seinem Stellenwert heute. Im Fernseh-Zweiteiler "Der Zug" mimt Ben Kingsely den Revolutionär auf seiner Reise vom Schweizer Exil zurück nach Petrograd. Mehrere Kulturdokus, unter anderen "1917 – Der wahre Oktober" und "Die russische Revolution und ihr Kino", spüren den Wechselwirkungen zwischen Politik und Kunst nach, und mit "Panzerkreuzer Potemkin" und "Arsenal" sind Stummfilmklassiker im Programm, die einerseits neue kinematographische Ausdrucksmöglichkeiten fanden und anderseits die Bilder der Revolution maßgeblich geprägt haben. Im Russland von heute hat sich der Fernsehsender Doschd zum Ziel gemacht, den vorherrschenden Bildern der regierungsnahen Medien eine unabhängige Berichterstattung entgegenzusetzen. Die Dokumentation "Moskaus Medienkrieg" zeigt den Redaktionsalltag des Senders, der inzwischen fast nur noch über das Internet zu empfangen ist.


Russland – Revolutionen und Revolten
21:50 Stärker als der KGB (60 Min.) (HDTV)
Das Stalingrad-Epos "Leben und Schicksal"
Dokumentation Frankreich, 2017
Online verfügbar von 25/10 bis 24/12
Erstausstrahlung

Regie: Priscilla Pizzato

An einem Morgen im Oktober 1961 beschlagnahmte der KGB ohne Vorwarnung das Manuskript zu "Leben und Schicksal" des Schriftstellers Wassili Grossman und brachte es in den unterirdischen Geheimdienstarchiven seines Hauptquartiers unter Verschluss. Alle Gnadengesuche blieben vergeblich. Erst den vereinten Bemühungen eines Dissidentennetzwerks gelang es schließlich, Teile des Manuskripts ins Ausland zu schmuggeln. 2007 konnte die vollständige Fassung des Werkes in Deutschland veröffentlicht werden.
Grossman, der seine schriftstellerische Tätigkeit lange in den Dienst der sowjetischen Ideologie gestellt hatte, schildert in "Leben und Schicksal" die düstersten Stunden des Stalinismus, darunter die Entkulakisierung und die stalinistischen Säuberungen von 1937. Er enthüllt die unbarmherzige Maschinerie eines totalitären Regimes und kritisiert die zynischen Auswüchse der Ideale von 1917. Grossman zeichnete eine Parallele zwischen Nationalsozialismus und Stalinismus und ging damit weiter als je ein sowjetischer Schriftsteller zuvor. "Leben und Schicksal" ist aber auch die Geschichte eines Mannes, der nach der Ermordung seiner Mutter durch die Nazis mit seiner jüdischen Abstammung konfrontiert wird; das Buch enthält einige der erschütterndsten Seiten, die je über den Holocaust geschrieben wurden.

Hintergrundinfo:
Die fesselnde Dokumentation zeichnet anhand von Auszügen aus dem Roman das Leben Wassili Grossmans nach. Zeitzeugen, Historiker, Übersetzer und Schriftsteller erzählen in ihren Worten vom Leben und Werk eines Mannes, der nicht wegschaute und sein Jahrhundert mit Klarsicht, Mut und Humanismus so beschrieb, wie es war.


Russland – Revolutionen und Revolten
22:50 Oblomow (110 Min.) (HDTV)
Theater Frankreich, 2016
Online verfügbar von 25/10 bis 28/10
Erstausstrahlung

Rollen und Darsteller:
Ilja Iljitsch Oblomow – Guillaume Gallienne
Andrej Iwanowitsch Stolz – Sébastien Pouderoux
Olga Sergejewna Iljinskaja – Adeline D'Hermy
Agafja Matwejewna – Céline Samie
Iwan Alexejewitsch Alexejew – Nicolas Lormeau
Sachar Trofimowitsch – Yves Gasc

Regie: Guillaume Gallienne
Drehbuch: Frederique Moreau, Guillaume Gallienne
Autor: Iwan Alexandrowitsch Gontscharow

Der französische Schauspieler Guillaume Gallienne verkörperte den Oblomow in Volodia Serres gleichnamiger Inszenierung an der Pariser Comédie-Française über einhundert Mal. Nun bringt er das Stück für ARTE selbst auf die Bühne. Schauplatz der Geschichte ist ein stillgelegtes Kino. Hier frönt der introvertierte russische Gutsbesitzer Iljia Iljitsch Oblomow dem Müßiggang. Den Mittelpunkt seines trägen Lebens bildet ein abgenutztes Samtsofa, auf dem Oblomow im Morgenmantel den Großteil seiner Zeit mit Schlafen und Träumen verbringt. Doch schon bald ist es mit seiner Ruhe vorbei, denn der Kinobesitzer will, dass er auszieht. Auch die Rückkehr seines Jugendfreundes Stolz bringt Oblomows Leben durcheinander. Stolz ist das genaue Gegenteil des Adligen. Der nie zur Ruhe kommende Unternehmer verkörpert den neuen Menschentypus, während Oblomow für das alte Russland des ausgehenden 19. Jahrhunderts steht: auf der einen Seite der hyperaktive Macher, auf der anderen der faule Parasit. Schließlich verliebt sich Oblomow in Olga, die ihn mit ihrer Casta-Diva-Interpretation aus Bellinis "Norma" bezaubert. Doch ist Oblomow überhaupt fähig, sein Leben mit jemandem zu teilen und seine Lethargie zu überwinden? Wird er es wagen zu lieben? Die Figur des Oblomow bietet viel Identifikationspotenzial, denn wer hat nicht schon erlebt, dass Begeisterung und Euphorie in Trägheit umschlagen und Wehmut oder gar Verzweiflung weichen. Mit Schauspielern der Comédie-Française inszeniert Guillaume Gallienne "Oblomow" als ein metaphysisches Kammerspiel, das sich vor dem Hintergrund der russischen Geschichte und Filmkunst sensibel in die Seelenqualen und Kümmernisse seiner Protagonisten einfühlt.

Hintergrundinfo:
Der Roman "Oblomow" von Iwan Alexandrowitsch Gontscharow erschien 1859 und stellt eine satirische Auseinandersetzung mit dem russischen Adel des 19. Jahrhunderts dar, der zwar hoch gebildet und seinen Idealen verpflichtet ist, aufgrund seines hohen Standes jedoch gänzlich der Faulheit und Passivität verfällt. Die Fernsehadaption für ARTE wurde in der rumänischen Botschaft in Paris gedreht, einem ehemaligen Herrenhaus der Stadt. Die Comédie-Française unterstützt seit Jahren die Übertragung ausgewählter Inszenierungen ins Fernsehformat, um einen anderen Blickwinkel auf die literarischen Werke, über die Theaterbühne hinaus, zu ermöglichen.


00:40 Die Offenbarung des Michelangelo (95 Min.) (HDTV, UT)
(La Pasión de Michelangelo)
Spielfilm Chile / Frankreich, 2012
Produktion: Piranha Films, Tchin Tchin Production, MC Producciones, Primer Plano Film Group, Röpke Films, ARTE France Cinéma, Panache Productions
Online verfügbar von 25/10 bis 01/11
Erstausstrahlung

Rollen und Darsteller:
Miguel Angel/Michelangelo – Sebastián Ayala
Pater Ruiz-Tagle – Patricio Contreras
Modesto – Roberto Farías
Priester Lucero – Aníbal Reyna
Irma – Catalina Saavedra
Facundo – Luis Dubó
Obispo – Ramón Núñez

Regie: Esteban Larraín
Produzent: André Logie, Gaëtan David
Drehbuch: Esteban Larraín, José Román
Musik: Ricardo Santander
Kamera: Tevo Díaz
Schnitt: Felipe Guerrero, Soledad Salfate

Als sich 1983 in Chile die Unruhen gegen das Pinochet-Regime verstärken, soll der 14-jährige Miguel Angel die Menschen vom Geschehen ablenken. Der Junge glaubt, mit der Jungfrau Maria in Verbindung treten zu können, welche ihn auserwählt hat, um mit dem chilenischen Volk zu kommunizieren. Regelmäßig hält er in einem Dorf namens Peñablanca auf einem kleinen Hügel öffentliche Gebetssitzungen ab. Als sich die Nachricht über sein Tun immer weiter verbreitet und die Pilgerströme nicht nachlassen, schickt die Kirche den pragmatischen Pater Ruiz-Tagle, der die wundersamen Vorkommnisse bestätigen soll. Und tatsächlich wird er Zeuge von unerklärlichen Wolkenformationen, von Wundmalen einer unsichtbaren Dornenkrone auf Miguel Angels Stirn und von seiner plötzlich auftauchenden Fähigkeit, Latein sprechen zu können. Doch nach einer Weile bemerkt Pater Ruiz-Tagle gewisse Unstimmigkeiten und beobachtet verdächtige Vorgänge … Plötzlich ist nichts mehr so, wie es scheint.

Hintergrundinfo:
Der Film basiert auf wahren Begebenheiten und zeigt, wie sich die chilenische Regierung die tiefgläubige Religiosität der Menschen zunutze machte, um in schwierigen Zeiten von sich selbst abzulenken. Die Verehrung von Miguel Angel, der zeitweise den Status eines Stars innehatte, dauerte bis 1988 an. Regisseur Esteban Larraín wollte insbesondere durch die Kameraführung den dokumentarischen Hintergrund der Geschichte unterstreichen und verarbeitete zudem auch seine eigenen Kindheitserinnerungen an die Geschehnisse.


02:15 Kriminalfälle, die Geschichte machten (30 Min.) (HDTV)
Das Valentinstag-Massaker
Dokumentationsreihe Frankreich, 2017
Wiederholung vom 07.10.

Regie: Emmanuelle Nobécourt


02:45 Tracks (45 Min.)
Magazin Frankreich, 2017
Wiederholung vom 20.10.

Regie: Realisateurs Differents


03:30 Mordsidyll (25 Min.) (HDTV, UT)
In Marseille mit Dominique Manotti
Dokumentationsreihe Deutschland, 2017
Wiederholung vom 11.10.

Regie: Rieke Brendel, André Schäfer


03:55 28 Minuten (50 Min.)
Moderation: Elisabeth Quin
Magazin Frankreich, 2017
Online verfügbar von 25/10 bis 24/12
Erstausstrahlung


04:45 Wer nicht fragt, stirbt dumm! (15 Min.) (HDTV)
Wer schön sein will, muss leiden
Fernsehserie Frankreich, 2015
Online verfügbar von 25/10 bis 29/09
Erstausstrahlung

Regie: Amandine Fredon
Autor: Marion Montaigne

Was verbirgt sich in unseren Kosmetika? Shampoos sollen zum Beispiel ordentlich schäumen, damit man ihnen ihre Waschkraft glaubt. Dafür brennen sie in den Augen! Doch wie werden sie designt und getestet? Professor Schnauzbart schaut in Labors, Krankenhäusern und Marketingagenturen hinter die Kulissen der Schönheitspflege – und die sind manchmal ganz schön unschön … Aber wer fragt bei Kosmetik schon nach Moral und Ethik?

Hintergrundinfo:
Die Serie "Wer nicht fragt, stirbt dumm!" mit Professor Schnauzbart ist todkomisches Schulfernsehen für Erwachsene oder auch schräge Wissenschaft für Oberschlaue. Die Serie beruht auf dem beliebten französischen Blog "Tu mourras moins bête" von Marion Montaigne. Aus dem Blog entstanden preisgekrönte Comicbände, die nun als Kurzfilme produziert wurden. Die Animationen sind zum Kaputtlachen und legen den Finger in die Wunde, wo immer sie können. Es geht dabei um so lebenswichtige Fragen, wann endlich das echte Laserschwert zu haben ist, ob man im Schlaf Spinnen verschlucken kann, warum man lieber nicht von der Golden Gate Bridge springen sollte und ob bald mit dem Weltraumlift zu rechnen ist.


04:48 Sendeschluss

 

*


Donnerstag, 26. Oktober 2017


05:00 Sir Edward Elgar & Graffiti (60 Min.)
Wiederholung vom 09.10.2017


06:00 Metropolis (45 Min.)
Lanzarote
Magazin Deutschland, 2017
Wiederholung vom 22.10.


06:45 Kulinarische Reise durch Brasilien (25 Min.) (HDTV)
Die Alltagsküche von Rio de Janeiro
Dokumentationsreihe Frankreich, 2014
Online verfügbar von 26/10 bis 03/11

Regie: André Leite da Silva, Gorka Sistiaga

Bel Coelho reist heute nach Rio de Janeiro, eine der beliebtesten Städte Brasiliens und Wiege der brasilianischen Popkultur. Ihre Einwohner, die Cariocas, achten sehr auf Fitness und das körperliche Wohlbefinden. In den Straßen gibt es viele Essensstände, an denen fliegende Händler eine Fülle verschiedener Gerichte anbieten. Bel Coelho erfrischt sich mit einem Açaí-Saft im Restaurant Bibi Sucos, das für seine Fruchtsäfte bekannt ist. Anschließend trifft sie sich mit einer ihrer besten Freundinnen, die das Rezept für den Eintopf Feijoada – das typisch brasilianische Gericht – für frittierte Teigtaschen abgewandelt hat. In der Favela Chapéu Mangueira hingegen kocht Bel Coelho eine traditionelle Feijoada mit Meeresfrüchten.

Hintergrundinfo:
Brasilien – ein Land, das zahlreiche Landschaften, Völker und Kulturen vereint. Die spannende Vielfalt des aufstrebenden, riesigen Staates spiegelt sich in seiner Küche, einem Schmelztiegel aus iberischen, indigenen und afrikanischen Traditionen, europäischen und nordamerikanischen Einflüssen. Die junge Sterneköchin Bel Coelho begibt sich auf eine kulinarische Reise durch ihr Heimatland von Amazonien bis Florianópolis, von den Gauchos bis zu den Urvölkern.


07:10 ARTE Journal Junior (5 Min.)
Kindersendung Deutschland / Frankreich, 2017
Online verfügbar von 26/10 bis 02/11


07:15 Xenius (30 Min.)
Yak
Moderation: Carolin Matzko, Gunnar Mergner
Magazin Deutschland, 2017
Wiederholung vom 25.10.


07:45 Die Müllsammler von Kairo (55 Min.)
Dokumentation USA, 2009
Wiederholung vom 21.09.

Regie: Mai Iskander


08:40 Big Pacific (45 Min.) (HDTV)
Der gierige Ozean
Dokumentationsreihe Volksrepublik China / Neuseeland / USA, 2017
Wiederholung vom 28.09.

Regie: Andrew Murray


09:25 Gutenberg – Genie und Geschäftsmann (85 Min.) (HDTV)
Dokumentarfilm Frankreich, 2016
Wiederholung vom 14.10.

Regie: Marc Jampolsky


10:50 Zukunft aus dem Drucker (55 Min.) (HDTV, UT)
Wie 3D-Druck unsere Welt verändert
Dokumentation Deutschland, 2016
Wiederholung vom 14.10.

Regie: Martin Gronemeyer, Michaela Kirst


11:45 Mordsidyll (30 Min.) (HDTV, UT)
In Marseille mit Dominique Manotti
Dokumentationsreihe Deutschland, 2017
Wiederholung vom 11.10.

Regie: Rieke Brendel, André Schäfer


12:15 Re: (35 Min.)
Die Dicken kicken – Wie Briten gegen ihr Fett kämpfen
Reportage Deutschland, 2017
Wiederholung vom 25.10.


12:50 ARTE Journal (10 Min.)
Frankreich / Deutschland, 2017
Online verfügbar von 26/10 bis 27/10


13:00 Stadt Land Kunst (60 Min.)
Magazin Frankreich, 2017
Online verfügbar von 26/10 bis 02/11
Erstausstrahlung

Regie: Fabrice Michelin

Mit Stendhal am Comer See
Der von steilen Berghängen eingerahmte Comer See schlug die romantische Saite des französischen Schriftstellers Stendhal an. 1813 verkehrte er dort mit dem lokalen Adel und verliebte sich in diesen Teil der Lombardei. Der See wurde sein liebster Ferienort und Schauplatz von "Die Kartause von Parma", einem seiner bedeutendsten Werke.

(1): Mit Stendhal am Comer See
(2): Die erstaunliche Architektur von Columbus, Indiana
(3): Das absolute Muss: Der Naturpark der Camargue


14:00 Der Dieb von Bagdad (105 Min.) (HDTV)
(The Thief of Bagdad)
Spielfilm Großbritannien, 1940
Produktion: Alexander Korda Films
Online verfügbar von 26/10 bis 25/11

Rollen und Darsteller:
Jaffar – Conrad Veidt
Abu – Sabu
Prinzessin – June Duprez
Ahmad – John Justin
Dschinn – Rex Ingram
Sultan aus Basra – Miles Malleson

Regie: Ludwig Berger, Tim Whelan, Michael Powell
Produzent: Alexander Korda
Drehbuch: Miles Malleson, Lajos Biro
Musik: Miklos Rozsa
Kamera: George Périnal
Schnitt: Charles Crichton
Autor: Miklos Rozsa

Der junge König Ahmad besitzt 365 Frauen, 50 Paläste und unbegrenzte Macht – trotzdem sieht er in seinem Leben keinen Sinn. Als er eines Tages die vielen Hinrichtungen satthat und Andeutungen macht, eine humanere Regierung anzustreben, stößt er bei seinem Großwesir Jaffar auf Unverständnis. Nur mit Gewalt, Verachtung und Schrecken könne man der Herr der Erde werden. Ahmad möchte hingegen nur ein zufriedenes Volk und folgt schließlich Jaffars Rat, sich bei Nacht unter die Menschen zu mischen, sie genau zu beobachten und zu prüfen. Doch damit tappt er in dessen Falle. Seiner edlen Kleider entledigt und nicht imstande, einen Beweis für seinen königlichen Status zu erbringen, ist es Jaffar ein Leichtes, ihn ins Gefängnis werfen zu lassen. Mit Hilfe des Diebes Abu gelingt Ahmad jedoch die Flucht nach Basra, wo er sich in die schöne Tochter des Sultans verliebt. Auch Jaffar begehrt die Prinzessin und sorgt mit einem weiteren Trick dafür, dass ihr Vater sie – gegen ihren Willen – ihm selbst verspricht. Um Ahmad auszuschalten, lässt er ihn mit seinen Zauberkräften erblinden und verwandelt Abu in einen Hund. Als er mit der Prinzessin davonsegelt, nehmen die beiden Freunde mit einem Boot die Verfolgung auf. Durch einen von Jaffar heraufbeschworenen Sturm kentert ihr Boot, und die beiden werden getrennt. Nun liegt es an Abu, Bagdad von der Herrschaft des Großwesirs zu befreien. Doch bis dahin muss er noch viele Abenteuer mit verzauberten Teppichen, Dschinns, fliegenden Pferden und riesigen Monstern bestehen.

Hintergrundinfo:
Die Dreharbeiten zu "Der Dieb von Bagdad" (1940) wurden von vielen Schwierigkeiten begleitet. Neben Ungereimtheiten in der Regie – und Kompositionsarbeit sorgte 1939 der Eintritt Großbritanniens in den Zweiten Weltkrieg dafür, dass die Produktionsarbeiten zugunsten eines Propagandafilms auf Eis gelegt wurden. Letztlich konnte der Film mit seiner Farbenvielfalt überzeugen und gewann drei Oscars – unter anderem in der Kategorie Bestes Szenenbild.


15:45 Ein Traum von Baum (55 Min.) (HDTV)
Baumgreise und Stammhalter
Dokumentationsreihe Frankreich, 2015
Wiederholung vom 10.10.

Regie: Henri de Gerlache


16:40 Xenius (25 Min.)
Homo Digitalis (1/2) – Auf dem Weg zu einem neuen Menschen
Folge 1 von 2
Moderation: Carolin Matzko, Gunnar Mergner
Magazin Deutschland, 2017
Erstausstrahlung

Erklimmt der Homo Sapiens durch die Verschmelzung von Mensch und Technik bald eine neue Stufe der Evolution? Das zumindest ist die Vision von Transhumanisten. Dafür lassen sie sich Computer-Chips unter die Haut spritzen und träumen von leistungsfördernden Prothesen und Implantaten.
Andererseits fürchten Kritiker, dass es bald schwierig sein könnte, sich den technologischen Möglichkeiten zu verweigern. Was passiert mit der Gesellschaft, wenn Implantate oder Prothesen auf den Markt kommen, die die menschliche Leistung verbessern?
Aktuell treiben viele der großen High-Tech-Unternehmen die Verschmelzung von Mensch und Technik weiter voran. Facebook möchte es seinen Usern zum Beispiel in naher Zukunft ermöglichen, per Gedanken zu tippen. Gleichzeitig arbeiten Forscher in Freiburg an der Steuerung eines Roboters per Gedanken – als Hilfswerkzeug für Gelähmte.
Die "Xenius"-Moderatoren treffen in Berlin auf überzeugte Transhumanisten. Was halten sie von der Utopie eines neuen Menschen? Und stehen wir kurz vor dem ersten "künstlichen" Evolutionssprung?

Hintergrundinfo:
Die Sendung "Xenius" ist das werktägliche Wissensmagazin auf ARTE. 26 Minuten Sendezeit sind einem besonderen Thema aus dem Alltagsleben und der großen Welt der Naturwissenschaft und Forschung gewidmet. Mit ihrem Wissensmobil touren die Moderatoren durch Europa, immer auf der Suche nach dem Wissen, das die Welt bewegt. Unorthodoxe Fragestellungen sind dabei ebenso zu erwarten wie spannende Begegnungen mit den führenden Köpfen der Wissenschaft. "Xenius" ist Roadmovie, Schatzsuche und Wissenssendung zugleich.


17:05 Die Enden der Welt (30 Min.) (HDTV, UT)
… in Pennsylvania, USA
Folge 4 von 5
Dokumentationsreihe Deutschland, 2017
Online verfügbar von 26/10 bis 25/11
Erstausstrahlung

Regie: Heike Nikolaus

In den USA verschlägt es den Fotografen Florian Wagner ins ländliche Pennsylvania. In Lancaster County scheint die Zeit stehengeblieben zu sein. Hier trifft er Barb. Sie gehört zu den Amish und nimmt den Fotografen ein Stück in ihrer Pferdekutsche mit. Die Amish sind eine täuferisch-protestantische Glaubensgemeinschaft, die ursprünglich aus Süddeutschland und dem Elsass stammt. Im 18. Jahrhundert wanderten viele von ihnen nach Pennsylvania aus. Von Barbara erfährt der Fotograf, warum die Amish noch heute wie ihre Vorfahren leben, ohne Auto, Fernsehen oder Computer. Mit ein paar Pferdestärken mehr setzt Florian Wagner seine Reise fort. In Forksville, einem kleinen Dorf in den Endless Mountains, kehrt er in einen alten General Store ein und verzehrt dort das wahrscheinlich mächtigste Cheesesteak seines Lebens. Der Wirt, "Big Mike" aus Philadelphia, hat sich hier mit dem alten Gemischtwarenladen und angeschlossenem Restaurant einen Traum erfüllt. Farmer James Brown arbeitet seit 1975 nur noch mit Pferden – für ihn sind die Tiere kostengünstiger und vielseitiger einsetzbar als Traktoren. Er zeigt Florian Wagner, wie in den Endless Mountains Holz gemacht wird. Bevor der Fotograf sein Ziel, den Worlds End State Park, erreicht, macht er einen Stopp am High Knob Vista, einem besonderen Aussichtspunkt auf gut 600 Meter Höhe. Beim Blick auf die Endless Mountains bekommt der Fotograf eine Ahnung davon, wie hart das Leben der Pioniere gewesen sein muss. Kein Wunder, dass sie diesen entlegenen Ort "Ende der Welt" nannten.

Hintergrundinfo:
Gemeinsam mit dem Münchner Natur – und Tierfotografen Florian Wagner begibt sich ARTE ans Ende der Welt. Besser gesagt: an die Enden der Welt. In der fünfteiligen Dokumentationsreihe wird der Zuschauer an Orte gebracht, die diesen magischen Titel für sich beanspruchen.


17:35 Mythos Wolfskind (60 Min.) (HDTV, UT)
Mogli und die wilden Kinder
Dokumentarfilm Deutschland, 2016
Wiederholung vom 18.10.

Regie: Jens Monath, Heike Schmidt


18:35 Magic Cities (45 Min.) (HDTV)
Kuala Lumpur
Folge 4 von 5
Dokumentationsreihe Deutschland, 2017
Online verfügbar von 26/10 bis 25/11
Erstausstrahlung

Regie: Susanne Brand

Kuala Lumpur heißt so viel wie "schlammige Flussmündung". Was für ein Name für die heutige Hauptstadt Malaysias! Zinnsucher gründeten das Dorf Mitte des 19. Jahrhunderts am Zusammenfluss von Gombak und Klang. In nur 150 Jahren entstand mitten im Dschungel diese moderne Megacity mit riesigen Wolkenkratzern, gigantischen Shopping Malls und atemberaubenden Prestigebauten. Die Petronas Towers sind die höchsten Zwillingstürme weltweit mit einer Höhe von 452 Metern und überragen die ganze Stadt. Kuala Lumpur ist heute das administrative, kulturelle und ökonomische Herz seines Landes und eines der weltweit wichtigsten islamischen Finanzzentren. Aber es hat ebenso einen großen dörflichen Kern, Kampung Baru, der als "the foody village" bekannt ist. In KL, wie die Stadt von seinen Bewohnern genannt wird, trifft Regenwald auf Business District, Garküche auf Luxusrestaurant, Muslim auf Buddhist. Kuala Lumpur ist kosmopolitisch und multikulturell. Muslimische, chinesische und indische Malaysier leben ganz selbstverständlich zusammen. Dort trifft man den jungen Foodtruck-Besitzer mit seinen Beefburgern, die er an immer wieder neuen Plätzen in der Stadt verkauft und eine Art American Way of Life ohne Schweinefleisch und Alkohol zelebriert, genauso wie die traditionelle Batikmalerin, den Sandalenhersteller und den Make-up-Artist, der der großen Transgender-Szene der Metropole angehört. Kuala Lumpur ist eine offene, dynamische Stadt, in der die Jugend präsent ist und sich jeder seinen Weg und seinen Platz sucht. Die Dokumentationsreihe zeigt fünf der weltweit größten Megacitys, in denen Orient und Okzident, Tradition und Moderne eine faszinierende Symbiose eingehen.


19:20 ARTE Journal (20 Min.)
Nachrichten Deutschland / Frankreich, 2017
Online verfügbar von 26/10 bis 27/10


19:40 Re: (35 Min.)
Weil du Jude bist – Antisemitismus in Deutschland
Reportage Deutschland, 2017
Online verfügbar von 26/10 bis 25/11

Wie lebt es sich als Jude in Deutschland? Im ersten Halbjahr 2017 ist die Zahl antisemitischer Übergriffe zum ersten Mal seit zwei Jahren wieder gestiegen. Am Fall einer jüdischen Familie, deren Sohn in seiner Berliner Schule Opfer antisemitischen Mobbings wurde, erzählt "Re:" wie Antisemitismus wieder Einzug in den Alltag in Deutschland hält. Erstmals seit zwei Jahren ist die Zahl antisemitischer Straftaten wieder angestiegen. Die frisch ins Parlament gewählte AfD, die in ihren Reihen Rechtsradikale und Nazis duldet, wird das Klima womöglich noch verschärfen. Was macht das mit den etwa 250.000 Juden in Deutschland?
Im Zentrum unseres Films steht der Fall eines 14-jährigen Schülers aus Berlin. Monatelang war er in seiner Schule beschimpft, gemobbt und geschlagen worden – weil er Jude ist. Seine Mutter Gemma hat darüber ein "Gewaltprotokoll" verfasst. Wenn man es liest, kann man ahnen, wie es dem Jungen ergangen ist. Es geht los, als Oscar im Ethikunterricht erzählt, dass er jüdisch ist. Sein türkischer Freund will daraufhin nicht mehr mit ihm sprechen, weil "Juden egoistisch sind und Araber töten." Es endet damit, dass Oscar mit einer täuschend echt aussehenden Spielzeugpistole bedroht wird und Todesangst erleidet. Die Eltern ziehen die Konsequenzen und nehmen ihren Sohn von der Schule.
Oscars Eltern sind die Protagonisten in dieser Folge von "ARTE Re:". Sie gewähren uns Einblick in ihr Leben, laden zu sich nach Hause ein und erzählen die Geschichte ihres Sohnes. Wir treffen auch Oscars Großvater, der während des Naziregimes von einer deutschen Familie versteckt und somit vor dem Nazi-Terror gerettet wurde. Nach dem Krieg wurde er auf einer Jesuitenschule als Jude derartig diskriminiert, dass er versucht hat, sich das Leben zu nehmen. Zwei Generationen später passiert seinem Enkel in Deutschland etwas ganz Ähnliches. Wird der Anstieg des Antisemitismus in Deutschland verharmlost oder sogar toleriert?


20:15 Jane Austen's Northanger Abbey (95 Min.) (HDTV)
Northanger Abbey
Fernsehfilm Großbritannien, 2006
Produktion: Granada Television Ltd, WGBH Boston

Rollen und Darsteller:
Catherine Morland – Felicity Jones
Mrs. Allen – Sylvestra Le Touzel
Mr. Allen – Desmond Barrit
Isabella Thorpe – Carey Mulligan
John Thorpe – William Beck
Henry Tilney – J.J. Feild
Eleanor Tilney – Catherine Walker
James Morland – Hugh O'Conor
Captain Frederick Tilney – Mark Dymond
General Tilney – Liam Cunningham

Regie: Jon Jones
Produzent: Keith Thompson
Drehbuch: Andrew Davies
Musik: Charlie Mole
Kamera: Ciarán Tanham
Kostüm: Grania Preston
Bühnenbild: David Wilson: David Wilson
Schnitt: Sue Wyatt
Ausstattung: David Wilson
Autor: Jane Austen

Catherine Morland ist ein junges Mädchen, dessen größtes Hobby das Lesen von Schauerromanen ist. Vor lauter Begeisterung für die Novellen vermischt sie oft Realität und Fiktion und träumt davon, selbst Figur eines spannenden Romans zu sein. Als Jugendliche kommt sie zu dem wohlhabenden und kinderlosen Ehepaar Mr. und Mrs. Allen nach Bath. Dort freundet sie sich mit Isabella und deren Bruder John an. John hat ein Auge auf Catherine geworfen, doch diese interessiert sich vielmehr für den sympathischen Henry Tilney, den sie auf einem Ball kennengelernt hat und mit dessen Schwester Eleanor Catherine sofort Freundschaft geschlossen hat. Catherines Bruder James wiederum schwärmt für Isabella, die beiden verloben sich. Doch Isabella lässt sich, sehr zu Catherines Sorge, weiterhin Schmeicheleien von Henrys Bruder, dem Frauenheld Frederick, gefallen. Eines Tages lädt General Tilney, der verwitwete Vater von Henry, Eleanor, Frederick und Catherine auf das majestätische Familienanwesen Northanger Abbey ein. Dies kommt Catherines Vorliebe für Schauerromane entgegen, denn auf dem Anwesen soll es spuken. Vor Ort erfährt Catherine von mysteriösen Umständen, unter denen die Mutter der Familie vor Jahren umgekommen sein soll. Trotz ausdrücklichen Verbotes begibt sich Catherine im Anwesen auf Spurensuche und mischt sich in sensible Familienangelegenheiten ein. Schließlich hat Catherine sogar den Hausherren im Verdacht, den Mord an seiner Gattin begangen zu haben, was ihren auserwählten Henry ganz und gar entrüstet. Zur selben Zeit erhält Catherine einen Brief ihres Bruders James, der sie über die Auflösung von dessen Verlobung mit Isabella informiert. Isabella hatte das Spiel mit Frederick auf die Spitze getrieben und James betrogen. In derselben Nacht wird Catherine von dem wütenden Mr. Tilney gezwungen, Northanger Abbey sofort zu verlassen. Der Rauswurf kommt für Catherine völlig unvermittelt. Hat Henry seinem Vater etwa von ihren Verdächtigungen erzählt? Catherine ist bestürzt und sieht keinen Weg mehr, wie sie Henrys Herz erobern könnte.

Hintergrundinfo:
Drehbuchautor Andrew Davies schrieb die Drehbücher vieler englischer Literaturverfilmungen, wie Diarmuid Lawrences Adaption von Jane Austens "Emma" (1996) oder "Sense and Sensibility" (2008), unter der Regie von John Alexander. Das Drehbuch für die Verfilmung von die Charles Dickens "Klein Dorrit" (2008) brachte ihm 2009 den Emmy Award ein.


21:50 Der Teufelsgeiger (115 Min.) (HDTV, AD)
Spielfilm Deutschland, 2013
Produktion: Summerstorm Entertainment, Dor Film, Construction Film, BR, ARTE
Online verfügbar von 26/10 bis 02/11

Rollen und Darsteller:
Niccolò Paganini – David Garrett
Urbani – Jared Harris
Ethel Langham – Joely Richardson
John Watson – Christian McKay
Elisabeth Wells – Veronica Ferres
Lord Burghersh – Helmut Berger
Primrose Blackstone – Olivia D'Abo
Charlotte Watson – Andrea Deck

Regie: Bernard Rose
Produzent: Rosilyn Heller, Gabriela Bacher, Danny Krausz, Christian Angermayer
Drehbuch: Bernard Rose
Musik: David Garrett, Franck van der Heijden
Kamera: Bernard Rose
Schnitt: Britta Nahler

Niccolò Paganini ist auf der Höhe seines Könnens. Wie der Teufel geigt er – und erfindet Harmonien, die bisher noch kein Europäer gehört hat. In der Pause eines Konzerthauses gibt er seine Stücke zum Besten, doch das Publikum kann mit dem Genie nichts anfangen.
Noch nicht – denn eines Abends sitzt der geheimnisvolle Urbani im Parkett. Der ahnt, dass er mit dem passionierten Geiger einen wahren Goldesel vor sich hat, den man nur richtig verkaufen muss. Er unterbreitet dem Geiger einen einzigartigen Vorschlag: Er wird Paganini zu weltweitem Ruhm verhelfen, wenn dieser ihm sein Leben nach dem Tod opfert.
Nachdem Paganini die Bühnen in Italien im Sturm erobert hat, bittet ihn der Londoner Konzertmeister John Watson für ein einzigartiges Konzert nach England. Er verspricht sich eine wertvolle finanzielle Spritze von Paganinis Auftritt. Doch in London läuft nicht alles nach Plan. Nicht nur ein Verband von Frauenrechtlerinnen und eine einflussreiche Journalistin machen Probleme, sondern auch eine unbedarfte junge Sängerin, in deren natürliche Singstimme sich der Geiger sofort verliebt. Um seinen Einfluss nicht zu verlieren und die Macht über Erfolg, Ruhm und Reichtum zu wahren, schmiedet Urbani einen "teuflischen" Plan.

Hintergrundinfo:
Ein unterhaltsamer und temporeicher Film, der den sagenumwobenen Paganini zwischen Genie und Gaukler zum Leben erweckt und augenzwinkernd die Frage aufgreift: Ist dieser Paganini ein Anwalt des Teufels oder der Geigengott?


23:45 1984 (105 Min.) (HDTV)
Spielfilm Großbritannien, 1984
Wiederholung vom 16.10.
Produktion: Umbrella-Rosenblum Films Production, Virgin Cinema Films

Rollen und Darsteller:
O'Brien – Richard Burton
Julia – Suzanna Hamilton
Winston Smith – John Hurt
Charrington – Cyril Cusack
Parsons – Gregor Fisher
Syme – James Walker
der "Große Bruder" – Bob Flag

Regie: Michael Radford
Produzent: Simon Perry
Drehbuch: Michael Radford
Musik: Dominic Muldowney, Eurythmics
Kamera: Roger Deakins
Schnitt: Tom Priestley
Autor: George Orwell


01:30 Mao, unser Idol (45 Min.) (HDTV)
Europäer und die Kulturrevolution
Dokumentation Deutschland, 2016
Wiederholung vom 10.10.

Regie: Martin Gronemeyer


02:15 Dr. Kissinger und Le Duc Tho (65 Min.) (HDTV)
Oder: Das Ende eines Krieges
Dokumentation Frankreich, 2013
Online verfügbar von 26/10 bis 03/11

Regie: Daniel Roussel

27. Januar 1973. Nach fünfjährigen Verhandlungen in Paris kommt es endlich zu einem Waffenstillstandsabkommen zwischen den USA und Vietnam. Aber zu welchem Preis? Zehn Jahre lang hatten die Vereinigten Staaten gegen Vietnam einen Krieg mit hohen menschlichen und materiellen Verlusten geführt. Die Friedensgespräche dauerten bereits seit Mai 1968 an und die offiziellen Delegationen hatten sich unzählige Male in der Pariser Avenue Kléber getroffen – vergeblich. Noch nie zuvor war die Beilegung eines Konflikts so langwierig gewesen. Anfang 1973 ist der Konflikt festgefahren, die internationalen Friedensbewegungen bringen die Weltmacht USA ins Wanken, und das Ost-West-Gleichgewicht ist bedroht. Die Welt steht auf der Kippe. Parallel zu den offiziellen Friedensverhandlungen werden Geheimgespräche aufgenommen. Der Film gibt erstmals Einblicke in diese Unterredungen zwischen Nixons Sicherheitsberater Henry Kissinger und Le Duc Tho, dem Sonderberater des vietnamesischen Staatsoberhauptes Ho Chi Minh, und stellt die Aussagen der damaligen Akteure bisher unveröffentlichten Aufzeichnungen der Geheimgespräche vor mehr als vierzig Jahren gegenüber. Dabei werden die Funktionsweise und die Bedeutung der Geheimdiplomatie deutlich, die auch in zeitgenössischen Konflikten noch eine wichtige Rolle spielt.


03:20 Mordsidyll (25 Min.) (HDTV, UT)
In den Cevennen mit Anne Chaplet
Dokumentationsreihe Deutschland, 2017
Wiederholung vom 12.10.

Regie: Rieke Brendel, André Schäfer


03:45 28 Minuten (45 Min.)
Moderation: Elisabeth Quin
Magazin Frankreich, 2017
Online verfügbar von 26/10 bis 25/12
Erstausstrahlung


04:30 Wer nicht fragt, stirbt dumm! (3 Min.) (HDTV)
Glücklose Wissenschaftler
Fernsehserie Frankreich, 2015
Online verfügbar von 26/10 bis 30/09
Erstausstrahlung

Regie: Amandine Fredon
Autor: Marion Montaigne

Max Planck, Albert Einstein und auch der französische Astronom Guillaume Le Gentil gelten heute als Superhelden der Wissenschaft. Doch in ihrem wahren Leben ging es leider nicht so glamourös zu wie bei Indiana Jones … Die drei waren oft vom Pech verfolgt, sehr zum Leidwesen von Professor Schnauzbart, der sie ins Labor, durch den Krieg und auf hohe See begleitet hat.

Hintergrundinfo:
Die Serie "Wer nicht fragt, stirbt dumm!" mit Professor Schnauzbart ist todkomisches Schulfernsehen für Erwachsene oder auch schräge Wissenschaft für Oberschlaue. Die Serie beruht auf dem beliebten französischen Blog "Tu mourras moins bête" von Marion Montaigne. Aus dem Blog entstanden preisgekrönte Comicbände, die nun als Kurzfilme produziert wurden. Die Animationen sind zum Kaputtlachen und legen den Finger in die Wunde, wo immer sie können. Es geht dabei um so lebenswichtige Fragen, wann endlich das echte Laserschwert zu haben ist, ob man im Schlaf Spinnen verschlucken kann, warum man lieber nicht von der Golden Gate Bridge springen sollte und ob bald mit dem Weltraumlift zu rechnen ist.


04:33 Sendeschluss

 

*


Freitag, 27. Oktober 2017


05:00 Introducing (75 Min.) (HDTV)
We Were Evergreen in Concert
Musik Deutschland, 2014
Wiederholung vom 17.10.

Regie: Stefan Mathieu

Mitwirkende:
We Were Evergreen
Crystal Antlers
Linkoban


06:15 Kulinarische Reise durch Brasilien (30 Min.) (HDTV)
Arabische Küche in São Paulo
Dokumentationsreihe Frankreich, 2014
Wiederholung vom 23.10.

Regie: Frédéric Ménissier


06:45 Kulinarische Reise durch Brasilien (25 Min.) (HDTV)
Die Küche der Gauchos
Dokumentationsreihe Frankreich, 2014
Online verfügbar von 27/10 bis 04/11

Regie: André Leite da Silva, Jean-Claude Guiter

Der südbrasilianische Bundesstaat Rio Grande do Sul ist das Land der Gauchos. "Gaúcho" - das hieß früher so viel wie Streuner, Einzelgänger. Als erstklassige Reiter hüteten die Gauchos die vieltausendköpfigen Herden der Zucht-Großbetriebe oder Fazendas. Heute nennt man in diesem Bundesstaat alle Einwohner so, und noch immer prägt der Lebensstil der frühen Viehhirten die Kultur dieser Region. In ihren charakteristischen Outfits treiben die brasilianischen Cowboys ihre Herden durch die Pampa und dressieren Pferde. Um ihre besondere Kultur besser zu verstehen, verbringt Bel Coelho Zeit mit den Tiertreibern, deren kulinarische Spezialität das als Churrasco bekannte Grillfleisch ist. Auf einer Fazenda, einem ländlichen Bauernhof, ist Bel Coelho bei der Schlachtung eines Schafs dabei. Zubereitet wird das marinierte Fleisch dann auf einem Fogo de Chão direkt auf dem Boden vor dem Haus. In Porto Alegre isst Bel in einem Rodízio, einem typisch brasilianischen All-you-can-eat-Restaurant, das ein Buffet mit gegrilltem Rind-, Schweine-, Lamm – und Hähnchenfleisch anbietet. In der letzten Charqueada-Farm der Region lernt Bel die traditionelle Fleischkonservierung durch Einsalzen und Trocknen kennen.

Hintergrundinfo:
Brasilien – ein Land, das zahlreiche Landschaften, Völker und Kulturen vereint. Die spannende Vielfalt des aufstrebenden, riesigen Staates spiegelt sich in seiner Küche, einem Schmelztiegel aus iberischen, indigenen und afrikanischen Traditionen, europäischen und nordamerikanischen Einflüssen. Die junge Sterneköchin Bel Coelho begibt sich auf eine kulinarische Reise durch ihr Heimatland von Amazonien bis Florianópolis, von den Gauchos bis zu den Urvölkern.


07:10 ARTE Journal Junior (10 Min.)
Kindersendung Deutschland / Frankreich, 2017
Online verfügbar von 27/10 bis 03/11


07:20 Xenius (25 Min.)
Homo Digitalis
Folge 1 von 2
Moderation: Carolin Matzko, Gunnar Mergner
Magazin Deutschland, 2017
Wiederholung vom 26.10.


07:45 Die hohe Schule chinesischer Kochkunst (55 Min.) (HDTV)
Dokumentation Frankreich, 2011
Wiederholung vom 22.09.

Regie: Feng Wang


08:40 Tierisch alt! (45 Min.)
Eine Frage des Ranges
Dokumentationsreihe Frankreich / Kanada, 2017
Wiederholung vom 04.10.

Regie: Ari A. Cohen


09:25 Roundup, der Prozess (90 Min.)
Dokumentarfilm Frankreich, 2017
Wiederholung vom 17.10.

Regie: Marie-Monique Robin


10:55 Strahlende Zukunft (55 Min.) (HDTV)
Frankreichs Erbe in der Südsee
Dokumentation Deutschland, 2013
Wiederholung vom 17.10.

Regie: Helgi Felixson, Titti Johnson


11:50 Neben-, gegen-, miteinander: Deutsch-französische Geschichten (25 Min.) (HDTV)
Von Brot, Bier und Wein
Dokumentationsreihe Frankreich, 2015
Wiederholung vom 26.09.

Regie: Roland Théron


12:15 Re: (35 Min.)
Weil du Jude bist – Antisemitismus in Deutschland
Reportage Deutschland, 2017
Wiederholung vom 26.10.

Was Europa bewegt


12:50 ARTE Journal (10 Min.)
Nachrichten Deutschland / Frankreich, 2017
Online verfügbar von 27/10 bis 28/10


13:00 Stadt Land Kunst (55 Min.)
Magazin Frankreich, 2017
Online verfügbar von 27/10 bis 03/11
Erstausstrahlung

Regie: Fabrice Michelin

Deauville, Hölle und Paradies für Françoise Sagan
Deauville hat zwei Gesichter. Da ist einmal das ruhige Städtchen mit seinen Fachwerkhäusern und kilometerlangen Sandstränden. Wer es aber gerne weniger brav mag, kommt hier ebenfalls auf seine Kosten, denn es gibt in Deauville ein Kasino, zwei Pferderennbahnen und ein Spielfilmfestival. Als Françoise Sagan im Jahr 1959 das Seebad in der Normandie entdeckte, war sie 23 – und es war Liebe auf den ersten Blick!

(1): Deauville, Hölle und Paradies für Françoise Sagan
(2): Mokka, der heilige Kaffee Äthiopiens
(3): Das absolute Muss: Der Hyde Park in London


13:55 Stella – Skinny Love (90 Min.) (HDTV, UT)
Min lilla syster
Fernsehfilm Deutschland / Schweden, 2015
Wiederholung vom 18.10.
Produktion: Tangy, Fortune Cookie Filmproduktion, Film i Väst, SVT, ZDF/Das kleine Fernsehspiel, ARTE

Rollen und Darsteller:
Stella – Rebecka Josephson
Katja – Amy Deasismont
Karin – Annika Hallin
Lasse – Henrik Norlén
Jacob – Maxim Mehmet

Regie: Sanna Lenken
Produzent: Annika Rogell
Drehbuch: Sanna Lenken
Musik: Per Störby Jutbring
Kamera: Moritz Schultheiß, Frederik Tegethoff
Kostüm: Mimmi Harms Oredsson, Celia Englund
Bühnenbild: Ellen Oseng: Ellen Oseng
Redaktion: Katharina Dufner, Olaf Grunert
Schnitt: Hanna Lejonqvist
Ausstattung: Ellen Oseng


15:25 6000 Kilometer westwärts – Auf dem Rad mitten durch Amerika (25 Min.) (HDTV, UT)
Vom Mississippi in die Rocky Mountains
Dokumentationsreihe Deutschland, 2017
Wiederholung vom 18.10.

Regie: Viktor Stauder


15:50 Ein Traum von Baum (55 Min.) (HDTV)
Zeugen vergangener Zeiten
Dokumentationsreihe Frankreich, 2015
Wiederholung vom 11.10.

Regie: Yannick Cherel


16:45 Xenius (25 Min.)
Homo Digitalis (2/2) – Werden wir Götter auf dem Holodeck?
Folge 2 von 2
Moderation: Carolin Matzko, Gunnar Mergner
Magazin Deutschland, 2017
Erstausstrahlung

In künstlichen Welten sind wir so gut wie allmächtig: Wir können fliegen, beamen, mit Aliens kämpfen, in fremde Körper schlüpfen, Phobien heilen oder schneller lernen. Die künstlichen Welten von Virtual Reality und Augmented Reality versprechen, unsere kühnsten Träume wahrzumachen – und das so realistisch, dass es das menschliche Leben stärker verändert als Computer oder Smartphones.
Stimmt das? Oder Ist der aktuelle VR-Hype wieder nur eine Riesenblase, die bald zerplatzt? Um das klären, startet "Xenius" zu einer Erkundung aufs Holo-Deck. Im Europäischen VR-Forschungszentrum in Brest macht Gunnar eine Out-of-Body-Experience, die ihm ein ganz neues Körpergefühl verleihen soll. Und die Moderatorin an seiner Seite kämpft (an Land) gegen Seekrankheit.
Spiele, virtuelle Therapien oder Trainingsprogramme funktionieren, weil sie körperlich und emotional überzeugende Illusionen schaffen – obwohl klar ist, dass "in echt" nichts passiert. Worauf kommt es an, dass diese "Immersion" gelingt, was kann die Technik heute und wo liegen Grenzen?

Hintergrundinfo:
Die Sendung "Xenius" ist das werktägliche Wissensmagazin auf ARTE. 26 Minuten Sendezeit sind einem besonderen Thema aus dem Alltagsleben und der großen Welt der Naturwissenschaft und Forschung gewidmet. Mit ihrem Wissensmobil touren die Moderatoren durch Europa, immer auf der Suche nach dem Wissen, das die Welt bewegt. Unorthodoxe Fragestellungen sind dabei ebenso zu erwarten wie spannende Begegnungen mit den führenden Köpfen der Wissenschaft. "Xenius" ist Roadmovie, Schatzsuche und Wissenssendung zugleich.


17:10 Die Enden der Welt (30 Min.) (HDTV, UT)
… in Spanien
Folge 5 von 5
Dokumentationsreihe Deutschland, 2017
Online verfügbar von 27/10 bis 26/11
Erstausstrahlung

Regie: Heike Nikolaus

In Galicien, im Nordwesten Spaniens, wandert Florian Wagner entlang der Costa da Morte in Richtung Finisterre. Die schroffe Küste ist für die vielen Schiffunglücke berühmt-berüchtigt. Gefährliche Meeresströmungen und unberechenbare Winde ließen hier schon unzählige Schiffe zerschellen. Gemeinsam mit der Leuchtturmwärterin Cristina Fernández erklimmt er den Leuchtturm am Cabo Vilán. Der Atlantik braust direkt an die Felsenküste, und den Fotografen faszinieren die ständig wechselnden Lichtstimmungen. In diese abgelegene Gegend zog sich zu Beginn der 1960er Jahre auch ein deutscher Aussteiger zurück: Manfred Gnädinger baute sich ein winziges Haus am Strand von Camelle. Nur mit einem Lendenschurz bekleidet, schuf er hier Skulpturen aus Strandgut. Die Bürger von Camelle ehrten ihren wohl merkwürdigsten Mitbürger mit einem eigenen Museum. Im Hafen von Muxía lernt Florian Wagner die Brüder Alejandro und Vito kennen, die gerade vom Tintenfischfang zurückkehren. Tintenfisch, Pulpo auf Spanisch, ist das Nationalgericht Galiciens. Je näher der Fotograf dem Kap Finisterre und dem gleichnamigen Ort kommt, umso mehr Pilgern begegnet er. Hier endet der Jakobsweg, viele Pilger gehen traditionell von Santiago de Compostela noch weiter bis hierher, um einmal das Meer zu sehen. Das kleine Fischerdorf Finisterre lebt ganz gut vom Pilgerstrom. In einer Kneipe probiert der Fotograf Queimada, eine Art Feuerzangenbowle, der magische Kräfte zugeschrieben werden. Am frühen Morgen erreicht er dann das Kap Finisterre. "Das Ende der Welt" – ein magischer Ort, das spürt auch der Fotograf, als er sein Ziel erreicht.

Hintergrundinfo:
Gemeinsam mit dem Münchner Natur – und Tierfotografen Florian Wagner begibt sich ARTE ans Ende der Welt. Besser gesagt: an die Enden der Welt. In der fünfteiligen Dokumentationsreihe wird der Zuschauer an Orte gebracht, die diesen magischen Titel für sich beanspruchen.


17:40 Als Kind allein unter Affen – Marina Chapman (55 Min.) (HDTV, UT)
Dokumentation Großbritannien, 2013
Wiederholung vom 17.10.

Regie: Toby Trackman


18:35 Magic Cities (45 Min.) (HDTV)
Maskat
Folge 5 von 5
Dokumentationsreihe Deutschland, 2017
Online verfügbar von 27/10 bis 26/11
Erstausstrahlung

Regie: Heike Nikolaus

Maskat ist die Hauptstadt von Oman, eines Sultanats im Osten der Arabischen Halbinsel, das in den letzten Jahrzehnten eine erstaunliche Entwicklung zur Moderne durchlaufen hat. Die alte Hafenstadt Maskat liegt spektakulär an einer von Gebirgszügen eingeschlossenen Bucht. In der Altstadt spürt man noch orientalisches Flair. Im Souk, einem verwinkelten Markt, duftet es nach Weihrauch, ehemals wichtigster Exportartikel Omans. Dort wird auch noch Halwa, die traditionelle Süßspeise, in großen Kupferkesseln gekocht. Männer in weißen Gewändern sitzen auf dem Boden und spielen Domino, Frauen begutachten das Sortiment bunt bestickter Stoffe – eine Atmosphäre wie aus 1001 Nacht. Gleich nebenan liegt das moderne Maskat. Auf Plakatwänden ist der Landesvater Sultan Kabus allgegenwärtig, der seit seinem Regierungsantritt 1970 das bis dahin rückständige Land behutsam in die Neuzeit führt. Er ließ eine imposante Moschee, die seinen Namen trägt, und das Opernhaus bauen. Sie prägen das Bild der neuen Stadtteile von Maskat. An den Hochschulen studieren inzwischen mehr Frauen als Männer. Die Bewohner Maskats sind weltoffen und zugleich eng verbunden mit ihren Traditionen. Nicht weit von der Stadt gibt es Dörfer mit Lehmhäusern und Dattelpalmenhaine. Dort bestimmt noch der Wassermeister mit Hilfe der Sonnenuhr die Stunden für die Bewässerung der Felder. Erst langsam öffnet sich das Sultanat dem Tourismus, Kreuzfahrtschiffe legen im Hafen an. Maskat ist ein Ort, der orientalischen Zauber mit dem Komfort einer modernen Großstadt verbindet.

Hintergrundinfo:
Die Dokumentationsreihe zeigt fünf der weltweit größten Megacitys, in denen Orient und Okzident, Tradition und Moderne eine faszinierende Symbiose eingehen.


19:20 ARTE Journal (20 Min.)
Nachrichten Deutschland / Frankreich, 2017
Online verfügbar von 27/10 bis 28/10


19:40 Re: (35 Min.)
Die Unbestechliche von Bukarest – Eine Staatsanwältin im Kampf gegen die Korruption
Reportage Deutschland, 2017
Online verfügbar von 27/10 bis 26/11

Zehn Jahre nach der Aufnahme in die EU ist die Stimmung in Rumänien derzeit brisant: Hunderttausende demonstrieren gegen die Regierung, die immer wieder in Korruptionsaffären verstrickt ist. Für viele Menschen ist Laura Codruta Kövesi die letzte Hoffnung. Seit 2013 leitet die Staatsanwältin die Antikorruptionsbehörde DNA. Kövesi hat Tausende von Strafverfahren wegen Korruption, Amtsmissbrauchs oder Steuerhinterziehung eingeleitet, auch gegen die Führungsriege der Regierungspartei PSD. Deren Vorsitzender und zugleich der Schattenpremier des Landes, Liviu Dragnea, ist bereits wegen Wahlmanipulation vorbestraft. Er gilt als Schlüsselfigur der aktuellen politischen Krise – und erbitterter Gegenspieler von Staatsanwältin Kövesi. "ARTE Re:" zeigt den Alltag der Chef-Ermittlerin, die trotz Todesdrohungen unbeirrt ihren Kampf gegen die Korruption fortsetzt.

Hintergrundinfo:
Die Reportage-Reihe auf ARTE erzählt Geschichten von Menschen – authentisch und ganz nah dran. Es sind Geschichten, die hinter den Schlagzeilen stecken, die berühren, erstaunen und zum Nachdenken anregen. In 30 Minuten zu einem aktuellen Thema zeigt jede Reportage eine Facette Europas, begegnet spannenden Menschen und taucht in andere Lebenswelten ein. "Re:" macht damit Europa in seiner Vielfalt erlebbar und begreifbar. Immer montags bis freitags um 19.40 Uhr und jederzeit im Netz.


20:15 Der Tod und das Mädchen (90 Min.)
Van Leeuwens dritter Fall
Fernsehfilm Deutschland, 2017
Produktion: Network Movie Film – und Fernsehproduktion, A Private View, ZDF, ARTE
Online verfügbar von 27/10 bis 26/11
Erstausstrahlung

Rollen und Darsteller:
Bruno van Leeuwen – Peter Haber
Anton Gallo – Marcel Hensema
Piet Martens – Bruno Cathomas
Tess – Laura de Boer
erwachsene Vicky – Katharina Lorenz
neunjährige Vicky – Katharina Kron
Vickys Mutter – Barbara Auer
Vickys Vater – Jörg Schüttauf
Rechtsanwältin – Wiebke Puls
Fleur Martens – Susanne Wuest
Nils Martens – Mats Thiersch

Regie: Hans Steinbichler
Produzent: Bettina Wente, Wolfgang Cimera, Dries Phlypo, Jean-Claude van Rijckeghem, Helen Perquy
Drehbuch: Nicole Armbruster
Musik: Sebastian Pille
Kamera: Bella Halben
Kostüm: Monika Gebauer
Szenenbild: Anke Osterloh: Anke Osterloh
Redaktion: Daniel Blum, Olaf Grunert
Schnitt: Christian Lonk, Jörg Kroschel

Vor 30 Jahren wurde die neunjährige Vicky brutal vergewaltigt. Bruno van Leeuwen, der schon damals in dem Fall ermittelte, hält dank neuester DNA-Technik endlich einen Beweis in Händen, mit dem ein Nachbar als der Vergewaltiger von damals überführt werden kann. Doch Piet Martens wird trotz der neuen Beweislage nicht vor Gericht gestellt, da die Tat knapp verjährt ist. Martens verlässt das Polizeipräsidium als freier Mann. Aus ihrer Ohnmacht heraus stürzt sich Vicky auf Martens und schlägt mit einer Flasche auf ihn ein. Die Polizei trennt die beiden, und Martens' Anwältin zeigt Vicky wegen gefährlicher Körperverletzung an. Sie wird verurteilt und ist nun vorbestraft. Vickys Eltern sind außer sich. Ihre Tochter hat Jahre gebraucht, um sich nicht mehr als Opfer zu fühlen. Nun fürchten sie, dass ihr Martyrium von vorn beginnt. Doch an Vicky scheint all das vorbei zu rauschen. Sie stählt ihren Körper und scheint selbst das Ende ihrer Lehrerinnenkarriere durch die Vorstrafe wegzustecken. Dass diese Ruhe trügerisch ist, begreift Bruno van Leeuwen erst, als Piet Martens spurlos verschwindet. Dessen Sohn sieht in Vicky die Täterin. Als dann auch der Junge verschwindet, fürchtet van Leeuwen, dass sich die schrecklichen Ereignisse wiederholen könnten …

Hintergrundinfo:
Für sein Spielfilmdebüt "Hierankl" (2003) gewann Regisseur Hans Steinbichler den Grimme-Preis für Drehbuch und Regie sowie den Förderpreis Deutscher Film. Auch für seinen Film "Die zweite Frau" (2007) wurde Steinbichler mit dem Grimme-Preis ausgezeichnet. Sein Melodram "Das Blaue vom Himmel" (2011) gewann beim Bayerischen Filmpreis den Produzentenpreis. Hauptdarsteller Peter Haber, gebürtiger Schwede, ist in Deutschland vor allem für seine Rollen in "Kommissar Beck" (1997-2015) und in Niels Arden Oplevs "Verblendung" (2009) bekannt. In der Rolle von Vickys verzweifelter Mutter brilliert Barbara Auer. Sie gewann unter anderem den Grimme-Preis für ihre Darbietung in Matti Geschonnecks "Das Ende einer Nacht" (2012).


21:45 Metal ist für alle da (100 Min.)
Schwerpunkt

Spätestens seit Metallicas gleichnamigem Album mit dem schwarzen Cover aus dem Jahr 1991 ist Heavy Metal Mainstream geworden. Haben in den Jahren und Jahrzehnten davor Bands wie Black Sabbath, Iron Maiden oder Slayer mit satanistischen Anspielungen, Ekelplattencovern oder extremer Lautstärke zu schockieren gewusst, sind schwere Gitarrenklänge längst in der breiten Gesellschaft angekommen. Selbst Rammstein sind längst nicht mehr die Provokateure vom Dienst, sondern haben sich zu einem der größten deutschen Musikexporte entwickelt, die es verstehen, den gesamten Pariser Veranstaltungsort Zénith zum Singen – oder je nach Ansichtssache: Grölen – zu bringen. ARTE zeigt "Rammstein: Paris", einen spektakulären Musikfilm über die monumentale "Made in Germany 1995-2011"-Tour der Band, der erst im März 2017, knapp fünf Jahre nach der Tournee, in die Kinos kam. Die Dokumentation "Rock'n'Religion: Pop und Glauben" fühlt der komplizierten Beziehung zwischen Rock und Religion auf den Zahn.


Metal ist für alle da
21:45 Rammstein: Paris (100 Min.) (HDTV)
Musik Deutschland, 2017
Online verfügbar von 27/10 bis 26/11
Erstausstrahlung

Regie: Jonas Åkerlund

Die "Made in Germany 1995-2011"-Tour, auf die Rammstein im November 2011 ging, war ein monumentales Unternehmen: Die Band absolvierte 78 Konzerte in Europa und 21 in Nordamerika. Im Gepäck hatte sie eine Bühnenkonstruktion aus Stahl, 24 Meter breit, 15 Meter hoch, 100 Lautsprecherboxen, eine Soundanlage mit 380.000 Watt Leistung, insgesamt 25 Trucks und 125 Crewmitglieder. Der Musikfilm "Rammstein: Paris" kam erst gut fünf Jahre nach den Paris-Konzerten, bei denen er im März 2012 gedreht wurde, im März 2017 in die Kinos. Regisseur Jonas Åkerlund betrieb den größtmöglichen Aufwand, um diese Show angemessen porträtieren zu können. Der Film, der daraus entstanden ist, ist mit 16 Songs aus dem gesamten Repertoire nicht nur das bislang spektakulärste Bilddokument über die derzeit erfolgreichste deutsche Rock-Band, sondern er ist auch ein Meisterwerk des Musikkinos! Åkerlund ist berüchtigt für die radikalen, stilbildenden Videos. Durch seine Musikinszenierungen flackern irrwitzige Details, umgestülpte Perspektiven, Kontrast-Schocks, Sinnesverwirrungen. In "Rammstein: Paris" zelebriert er das von der ersten Minute an. 16 Songs in knapp 100 Minuten spielen Rammstein im Film, die Skala reicht von "Wollt ihr das Bett in Flammen sehen?", dem ersten Song der allerersten Platte, bis zu "Frühling in Paris" vom letzten Studioalbum "Liebe ist für alle da".


Metal ist für alle da
23:25 Rock'n'Religion: Pop und Glauben (50 Min.) (HDTV)
Dokumentation Frankreich, 2016
Online verfügbar von 27/10 bis 03/11
Erstausstrahlung

Regie: Nicolas Lévy-Beff

Die Beziehung von Rockmusik und Religion ist lang und kompliziert: Rockmusik stellt schon seit ihren Anfängen die Autorität und die Moralvorstellungen der christlichen Kirche infrage, was für viele gleichbedeutend damit war, selbst im Dienste des Bösen zu stehen. Beweise für einen solchen Bund mit dem Teufel entdeckten die klerikalen Kritiker in allem, was Rockmusik ausmacht: in ihrer afroamerikanischen Herkunft, ihren sündigen Rhythmen, ihren gotteslästerlichen Texten und sogar in angeblich subliminalen Botschaften. Was folgte, war ein fundamentalistischer Kreuzzug gegen die Rockmusik. Doch obwohl in den Südstaaten der USA schon die Scheiterhaufen brannten, gewann der musikalische Feind immer mehr Zulauf: Die Konzertsäle füllten sich ebenso schnell, wie sich die Kirchen leerten. Nachdem John Lennon den Niedergang des Christentums verkündet hatte, nahm der Rock selbst immer religiösere Züge an – und bediente sich dabei religiöser Codes: Einige Künstler wollten die Seelen ihres Publikums erlösen, während Fans für ihre Idole Elvis Presley und Lemmy von Motörhead regelrechte Altare errichteten. Mittlerweile lassen sich Vermengungen der ehemaligen Erzfeinde der ganz anderen Art beobachten: Christliche Rockmusik begeistert die fromme Jugend, und Patti Smith, die Frau, die einst erklärte, ihre einzige Religion sei der Rock 'n' Roll, wird 2014 gar von Papst Franziskus eingeladen, beim Weihnachtskonzert zu singen!

Hintergrundinfo:
Mit Archivbildern und Zeitzeugen ganz nah dran, blickt "Rock'n'Religion: Pop und Glauben" zurück auf 60 Jahre des erbitterten Zweikampfs, in dem sich Gott, Teufel und Rock 'n' Roll scheinbar unversöhnlich gegenüberstanden.


00:15 Tracks (45 Min.)
Magazin Frankreich, 2017
Online verfügbar von 27/10 bis 26/12
Erstausstrahlung

Hackacon: Idiotische Innovationen gesucht!
Bei seiner ersten Pariser Ausgabe wartete die Hackacon mit den ultimativen Top-Flops aus der Welt des Absurd-Nutzlosen auf – von brechreizerzeugenden Google Glasses bis hin zur Anti-Relax-Halskette. Dahinter steht allerdings eine handfeste Kritik an all den smarten Neuerungen, die von ihren Herstellern als "revolutionär" angepriesen werden.

(1): Hackacon: Idiotische Innovationen gesucht!
(2): Gook
(3): Salim Shaheen
(4): Alex Cameron
(5): Nadia Rose
(6): Calle 13


Metal ist für alle da
01:00 Hellfest 2015 – Masters of Rock (75 Min.) (HDTV, UT)
Scorpions, Limp Bizkit, Airbourne, Slash, Korn
Musik Frankreich, 2015
Online verfügbar von 27/10 bis 04/11

Regie: Thierry Villeneuve

Mitwirkende:
Scorpions
Airbourne
Limp Bizkit
Slash
Providence
The Exploited
Five Finger Death Punch
Arch Enemy
Korn
Arkona
Obituary
Cavalera Conspiracy
Butcher Babies

Das Hellfest feierte 2015 ein rundes Jubiläum und blickte zurück auf zehn Jahre voller Heavy, Speed, Thrash, Death, Doom, Black, Hardcore und anderen Spielarten der Metal-Musik. Metalheads aus der ganzen Welt kamen wieder in das kleine französische Städtchen Clisson in der Nähe von Nantes. Sie tauchten drei Tage lang ein in die Welt des Hellfest Open Air Festivals, das von über 100.000 Fans besucht wurde. 2015 gab es unter anderem Konzerte von den Scorpions, Limp Bizkit mit ihrem korrosiven Nu Metal und Airbourne aus Australien. Neben den zahlreichen Konzert-Highlights bieten einige Künstler Einblicke in die Besonderheiten des Metal: Die Schlagzeuger von Obituary und Nuclear Assault geben einen Kurs im Thrash-Metal-Beat; Irish Bob von The Exploited demonstriert eine punkige Basslinie, und der ehemalige Alice-Cooper-Gitarrist Jason Hook zeigt seine Künste bei einer Guitar-Hero-Session, bevor er mit Five Finger Death Punch auf die Bühne steigt. Und last but not least erzählen die zwei hinreißenden Butcher Babies, wie man eine echte Metal-Sängerin wird. Die Dokumentation zeigt die Welt des Metal jenseits von Klischees und bietet Fans und Neugierigen die Gelegenheit, dieses ganz besondere Festival hautnah zu erleben.

Hintergrundinfo:
Auf dem Programm: – Sodom / Thrash Metal / Deutschland – Arkona / Pagan Metal / Russland – Five Finger Death Punch / Alternative Metal / USA – Butcher Babies / Thrash Metal / Metalcore / USA – The Answer / Hard Rock / Classic Rock / Großbritannien – Obituary / Death Metal / USA – The Exploited / Punk / Großbritannien – Arch Enemy / Melodic Death Metal / Schweden – Providence / Hardcore Beatdown / Frankreich – Nuclear Assault / Crossover Thrash / USA


02:15 Abgedreht! (40 Min.)
Magazin Frankreich, 2017
Online verfügbar von 27/10 bis 26/11
Erstausstrahlung

Story: AC/DC
Seit fast 45 Jahren begeistern AC/DC mit ihrem Hardrock, einer Mischung aus Blues und Rock 'n' Roll, die Fans auf der ganzen Welt: Ein Rückblick auf die AC/DC-Mania, die auch nach 17 Alben und über 200 Millionen verkauften Exemplaren ungebrochen andauert.

(1): Story: AC/DC
(2): Starsystem: Die Metal-Pop-Methode
(3): Listomania: Led Zeppelin
(4): Ikone: Wayne's World
(5): Skandal: Der Columbine-Amoklauf und Marilyn Manson
(6): Rare Perle: Alice Cooper


02:55 Mordsidyll (25 Min.) (HDTV, UT)
Banyuls-sur-mer mit Yann Sola
Dokumentationsreihe Deutschland, 2017
Wiederholung vom 13.10.

Regie: Rieke Brendel, André Schäfer


03:20 28 Minuten (10 Min.)
Moderation: Elisabeth Quin
Magazin Frankreich, 2017
Online verfügbar von 27/10 bis 26/12
Erstausstrahlung


03:30 Wer nicht fragt, stirbt dumm! (35 Min.) (HDTV)
Einführung in die Hobbitologie
Fernsehserie Frankreich, 2014
Online verfügbar von 27/10 bis 06/10

Regie: Amandine Fredon
Autor: Marion Montaigne

Wäre es nicht super, wenn man sich wie in "Der Herr der Ringe" unsichtbar machen könnte? Professor Schnauzbart und die Gesetze der Physik sprechen dagegen. Keine Hoffnung also für diejenigen, die sich im sichtbaren Zustand nicht an eine Frau heranwagen … Die Serie "Wer nicht fragt, stirbt dumm!" mit Professor Schnauzbart ist todkomisches Schulfernsehen für Erwachsene oder auch schräge Wissenschaft für Oberschlaue. Die Serie beruht auf dem beliebten französischen Blog "Tu mourras moins bête" von Marion Montaigne. Aus dem Blog entstanden preisgekrönte Comicbände, die nun als Kurzfilme produziert wurden. Die Animationen sind zum Kaputtlachen und legen den Finger in die Wunde, wo immer sie können. Es geht dabei um so lebenswichtige Fragen, wann endlich das echte Laserschwert zu haben ist, ob man im Schlaf Spinnen verschlucken kann, warum man lieber nicht von der Golden Gate Bridge springen sollte und ob bald mit dem Weltraumlift zu rechnen ist.


04:05 Best of ARTE Journal (23 Min.)
Nachrichten Deutschland / Frankreich, 2017
Online verfügbar von 28/10 bis 04/11


04:28 Sendeschluss
 

– Änderungen und Ergänzungen vorbehalten –
 

*


Quelle:
arte – Programminformationen
43. Woche – 21.10. bis 27.10.2017
ARTE G.E.I.E.
4, quai du Chanoine Winterer
BP 20035, 67080 Strasbourg Cedex, Frankreich
Service:
Postanschrift: ARTE G.E.I.E. Zuschauerdienst
Postfach 1980, 77679 Kehl am Rhein
Zuschauertelefon (Deutschland): 0180/500 24 88
Zuschauerfax: 0033-3/88 14 21 60
Internet: www.arte.tv


veröffentlicht im Schattenblick zum 13. Oktober 2017

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