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VORTRAG/8451: Saarbrücken - Ringvorlesung über Narren, Clowns und Spaßmacher in der Literatur, 8.4.-15.7.19


Universität des Saarlandes - 27.03.2019

Öffentliche Ringvorlesung über Narren, Clowns und Spaßmacher in der Literatur


Die Saarbrücker literaturwissenschaftliche Ringvorlesung "Narren, Clowns, Spaßmacher" lädt Besucherinnen und Besucher in diesem Sommersemester dazu ein, den Darstellungen und Wandlungen des Närrischen und Clownesken in der Literatur vom Mittelalter bis in die Gegenwart zu folgen. Die öffentlichen Vorträge finden immer montags um 19 Uhr im Festsaal des Rathauses Sankt Johann statt. Alle Interessierten sind herzlich willkommen. Der Eintritt ist frei.

Eröffnet wird die zehnte Saarbrücker literaturwissenschaftliche Ringvorlesung am Montag, 8. April - also pünktlich zum Beginn der Vorlesungen im Sommersemester - mit einem Vortrag von Prof. Nine Miedema über die Figur des Narren in mittelhochdeutschen Texten.

Unter den vielen Außenseitern, welche die Literaturgeschichte bevölkern, nehmen Narren, Clowns und Spaßmacher eine besondere Stellung ein: Im Spannungsfeld von Vernunft und Irrealität, Weisheit und Einfalt, Humor und Tragik, Scherz und Ernst, Gelächter und Schauder formulieren diese Figuren unangenehme Wahrheiten, üben Kritik an bestehenden Verhältnissen, warnen vor Fehlentwicklungen, mahnen vor drohendem Unglück und wollen manchmal auch einfach nur unterhalten.

In insgesamt 13 Vorträgen stellen die Referentinnen und Referenten der Universität des Saarlandes unterschiedliche Narren-Typen und -Traditionen verschiedener literarischer Epochen, Kulturräume und Genres vor - von Narren in der höfischen Kultur des Mittelalters über Spaßmacher in der deutschsprachigen Lyrik bis hin zu närrischen Figuren in Moderne und Gegenwart, etwa bei Daniel Kehlmann oder Michael Köhlmeier. Neben Till Eulenspiegel werden der Harlekin in Komödien des französischen Aufklärers Pierre Carlet de Marivaux, die Helden des spanischen Schelmenromans, die Spaßmacher des Wiener Volkstheaters und die in ihr negatives Gegenteil verkehrten Horror-Clowns beleuchtet. Personen, die "um Christi willen" als Narren auftreten und in der russischen Tradition eine besondere Rolle spielen, werden ebenso betrachtet wie die Entwicklung der Figur bei Joseph von Eichendorff oder Heinrich Heine. Nicht zuletzt untersuchen Vorträge komisch-provozierende Perspektiven auf die Shoah sowie eine Operette, die im Frauen-Konzentrationslager Ravensbrück entstanden ist.

Detailliertes Programm:
https://literaturarchiv.uni-saarland.de/ringvorlesung/

Veranstalter der Saarbrücker literaturwissenschaftlichen Ringvorlesungen sind Dr. Katharina Meiser und Professor Sikander Singh von der Universität des Saarlandes in Zusammenarbeit mit Christel Drawer, Abteilungsleiterin für Film und Wissenschaft im Kulturamt der Landeshauptstadt Saarbrücken.

Die Vorträge dauern in der Regel eine Stunde. Im Anschluss besteht die Möglichkeit, Fragen zu stellen und mit den Referenten ins Gespräch zu kommen.

Programm der Auftaktveranstaltung am 8. April um 19 Uhr im Rathausfestsaal:
  • Grußwort von Charlotte Britz, Oberbürgermeisterin der Landeshauptstadt Saarbrücken
  • Grußwort von Dr. Roland Rolles, Vizepräsident für Verwaltung und Wirtschaftsführung der Universität des Saarlandes
  • Einführung in die Ringvorlesung durch Dr. Katharina Meiser und Prof. Sikander Singh von der Saar-Uni
  • Vortrag von Prof. Nine Miedema: "Machen Narren Spaß? Beispiele aus mittelhochdeutschen Texten"
  • Abschließende Diskussions- und Fragerunde mit dem Publikum.



Kontaktdaten zum Absender der Pressemitteilung unter:
http://idw-online.de/de/institution8

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Quelle:
Informationsdienst Wissenschaft e. V. - idw - Pressemitteilung
Universität des Saarlandes, 27.03.2019
WWW: http://idw-online.de
E-Mail: service@idw-online.de


veröffentlicht im Schattenblick zum 29. März 2019

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