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MELDUNG/909: Mexiko - Fotograf des Massakers an Student*innen von 1971 gestorben (poonal)


poonal - Pressedienst lateinamerikanischer Nachrichtenagenturen

Mexiko
Fotograf des Massakers an Student*innen von 1971 gestorben



Porträt - Foto: Desinformémonos

Armando Lenin
Foto: Desinformémonos

(Mexiko-Stadt, 17. April 2018, desinformémonos/poonal) - Armando Lenin, Fotograf und Journalist aus dem mexikanischen Bundesstaat Guerrero, ist am 14. April im Alter von 80 Jahren gestorben. Er lebte in Cuernavaca und war an Prostatakrebs erkrankt. Armando Lenin war berühmt geworden durch die Fotos, die er 1971 von dem als "Halconazo" (etwa: "Jagd der Falken", Anm. d. Ü.) bekannt gewordenen Massaker an Student*innen gemacht hatte.


Männer mit Stöcken in der Hand zum Angriff bereit - Foto: Desinformémonos

"Massaker von Corpus Christi" 1971 in Mexiko-Stadt
Foto: Desinformémonos

Das Massaker, das auch als "Massaker von Corpus Christi" [1] bezeichnet wird, wurde am 10. Juni 1971 in Mexiko-Stadt verübt. Eine staatliche paramilitärische Gruppe, "Los Halcones", griff eine Demonstration protestierender Student*innen zunächst mit Knüppeln, später mit Schusswaffen an. Etwa 120 Menschen wurden dabei getötet. Niemand wurde dafür zur Rechenschaft gezogen.


Anmerkung:
[1] https://es.wikipedia.org/wiki/Matanza_del_Jueves_de_Corpus


URL des Artikels:
https://www.npla.de/poonal/fotograf-des-massakers-an-studentinnen-von-1971-gestorben/


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https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/

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Quelle:
poonal - Pressedienst lateinamerikanischer Nachrichtenagenturen
Herausgeber: Nachrichtenpool Lateinamerika e.V.
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Telefon: 030/789 913 61
E-Mail: poonal@npla.de
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veröffentlicht im Schattenblick zum 24. April 2018

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